Erweitern wir doch einmal unsere Realitätswahrnehmung

Stichwort „Augmented Reality“! Was ist das eigentlich und brauchen wir das überhaupt?

Kurz gesagt: Augmented Reality ist eine Kombination von realen und digitalen Informationen in Echtzeit auf unseren Smartphones oder Tablets.

Und ja, brauchen wir!

Kameraerweiterung am Smartphone

Lang gesagt: Augmented Reality (AR) ist die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung, wobei mithilfe einer speziellen Software zusätzliche Informationen über die Realität in ein Kamerabild gelegt werden. Nehmen wir als Beispiel einen Spaziergang durch eine fremde Stadt. Wir möchten genau wissen, an welchen Sehenswürdigkeiten wir vorbeischlendern oder wo wir zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis Abendessen können. Unser Smartphone samt Augmented Reality Browser wie Wikitude, Layar oder Junaio ist auch dabei und hilft uns, genau diese Fragen und noch viele mehr zu beantworten. Wird ein Marker (ein vordefiniertes Trackingmotiv) oder das Bild erkannt, entsteht eine 3D Szene, in der diverse Inhalte dargestellt werden können. So kann zum Beispiel durch die virtuelle Rekonstruierung der  2011 entdeckten Gladiatorenschule in Carnuntum die Schule direkt vor Ort mit Wikitude wieder sichtbar gemacht werden.

Augmented Reality als barrierefreier Guide

Und wie kann Augmented Reality mit Accessibility angereichert und verbessert werden?
Erste Ansätze sind Open Government Data wie Open Street Maps der Stadt Wien oder Accessible Maps in Kombination mit RFID Chips (Radio Frequency IDentification) zur Hilfe beim Routing im öffentlichen Verkehr und Indoornavigation für Blinde. Ein Video des Projekts „ways4all“ unter der Leitung der FH JOANNEUM zeigt wie einfach das funktioniert.

Augmented Reality spielt bei diesen Ansätzen insofern eine Rolle, als dass UserInnen selbst generierten Content (Digital Graffiti), etwa speziell für Blinde, im virtuellen Raum taggen können. Dabei wird die Information – z.B. über eine temporäre Baustelle – sowohl per GPS als auch mit der Smartphone-Kamera erfasst, und anderen UserInnen mit der entsprechenden App wiedergegeben. Die Verknüpfung von Orten und userInnen-relevanten Informationen macht den Weg durch die Stadt einfacher und informativer – nicht nur für Personen mit besonderen Bedürfnissen.

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