Queen of Austria

Beim gestrigen Semifinale des Song Contests in Kopenhagen wurde Conchita Wurst als „Queen of Austria“ angekündigt. Der Stern titelt heute „Conchita Wurst – Schicksalstage einer Kaiserin“. Es wird On- und Offline um Worte gerungen. Anscheinend ist das Bedürfnis groß, Conchita Wurst einzutüten – sie zu kategorisieren. Die Palette reicht von Travestiekünstlerin, Drag Queen, Wolfmädchen, Vollbartträgerin, Kunstfigur, etc. Nur „Sängerin“ kommt am wenigsten vor. Erstaunlich eigentlich. Tweets und Facebook Posts zeigen die Verwirrung: „er/sie singt super….“, „weiß zwar nicht was das ist, aber der Song ist geil,…“ und ähnliches.

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Was wirft das Publikum bloß so aus der Bahn?  Ist es der Bart? Aber der hat doch auch schon einen Bart! Erinnern wir uns an Freddy Mercury im Queen Video zu „I want to break free“.

Ein gutes Abschneiden ist Conchita Wurst mehr als nur zu wünschen, zuzutrauen wäre es ihr auf alle Fälle. Aber ist Europa bereit für einen Beitrag zu voten, der für Toleranz steht?

Geht sich am Ende eine Top-Platzierung aus, werden dann auf gut österreichisch natürlich immer alle schon für Conchita gewesen sein. Ich bin jetzt schon gespannt auf die Schlagzeilen („Wir sind Songcontest. Wir sind Wurst!“).

Der Ratschlag des Moderators im Ersten Deutschen Fernsehen bei der Anmoderation von Conchita Wurst in der Vorausscheidung ist wohl ein weiser: „Lehnen Sie sich zurück. Genießen Sie die glamouröse Welt der Conchita Wurst!“

 

Julia Seitlinger

Julia Seitlinger

Wenn es um Web-Konzeption geht kennt Julia sich am besten aus. Egal ob im Inter- oder Intranet, sie kennt die besten Social Enterprise Lösungen. Privat entspannt sie gerne beim Sport. Laufen, Schwimmen oder einfach sitzend vor dem Fernseher. Aber nur wenn Formel-1 Saison ist.

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