Bike-to-work Day – ein Erfahrungsbericht aus Berlin

Fahrrad von Schindelhauer

Heute, 15.5.2015 ist Bike-to-work day. Und was habe ich heute gemacht? Ich bin nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit gekommen. Tausend Gründe, keiner wichtig, ist aber so. Doch, ich habe mir Casey Neistat zum Vorbild genommen. Der wohnt in New York macht täglich VLogs, wurde bei mir berühmt mit seinem Fahrradstreifen-Video und gibt ganz brauchbare Tipps. Keine Angst, ich mache keinen VLog, aber zum Thema Bike habe ich ein paar Tipps aus Berlin von der Re:Publica mitgebracht.

Meinen täglichen Weg vom Hotel zur Re:Publica und anschließende Ausfläge habe ich am Fahrrad zurück gelegt. Und, obwohl mir die Stadt nur wenig geläufig ist, gelang mir das immer am optimalen fahrradtauglichen Weg. Möglich war das aus drei Gründen:

  1. Das Hotel in dem ich war, hatte einen Gratis-Radverleih
  2. Es gibt eine unglaublich gute Bike-Map App
  3. Ich habe eine Silikon-Halterung für Smartphones aus Wien verwendet

Weder vom Hotel, noch von den App- oder Halterungs-ProduzentInnen erhalte ich was für diese Tipps. Aber es war einfach wirklich großartig mit dem Set-up in Berlin zu biken.

Jedes Hotel sollte einen freien Fahrradverleih haben

Mein Hotel war das 25hours in Berlin: sehr freundlich, sehr hipp, super Lage, eigentlich zu teuer. Doch, Disclaimer, ich habe früh über meinen Bruder gebucht, der im Wiener 25hours Hotel arbeitet. Das beste am Hotel ist der Gratis-Fahrradverleih. Drei Tage bin ich mit einem Holland-Style Fahrrad mit Kiste gefahren. Es hörte auf den Namen Marlene. Am vierten Tag habe ich gefragt, ob ich eines der Schindelhauer-Fahrräder bekommen kann, die im ganzen Hotel herumstehen. Eigentlich kriegt man die nur, wenn die Marlenes, Haralds und wie die anderen Fahrräder heißen, schon weg sind. Für mich machte der nette Rezeptionist eine Ausnahme und ich erhielt ein Single-Speed von Schindelhauer. Das Rad war sexy, sein Name dafür nicht mehr, „Lobby 2“ (Ja, eigentlich heißt es Siegfried). Doch auch das Bike war super in Schuss und ich fand mich gut auf Berlins Straßen zurecht.

Mit Bike Citizen bist du in jeder Stadt daheim

Bike Citizen Screenshot mit Berlinkarte

So richtig gut zurecht gefunden habe ich mich wegen Tipp 2. Die Bike Map-App, die mir den fahrradfreundlichsten Weg von A nach B gezeigt hat, heißt Bike Citizen und ist unter BikeCityGuide zu finden. Da das Kartenmaterial auch offline zur Verfügung steht, müssen die verfügbaren Städte einzeln heruntergeladen werden. Das ist mit In-App Käufen möglich. Dann steht dir der Stadtplan allerdings auch ohne WLan und Datenroaming in anderen Städten zur Verfügung. Und für Wien gibt es eine besondere Aktion. Auf Fahrradwien.at findet sich ein Code mit dem Wien als Map runtergeladen werden kann. Optisch ist die App gut gemacht und auch sehr übersichtlich während des Fahrens. Zusätzlich werden einem die Wegrichtungen sehr deutlich angesagt. Das funktioniert auch, wenn man das Display abschaltet, um den Akku zu schonen. Denn, ein kleiner Nachteil, es saugt wie alle Navis am Saft.

Fix it, see it, hear it – das Smartphone am Fahrrad

Ich habe auch für die Berlin-Karte von Bike Citizen nichts gezahlt. Denn ich hatte mir vorher die Halterung „Finn“ für das Smartphone gekauft. Das ist mein Tipp 3. Wenn man die Halterung kauft, ist ein Code für den Download einer verfügbaren Stadt dabei. Daher: Wien gibt es gratis und mit dem Kauf der Finn-Halterung in einem Bikeshop deiner Wahl noch eine Stadt dazu. Das Teil funktioniert hervorragend und hält das Smartphone wirklich fest. Das Silikon ist strapazierfähig. Daher passt es auf viele Modelle und auch über ein Case. Denn wer will schon bei einem Sturz sein Smartphone zerschmettern. Der große Nachteil von Finn ist, dass man es leicht verlieren kann. Meines ging nach der ersten Fahrt verloren. Da stand ich dann da bei der Re:Publica: mit Marlene, der App aber ohne der Halterung. Doch Manfred Wuits von WerzeugH hatte seine Halterung auch nach Berlin gebracht. Ihm fehlte das Fahrrad. Daher hat er mir es für vier Tage geborgt und mein Set-up war wieder perfekt. Am letzten Abend konnte ich die Halterung Manfred wieder zurückgeben. Denn nach vier Tagen fand ich dann auch ohne Hilfe zurück zum Hotel.

Wolfgang Zeglovits

Wolfgang Zeglovits

Wolfgang beschäftigt sich intensiv mit neuen Erkenntnissen rund um Innovationsforschung, Usability und Social Media. Seine langjährige Erfahrung und sein Know-how bringt er in die Konzeption für Webprojekte ein. Dabei sind ihm Innovationsmanagement und die Erkenntnisse aus der Marktforschung wichtig.

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