Pfiat Di Berlin. re:publica, du warst knorke!

Grafiti: Nicht meckern. Besser machen!

Nicht meckern. Besser machen!

Der dritte und letzte Tag der re:publica in Berlin ist vorbei und es ist Zeit Resümee zu ziehen, wieder nach Hause zu fahren und die Netzgemeinde-Blase zu verlassen. Alle Konferenztage wurden in kompakten Readern zusammengefasst, die man auf der re:publica-Website downloaden kann. Wer sich lieber „berieseln lassen“ will: auf dem YouTube Channel der re:publica gibts Videos zum Nachschauen! In der Verabschiedungs-Session gabs neben dem gemeinsamen Karaoke-Singen von „Bohemian Rhapsody“ auch interessante Einblicke mit ein paar Statistiken: 88.000 Tweets (der Opiniontracker zählt aktuell über 90.000 Tweets plus rund 5.000 Meldungen aus anderen Social Media Anwendungen) 3,5 TB, die auf über 10000 Geräte übertragen wurden – und das bei rund 6.000 TeilnerhmerInnen (übrigens 40/60 bei Frauen/Männer – TeilnehmerInnen wie SpeakerInnen). Ein ganz persönliches Resümee hab ich natürlich auch:

15 Dinge, die ich von der re:publica in Berlin mitnehme

1. Die (unsichtbare) Krone vom emoji-Karaoke. Ja, echt. Schmäh ohne. Ich hab das Ding gewonnen! Danke an die Fans! Zwei Beispiele (Songs: „99 Luftballons“ und „Final Countdown“) hat Ingrid Brodning vom Falter verbloggt.

2. Wasserflasche mitnehmen! Sonst kann es sein, dass man knapp 3€ für ein Evian hinlegt, oder den ganzen Tag nur Kaffee, Bier und Fritz Cola trinkt.

3. Wenn ich einen Food-Truck o.Ä. hätte und in Berlin leben würde, würde ich mich nächsten Mai definitiv in Nähe der STATION Berlin aufbauen – hungrige re:publica Meute ist hungrig (und das Essensangebot vor Ort nicht ganz so vielfältig/Geldbörsen-freundlich).

4. Ich bin froh, dass ich keine OCDs habe – Die Sache mit den Kopfhörern war dennoch ein wenig eigenartig (auf Stage 4 z.B. wurden die Vorträge im Saal nicht via Mikro und Lautsprecher sondern direkt via Kopfhörer übertragen – sah zum Teil sehr lustig aus)

5. Auf dem Boden sitzen ist nichts mehr für mich. Nächstes Jahr nehme ich mir einen Campinghocker mit 🙂

6. „Das Internet“ ist mehr als Facebook, Twitter und unser Smartphone. Netzpolitik ist wichtig. Wichtiger als Marketing. Das sehen die VeranstalterInnen der re:publica auch so (noch). Denn wir müssen für ein freies, neutrales Netz kämpfen. Es wäre in unser aller Interesse. Wo sollen wir denn dann in Zukunft unsere Marketingbotschaften anbringen, wenn es kein Netz mehr gibt? Also: Nicht nur meckern, sondern aufstehen, aufschreien – aber nicht Nichts tun!

7. Sascha Lobo ist echt der einzige, der mit über 30 noch Iro tragen kann.

8. 40% Frauenquote in diesem Jahr (bei den TeilnehmerInnen wie bei den SpeakerInnen) ist super – weiter so! Auf Stage 1 (die komplett im Live-Stream übertragen wurde) war die Quote 50/50. Freut mich sehr. Sichtbar machen ist wichtig.

9. Auf WLANs ist kein Verlass. Danke an das EU-Parlament für die Aufhebung der Roaminggebühren! Ich hoffe, ich bin im nächsten Jahr nicht mehr auf das WLAN angewiesen.

10. „Twittermenschen“ sind „in echt“ mindestens genauso nett wie im Netz.

11. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Nicht in echt und nicht im Netz. Man muss nicht alle Kommentare durchgehen lassen und man soll nicht immer die Fehler bei sich suchen (und sich vielleicht gar selbst vorab zensurieren). Manche (online schreibenden) Menschen sind einfach gemein und unbelehrbar. Befassen wir uns lieber mehr mit denen die an konstruktiver Auseinandersetzung interessiert sind.

12. Smartphones stören Beziehungen. Aber nur dann, wenn die einzelnen PartnerInnen unterschiedliches Nutzungsverhalten haben. Deswegen: klare Regeln schaffen. Und diese auch einhalten!

13. Es gibt wirklich ganz, ganz, ganz, ganz wunderbar schreckliche YouTube Videos. Danke Internet!!!

14. Ein Zusatzakku für das Smartphone reicht nicht.

15. Berlin ist wirklich eine großartige Stadt und die Menschen auf der re:publica sind spannend und gut drauf. Trotzdem vermisse ich Wien und die grantigen Menschen dort. Und natürlich die daternwerkerInnen.

 

Pfiat di Berlin! Bis nächstes Jahr!

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