Was liest du so? – die Tipps der datenwerkerInnen

Wenn irgendwann die Augen der datenwerkerInnen ganz viereckig werden, weil sie zu lang auf den Bildschirm von Laptop, Smartphone oder Tablet geschaut haben, ist es an der Zeit, das Internet zur Seite zu legen und stattdessen ein Buch zur Hand zu nehmen. Und da am 23. April ist Welttag des Buches ist, kommen hier die aktuellen Leseempfehlungen der datenwerkerInnen.

JedeR datenwerkerIn sollte dazu folgende drei Fragen beantworten:

  • Was liest du gerade?
  • Was gefällt dir daran?
  • Würdest du es weiterempfehlen?

Hier sind ihre Antworten:

Zilly und der kleine Drache (Valerie Thomas und Korky Paul)

Gleich mehrere Bücher liest Julia aktuell, zwei davon stellt sie uns vor. Das eine mit ihrem Kind, das andere allein, denn: „Ich lese zur Zeit hauptsächlich Kinderbücher (vor). Wir bekommen viele Bücher geschenkt, die aus den Wiener Büchereien ausgeschieden wurden. Manchmal sind gute dabei. Manche kommen garnicht ins Regal. zilly-und-der-kleine-dracheMein Lieblingsbuch ist zur Zeit „Zilly und der kleine Drache“ von Valerie Thomas und Korky Paul und das empfehle ich auch weiter. Es ist eine nette Geschichte um die Zauberin Zilly, ihren Kater Zingaro und einen kleinen Drachen.“

Im Bild sehen wir die beiden allerdings mit einem Wimmelbuch von Ali Mitgutsch, da erfinden sie den Text dazu selbst. Julia findet die Wimmelbuch-Klassiker  aus historischer Sicht ganz ok (Darstellung der Rollen, Menschen, Szenen zu Recherchezwecken), sonst nicht gut. Sie empfieht diese Bücher auch nicht weiter, da es aufgeklärtere Wimmelbücher gibt. Logisch, dass aber ausgerechnet dieses Exemplar leider nicht mehr wegzubekommen ist, oder?mindsight

Mindsight (Daniel J. Siegel)

Julias zweites Buch ist Mindsight, zu dem sie eine uneingeschränkte Leseempfehlung abgibt: „Oft fange ich immer wieder von vorne an, weil ich Details nicht übersehen mag. Es ist ein Buch über das Gehirn, die Seele und persönliche Entwicklung. Ich bin hingerissen – auch weil es meine Begeisterung für Neurowissenschaften wieder weckt, die ich fast vergessen hätte. Gehirn, ftw! Mir gefällt Siegels Zugang zum Menschen und seine Sicht auf das Gehirn als ’soziales Organ‘. Er widmet sich dem Erlernen von Selbstwahrnehmung und Empathie – also ja, das empfehle ich!“

Think Like A Freak (Steven D. Levitt und Stephen J. Dubner)

Es war nicht anders zu erwarten: Geschäftsführer Wolfgang liest ein englischsprachiges Sachbuch: „Think Like A Freak“. Er empfiehlt das Buch allen, die gerne Rätsel lösen, nicht bitterernstgemeinte Ratgeber gut finden und lustige Sachbücher mögen. Und wer sich nun fragt, wie freakig das Buch ist, hier ist Wolfgangs Buchbeschreibung: „Wie bereitet man sich auf einen Hot Dog Esswettbewerb vor, um zu gewinnen? Welche Einstellung zum Leben braucht man, um nicht tradierte Denkmuster zu übernehmen, sondern originell, quasi als Freak, zu denken? Diese Fragen beantwortet ‚Think Like A Freak‘. Anders als die Vorgängerwerke stellen die beiden Autoren hier nicht nur Fallstudien vor. Sie geben eine Anleitung, wie man selbst wie ein ‚Freak‘ an Probleme herangehen kann, um zu den Ursachen zu kommen. Sie versprechen sich davon, dass von den Ursachen heraus Probleme leichter lösbar sind.“

warum-babys-weinenWarum Babys weinen – Die Gefühle von Kleinkindern (Aletha J. Solter)

datenwerkerin Melanie liest in ihrer Karenz ein Buch aus dem Kösel-Verlag. Es liefert ihr viel Hintergrundwissen darüber, wie wichtig das Weinen für Babys ist, erklärt unterschiedliche Ursachen und vermittelt damit ein tiefes Verständnis was in deinem Baby so los ist. Der Aufbau der Kapitel im Frage-Antwort-Stil erleichtert das Querlesen. Ob sie es empfehlen würde? „Jein. Jedem, der sich reflektiert über einen respektvollen Umgang mit den Emotionen seines Babys informieren möchte, dem sei das Buch empfohlen. Als Handbuch oder Erziehungsrezept ist das Buch weniger zu empfehlen, weil es eventuell leicht zu extreme Verhaltensweisen verleitet.“

stillStill (Thomas Raab)

Wer „Schlafes Bruder“ oder „Das Parfum“ mochte, der/dem empfiehlt datenwerkerin Katherina ihr aktuelles Buch: „Still“ von Thomas Raab. Ihr gefällt die Ruhe des Buches, keine Action und geradlinige Schreibweise. „Da bleibt viel Platz für eigene Vorstellungen“, meint sie.

Das große Los (Meike Winnemuth)

datenwerk-Praktikantin Cornelia hat eine Buchempfehlung für Reiselustige und Interessierte. In „Das große Los“ beschreibt Meike Winnemuth, nachdem sie € 500.000,- bei Günther Jauch gewann, ihre einjährige Weltreise, während der sie jeden Monat in einer anderen Stadt lebte. 12 Monate – 12 Städte. Was Cornelia daran gefällt? „Der Blick der Autorin auf die Welt ist ein ganz besonderer; sie inspiriert und regt zum Nachdenken an, sodass man am liebsten selbst gleich das nächste Abenteuer plant. Besonders nett sind auch die 10 Punkte am Ende jedes Kapitels, in welchen Winnemuth zusammenfasst, was sie im vergangenen Monat gelernt hat.“

Rechtsextremismus – Band 2: Prävention und politische Bildung (FIPU)

fipu-rechtsextremismusDen aktuellen Sammelband der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichkeit aus dem Mandelbaum-Verlag liest datenwerkerin Petra. Nach einem theoretischen Einstieg ins Thema politische Bildung werden einzelne Praxisfelder (Gedenkstätten, Schule, Bücher, soziale Arbeit) und deren Potential zur Verbesserung näher beleuchtet. Aufgrund der Komplexität des Themas und der drohenden Gefahren ist das Buch nicht als Gute-Nacht-Lektüre geeignet. Sonst empfiehlt Petra das Buch: „Band 2 knüpft an die Begriffsklärungen aus Band 1 an und geht nun zum Teil – wenn auch nicht so viel, wie ich mir erwartet hätte – in die Praxis. Ein gelungenes Grundlagenbuch.“

Und ihr?

Verratet uns, was ihr gerade lest und beantwortet uns doch auch die drei Fragen!

 

 

Petra Permesser

Petra Permesser

Petra weiß, was das Netz spricht. Die Kommunikationswissenschafterin und angehende Soziologin kümmert sich im datenwerk um alles, was mit Daten zu tun hat: Suchmaschinenoptimierung, Algorithmen, Ads und das Social Media Monitoring Tool "Opinion Tracker" sind Petras Metier. Außerdem tüftelt sie häufig an Story Maps und weiß, wie komplexe Software-Projekte mittels User Stories strukturiert werden können.

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