Kalter Kaffee macht doch nicht schön!
Am 1. Oktober war Tag des Kaffees in Österreich. datenwerk lud gemeinsam mit Kaffeeröster Peter Affenzeller (Suchan Kaffee) zur professionellen Kaffee-Sommelier-Verkostung in die Magdalenenstraße. Mit Esslöffeln bewaffnet schlürften sich die VerkosterInnen durch lauwarmen Kaffee.
Kaffee verkosten – am besten lauwarm
Vier sortenreine Röstungen tropften gemächlich durch die Keramikfilter der Karlsbader Kannen, während Peter Affenzeller erklärte, worauf man beim Verkosten achten solle: die Säure, der Körper, das Aroma und der Abgang sind entscheidend. Besonders gut schmeckt man die Unterschiede bei lauwarmem oder kaltem Kaffee, der während der Verkostung durch Schlürfen tröpfchenweise im Mund verteilt wird.
Von mild nach intensiv wurde gestern verkostet: auf den säurearmen Santos folgte der zitronige Sidamo. Die schokoladige Note des Bolivien Bio beurteilte ein qualifizierter Verkoster mit “Schmeckt nach Suchard”. Bei der letzten Kostprobe – India A – gingen die Geschmäcker auseinander. Während mehrere TesterInnen bittere Tabaknoten schmeckten, sprach Kaffee-Connaisseur Peter Affenzeller von einem floralen Bouquet.
Warum kalter Kaffee nicht mehr schön macht
Neben Kaffeeröster Peter gab auch datenwerk Geschäftsführer Wolfgang sein Kaffeewissen preis. Er erzählte von den historischen Ursprüngen des Sprichworts “Kalter Kaffee macht schön” und desillusionierte damit alle, die noch an diesen Beauty-Mythos geglaubt hatten. Das Sprichwort stammt nämlich aus einer Zeit, als bei Hof ein Schönheitsideal mit weißem Make-up und rotem Lippenstift gegolten hatte. Dieses Make-up ist aufgrund von vermehrter Schweißproduktion durch heißen Kaffee sowie warmen Kaffeedampf leicht zerronnen. Daher trank man Kaffee besser kalt.
Wer nun Lust bekommen hat, selbst Kaffee zu verkosten – ob heiß, kalt, lauwarm, mit Milch, Schlagobers oder Rum, kann bei Peter Affenzeller online shoppen.
Geschrieben von Petra Permesser am 2. Oktober 2012 | abgelegt unter Allgemein, datenwerk, Events
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