re:publica Berlin 2012 – Act!on

Bunte Wand auf der re:publica 2012Von 2. bis 4. Mai versammeln sich die Nerds in Berlin, dem „europäischen Silicon Valley“ , wie es Christoph von Knobelsdorf, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, in der Eröffnung der Konferenz bezeichnete. Die re:publica findet zum sechsten Mail statt und hat sich vom „Klassentreffen“ zur Mega-Konferenz gemausert. Thematisch ist das Angebot breit: Open Government, Design, Wissenschaft, E-Health – da schlägt das Social Media Herz höher. Auch datenwerk ist wieder dabei: Check out @eskarina auf Twitter. Hier die Eindrücke von Tag eins und dem Vormittag von Tag zwei.

Das W-Lan geht nicht so recht. Mal klappt es für zwei, drei Minuten, dann ist es wieder weg. Zwar trübt das die Stimmung, doch wir haben trotzdem Spaß. Dann muss man sich eben offline mit den Menschen unterhalten – so in echt – nicht über Twitter. Hat auch was.

Spielregeln fürs Netz

Highlights von Tag eins waren die Sessions zu Internet und Recht: Udo Vetter sprach über „Spielregeln für das Netz – sicher Publizieren in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken“ und Jörg Heidrichs Session trug den Titel „Mit Marken gegen Meinungen.“. Was darf man denn nun alles im Netz veröffentlichen und worauf muss man achten? Und welche Mittel werden eingesetzt, damit unliebsame Postings aus dem Netz verschwinden? Eines ist klar: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Warum auch? Die virtuelle Welt ist fester Bestandteil der realen Welt und entgegen vieler Behauptungen kein Paralleluniversum. Die häufigste Problematik im Web sind UrheberInnenrechtsverletzungen – damit sollten sich sowohl Unternehmen als auch individuelle NutzerInnen auseinandersetzen. Wie auch immer man dazu steht – UrheberInnenrechtsverletzungen können rechtlich problematisch werden. Darum gilt: Immer nur Fotos verwenden, für die man die Rechte hat – das gilt auch für das Teilen von Fotos auf Facebook. Teile ich z.B. ein Foto , das eine Facebook-Freundin veröffentlicht hat, an dem sie selbst keine Rechte besitzt, so begehe auch ich theoretisch einen Verstoß gegen das UrheberInnenrecht. Ist das das Aus für niedliche Katzenfotos im Web? Es gibt hier noch viele rechtliche Grauzonen, Ausnahmefälle und unterschiedliche Regelungen. Gerade in diesem Bereich wird sich in nächster Zeit vermutlich rechtlich einiges tun.

Gesund 2.0

re:publica 1012Mit dem Thema E-Health startete die re:publica den zweiten Tag. In den Vorträgen von Frank Antwerpes (Health 2.0: McCoy is waiting) und Kai Sostmann („Arm aber gesund dank Facebook und Twitter“) ging es um Chancen und Entwicklungen im Bereich der Online-Gesundheit. Sowohl aus Sicht der PatientInnen, als auch aus der Perspektive von Krankenhäusern und ÄrztInnen. Neben der Nutzung von Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter & Co. durch Kliniken und ÄrztInnen (z.B. Mayo Clinic) werden vor allem eigene Portale immer wichtiger. Portale zur Bewertung von ÄrtzInnen und Krankenhäusern (wie das Portal klinikbewertungen.de) können beispielsweise dazu beitragen, dass sich diese durch das Feedback mehr an den Bedürfnissen der PatientInnen orientieren. PatientInnencommunitys wie Patients like me oder Ben’s Friends bieten die Möglichkeit für PatientInnen, sich mit anderen über Symptome und Krankheitsverläufe auszutauschen. Auch für ÄrztInnen gibt es eigene Communitys (z.B. Sermo). Vor allem öffentliche AnbieterInnen sind gefragt, Online-Angebote zu initiieren, um das bestehende Vertrauen der PatientInnen auszubauen.

The show does go on

Die re:publica läuft noch bis 4. Mai. Die Diskussionen rund um die Konferenz können auf Twitter unter dem Hashtag #rp12 verfolgt werden – sofern es das Internet erlaubt.

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Nachtrag (5.5.): Ingrid Gogl hat auch über der Tag zwei und drei berichtet sowie die Taschen der Nerds auf der re:publica unter die Lupe genommen.

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