datenwerks Lieblingsmethoden: wir spielen Karten!

Wenn der Kuchen gebacken ist und wir wissen, warum – dann fangen wir an zu spielen. Heute stellen wir euch „Scrum Poker“ vor. Eine Methode, mit der wir Arbeitsaufwände schätzen.

Kurzer Rückblick: User Stories erstellen

Wir wollen, dass unsere KundInnen ihr neues Produkt lieben. Wie wir das erreichen? Da gibt es viele Wege – eines ist jedenfalls essenziell von Anfang an: wir müssen das gleiche Bild haben! Vergangene Woche haben wir euch User Stories vorgestellt, eine Methode zum Konkretisieren von Anforderungen. User Stories helfen, Missverständnisse frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu finden.

Was bedeutet das für KundInnen? Sie wachsen durch die agile Umsetzung, zu der User Stories gehören, mit ihrem Produkt mit, sie bleiben nahe am Geschehen. Sie lernen ihr Produkt viel besser kennen und lieben <3 !

Wir spielen Poker!

Mit welcher User Story fangen wir in der Umsetzung an? Welche ist komplexer? Welche können wir ruck-zuck umsetzen und welche hat einen höheren Aufwand?

Eine Methode, um User Stories zu bewerten ist Scrum Poker. Es ist eine spielerische Herangehensweise an das trockene Thema „Aufwandsschätzung“ mit dem Ziel, einen Konsens im Team zu erreichen.

Foto Barbara und Eva spielen Scrum Poker

Spielregeln:

  • Die Spielrunde setzt sich aus Teammitgliedern zusammen, es sollten nicht mehr als sieben sein. Die Rollenverteilung ist in diesem Fall nicht wichtig – jedeR kann schätzen.
  • Nun werden die Pokerkarten verteilt – das sind Karten mit Nummern drauf, den Storypoints: 0, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 20, 40, 100 und ein Fragezeichen. Es ist Vereinbarungssache, ob wir mit allen Karten spielen oder die höheren weglassen. Das hängt größten Teils von den User Stories ab.
  • Bevor es ans Schätzen des Aufwands geht, wird die kleinste und unkomplizierteste User Story als Referenz von allen gemeinsam bewertet.
  • Story Points vergeben: Jetzt werden die Aufwände der anderen User Stories geschätzt: verdeckt entscheidet jedes Teammitglied, mit wieviel Aufwand jede User Story umgesetzt werden muss. Hoher Aufwand bedeutet: viele Story Points!
  • Jetzt wird diskutiert, bis wir uns einigen.

Was ist so schön an Scrum Poker?

Der spielerische Ansatz lockert die Stimmung auf, das tut gut. Das verdeckte Schätzen ermöglicht, dass wir uns nicht gegenseitig beeinflussen sondern selbstständig schätzen. Oft kommen ähnliche Ergebnisse pro User Story dabei heraus – manchmal aber auch nicht. Dann wird diskutiert und argumentiert – und das ist das Ziel: miteinander! Die beiden „Ausreißer“ müssen nun begründen, warum sie mehr/weniger als alle anderen geschätzt haben. Das ist gut so, denn dadurch kommen möglicherweise Aspekte ans Tageslicht, die bisher von allen vergessen wurden!

Wenn alle User Stories bewertet sind, ist das Spiel zu Ende und die Umsetzungsplanung kann beginnen. Aber das beschreiben wir im nächsten Methoden-Blogpost.

Rückblickend lernen

Erfahrung sammeln wir auch durch Rückblicke. Wir fragen uns, wenn wir umgesetzte User Stories anschauen: wer hat das umgesetzt, wie lange hat das gedauert? So können wir zusätzlich noch weitere Faktoren ausrechnen.

Buchempfehlung: User Story Mapping

Ein großartiges Buch in diesem Zusammenhang, das hilft in die Welt der User Stories und Story Maps einzutauchen ist „User Story Mapping“ von Jeff Patton und Peter Economy.

1 Antwort

  1. 18. Oktober 2017

    […] Verständnis des Ziels zu haben, geht es darum, die Komplexität jeder einzelnen Aufgabe mit Story Points einschätzen zu können. Beide Schritte sind bereits Teil eines […]

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