EU-Wahl 2014 – Was sagt das Netz?

Fünf Jahre sind um und das EU-Parlament stellt sich wieder zur Wahl. Dann wird es für alle EuropäerInnen Zeit, von ihrem Wahlrecht gebrauch zu machen und schnell in die nächste Wahlkabine um die Ecke zu sprinten um einen Beitrag zum Großprojekt Europäische Union zu leisten. Knapp eine halbe Milliarde Europäerinnen und Europäer können so ihre VertreterInnen ins Amt wählen. In Österreich können 18 der insgesamt 751 VertreterInnen gewählt werden, aber wie bei jeder Wahl kommen schnell einige Fragen auf: Wer vertritt meine Interessen am besten, wie denken die anderen über diesen Kandidaten und Kandidatinnen?

Für die letzen zwei Wochen findet datenwerk Social Media Monitoring Tool „Opinion Tracker“ insgesamt 87.891 Artikel. Davon wurden 83% in Form von Microblogging- Diensten wie Twitter veröffentlicht und etwa 13% via Web News. Es scheint als wäre Twitter der bevorzugte Kanal der EU-Wahl 2014.

In der Track- Ansicht lassen sich erste relevante Schlagworte feststellen, anhand derer wichtige Themen und Personen rund um die EU-Wahl gefunden werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die SpitzenkandidatInnen im Vergleich
Mit Hilfe der Analysefunktion des Opinion Trackers können wir nun die europäischen SpitzenkandidatInnen für das Amt der/des zukünftigen Kommissionspräsidentin/Kommissionspräsidenten auf internationaler Ebene betrachten. Für den Zeitraum zwischen 30. April und 12. Mai verzeichnet der Opinion Tracker am 8. Mai eine starke mediale Resonanz für zwei Kandidaten. Anlass war das TV-Duell zwischen Jean Claude Juncker und Martin Schulz im deutschsprachigen Fernsehen.

Kommentare auf Facebook und Twitter verraten, dass das TV-Duell die Entscheidung nicht gerade einfacher gemacht hat.

Wie Wirksam das TV-Duell gewesen ist, zeigt sich im Vergleich mit VertreterInnen der Konkurrenzparteien.

Nun betrachten wir doch einmal die regionalen SpitzenkandidatInnen in Österreich…

Von Interesse hierbei sind unteranderem die Reaktionen auf den Auftritt der NEOS Kandidatin Angelika Mlinar am 04.Mai in der ORF- Pressestunde sowie die Spionage-Vorwürfe gegen den SPÖ Kandidaten Eugen Freund am 12.Mai welche für große Schlagzeilen sorgten. Interessant ist ebenfalls, dass die Aktivitäten an Samstagen regelrecht einschlafen. Scheinbar hängen die Reaktionen stark von Web-News und TV-Berichten ab, welche eben nicht gerade Samstags abgehalten werden.

Wenn wir uns die Gesamtnennungen und Verteilung über die Medien genauer ansehen, werden die großen Parteien zwar häufiger in den Web-News genannt, jedoch haben auch die kleineren Parteien erkannt, wie wichtig die Nutzung Sozialer Netzwerke und Mircoblogging sein können. Ewald Stadler (REKOS) und Martin Ehrenhauser(Europa anders) sind fast genauso stark auf den sozialen Plattformen vertreten, wie die großen Parteien.

Aber klickt euch doch einfach selber mal durch den Track und seht, was die Online-Welt so zu den EU-Wahlen spricht.

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