Fake-Jubelpostings sind schädlich

Artikel in der Kleinen Zeitung 25.11.2014. Abfotografiert von Uschi Fuchs

Artikel in der Kleinen Zeitung vom 25.11.2014.

Die Debatte zum Thema „Jubelpostings im Internet“ reißt nicht ab. Klaus Höfler schreibt dazu in der Ausgabe vom 25.11.2014 der Kleinen Zeitung. Zu Wort kommen die Präsidentin des Public Relations Verbands (PRVA) Ingrid Vogl, Uschi Fuchs, die über das Thema bloggte, und datenwerkerin Ingrid Gogl. Tenor bei allen: Fake-Jubelpostings sind schädlich – nicht nur für Unternehmen. Firmen profitieren viel mehr davon, wenn sie den unverschleierten Dialog mit ihren Zielgruppen suchen. Doch auch Bloggerinnen und Blogger riskieren viel. Denn deren Glaubwürdigkeit steigt auch nicht gerade, wenn sie ungekennzeichnet Werbung und Empfehlungen für Produkte und Unternehmen machen.

Weil es nicht egal ist

Das Thema polarisiert und wirft sowohl rechtliche als auch moralische Fragen auf. Dass ein Online-Posting mit verschleiertem Werbecharakter ein Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ist, hat unsere Spezialistin auch im Gespräch mit der Kleinen Zeitung noch einmal unterstrichen. Doch auch rechtlich unproblematische Beiträge können die Gemüter erhitzen. Etwas kann moralisch nicht OK sein, obwohl es im Rahmen des Erlaubten ist. In Österreich wird dann auf Online-Debatten mit der Forderung nach „Klarnamen“ reagiert. Vielleicht weil die digitale Welt für viele noch „Neuland“ darstellt, vielleicht aber auch, weil wir Angst haben, dass wir Foren-Diskussionen jetzt nicht mehr trauen können.

Fürchtet euch nicht!

Das gilt nicht nur für Unternehmen, die sich viel stärker in Online-Debatten einbringen können, sondern auch für LeserInnen von Blogs und Foren. Nicht alles ist gleich ein „Jubelposting“ und nicht jede Person, die Online etwas empfiehlt wird dafür bezahlt. Viel mehr sollten sich alle stärker in Online-Debatten einbringen, ihre eigene Meinung kundtun und somit das Feld nicht den „üblichen Verdächtigen auf Twitter“ oder eben den „JubelposterInnen“ überlassen.

Ein Workshop für mehr Klarheit

Weil das Themenumfeld „Social Media und Recht“ noch immer viele Fragen aufwirft, zuletzt am Mediencamp 2014, bei dem Ingrid eine Session zum Thema Schleichwerbung im Internet hielt, bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe an. Wir veranstalten im datenwerk mit unserer Social Media- & Rechtsspezialistin Ingrid Gogl einen Workshop zu diesem Thema. Am 10.12.2014 von 15:00-19:00 können sich die TeilnehmerInnen einen Überblick verschaffen und konkrete Fragestellungen diskutieren. Bitte um Anmeldung unter: socialmedia@datenwerk.at. Teilnahmebeitrag € 50,– (exkl. USt.). Wir freuen uns auf rege Teilnahme, die TeilnehmerInnenanzahl ist allerdings beschränkt!

Wolfgang Zeglovits

Wolfgang Zeglovits

Wolfgang beschäftigt sich intensiv mit neuen Erkenntnissen rund um Innovationsforschung, Usability und Social Media. Seine langjährige Erfahrung und sein Know-how bringt er in die Konzeption für Webprojekte ein. Dabei sind ihm Innovationsmanagement und die Erkenntnisse aus der Marktforschung wichtig.

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