#rp14 oder „looking for freedom“ in the wild!

Es ist wieder so weit. Berlin brummt und das Internet ist überlastet. Von 6.-8. Mai ist die re:publica und die deutsche Netzcommunity pilgert in die deutsche Bundeshauptstadt. Das Motto in diesem Jahr ist „into the wild“ – es geht darum, „den Blick öffnen für verschiedene Ansätze, um das Internet und die Gesellschaft der nahen Zukunft zu verstehen und zu verbessern“ (siehe re-publica.de).


Die erste Keynote wurde von „the Yesmen“ gehalten, ein Aktivisten-Duo, das besonders für seine Guerilla Aktionen gegen große Unternehmen, Organisationen (z.B. die WTO) oder Regierungsorganisationen bekannt ist. Nicht still sein, etwas gegen Missstände unternehmen und dabei frech und kreativ sein – (mindestens) das kann man von dieser Keynote mitnehmen.

Politics and Hashtags

Natürlich sind auch die bevorstehenden Wahlen zum EU-Parlament Thema auf der re:publica. Von 22.-25. Mai wird in der EU das Parlament gewählt und Social Media scheint wichtiger denn je. So wurde in der Session, die von VertreterInnen des EU Parlaments (zB die BetreuerInnen des deutschen Twitter Accounts @euparl_DE) gehalten wurde, über die durchaus schwierige Situation von Interaktivität bei Social Media Accounts mit großer Anzahl von Followern oder „gefällt mir“ und dementsprechend auch vielen Anfragen – manche ernster als andere – diskutiert. Die viel gelobte Interaktivität des Social Web muss sich hier oft Ressourcenmangel beugen – es gibt einfach oft zu wenig Zeit und/oder Personal um all die Anfragen zu handeln. Nebenbei auch noch eine gute Balance aus Information und ein wenig Entertainment zu schaffen, ist dabei wirklich schwierig. Wir merken, Social Media macht sich weder von selbst, noch nebenbei. Es braucht Ressourcen, Planung und auch eine gewisse Portion Mut zum „Frech sein“.

Don’t Hassel The Hoff!

Definitiv ein unerwarteter Speaker war David Hasselhoff, der am Nachmittag gemeinsam mit Mikko Hypponen (@mikko auf Twitter) eine Session zu „Data Privacy“ hielt. Thema dabei war das Web als „großes Archiv“, das so schnell nicht vergisst, und die Tatsache, dass es oft günstiger sei, Daten zu speichern, als sie (dauerhaft) zu löschen. David Hasselhoff gestand übrigens, dass er wohl doch nicht zum Fall der Berliner Mauer beigetragen habe, sondern einfach „ein Lied dort gesungen“ hätte – Leute, schreibt die Geschichtsbücher um!!! Natürlich ließ er sich dann auch überreden „looking for Freedom“ kurz anzustimmen. Aber „looking for digital Freedom“ – na dann is ja gut!

David Hasselhoff auf der Bühne der Republika Konferenz

Jetzt geht’s gleich zur „Rede zur Lage der Nation“ von „Netzkanzler“ Sascha Lobo – mehr dazu dann morgen.

Unser Opiniontracker weiß übrigens wie groß der Buzz im Social Web zur re:publica ist – am Vormittag des ersten Tages waren es bereits über 15.000 Meldungen. Außerdem gibt es die meisten Sessions im Live-Stream (auf: http://re-publica.de/event/1/live) also. Reinschalten und (online) mitdiskutieren!

Netzige Grüße aus Berlin!

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