5 Jahre #unibrennt – Nur mehr ein Funken?

Das Wiener Audimax wurde am 22. Oktober 2009 bei der Protestbewegung #unibrennt von Studierenden besetzt, die sich unter anderem für freie Bildung und gegen das Bologna-System einsetzten. Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen und wir fragen uns – was sagt der Opinion Tracker, unser Social Media Monitoring Tool? War die Protestbewegung gewinnbringend für die heutigen Studierenden? Konnte die 5 Jahre #unibrennt Aktionswoche vom 20. Oktober bis zum 26. Oktober 2014 erneut Sensibilität für sozial- und bildungspolitische Themen wecken?

Ein kurzes Aufflammen zum Jahrestag

Der Blick auf unseren Demotrack zeigt, dass für die letzten zwei Wochen 597 Artikel erfasst wurden. Eine erste Spitze an Regungen im Netz konnte am 15. Oktober 2014 ausgemacht werden, eine Woche vor dem Tag der damaligen Audimax-Besetzung. Diese wird durch Web News beeinflusst, die über Microblogging und soziale Netzwerke geteilt werden. Der Großteil – 244 Artikel – entstand am 22. Oktober 2014, dem Jahrestag der Audimax-Besetzung. Microblogging dominiert sehr stark und wird durch Postings auf sozialen Netzwerken und weitere Web News ergänzt. Ansonsten tut sich im Netz nicht viel. Nach dem 22. Oktober 2014 nehmen die erfassten Inhalte trotz Aktionswoche wieder ab und beschränken sich auf wenige Twitter-Mitteilungen, Blog-Beiträge sowie Facebook-Postings.
5 Jahre #unibrennt Opinion Tracker Screenshot

Der 5. Geburtstag von #unibrennt!

5 Jahre #unibrennt Opinion Tracker Screenshot
5 Jahre #unibrennt Opinion Tracker Screenshot Betrachtet man die Inhalte, so fällt auf, dass es mehr um einen Rückblick als um neue sozial- und bildungspolitische Interessen geht. Die meisten berichten neutral über die Ereignisse vor fünf Jahren oder verlinken Berichte aus Web News. Oft wird schlicht darauf hingewiesen, dass fünf Jahre vergangen sind.

23% der gefundenen Artikel weisen auf negative Aspekte von #unibrennt hin. Vor allem darauf, dass nicht das erreicht wurde, was erreicht werden wollte und dass trotz der Protestaktion alles schlechter ist als früher. Andererseits wird immer wieder betont, dass wir nicht wissen können, wie es heute ohne #unibrennt aussehen würde. Ein kleiner Prozentsatz von 9% kann #unibrennt auch etwas Positives abgewinnen – zum Beispiel freie Wahlfächer in einigen Studiengängen.

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