Re:publica: Der Survival Guide

Die re:publica in Berlin ist zu Ende, manch müdem Auge sieht man an, wie anstrengend diese drei Tage sein können. Damit auch die nächste re:publica als TeilnehmerIn zum Erfolg wird, hat datenwerkerin Ingrid ein paar Tipps aus Berlin mitgebracht.

re:publica Hof

Hofblick auf die re:publica TEN

Nimm dir Zeit (für Berlin)

Berlin ist eine großartige Stadt. Nicht nur für Online-Konferenzen. Reise also, wenn es möglich ist, 1-2 Tage vorher an UND ab. Mach eine Spree-Rundfahrt und erhole dich nach der re:publica-Abschlussparty bei einem Flat-White oder einer Currywurst! Eine frühe Anreise lohnt sich auch wegen der pre:publica: Am Abend vor Beginn der Konferenz kannst du nämlich schon deinen Badge abholen, erste Leute kennenlernen und musst dich am nächsten Morgen nicht in die Warteschlange bei der Registrierung stellen.

Lass dich nicht erschlagen (vom Programm, von den Menschen, vom Bier)

Ja, drei Tage re:publica ist viel. Viele Sessions, viel Rahmenprogramm, viele Menschen, und ja, manchmal auch viel Bier oder Gin Tonic. Nimm dir also nicht zu viel vor. Kein Gehirn dieser Welt kann 20 verschiedene Sessions und ihre Inhalte verarbeiten. Damit du am Abend also nicht komplett „Meyer“ bist und das Netzwerken im Hof genießen kannst, geh es ruhig an. Suche dir 4 Sessions, die du wirklich gerne sehen willst, und lass den Rest auf dich zukommen.

Verlass dich nicht aufs WLAN

Man könnte meinen, dass bei einer so großen Konferenz, die es zudem nicht erst seit gestern gibt, auch mit der (WLAN-)Infrastruktur klappt. Dem ist leider nicht immer so, wie vor allem die internationalen Gäste 2016 schmerzlich erfahren mussten. Kein WLAN ist wirklich blöd. Man kann bei Online-Konversationen nicht mitreden, verpasst die #Freibier Ankündigung und Blogeinträge oder Artikel schreiben wird zur Stop-Motion-Angelegenheit. Vorher also Roaming-Datenvolumen zukaufen, oder sich eine deutsche SIM-Karte zuzulegen ist jedenfalls der Weg, um Schimpf-Tiraden und Handy-aus-Verzweiflung-auf-den-Boden-werfen zu vermeiden.

Sei flexibel in deiner Programmgestaltung

Manche Sessions werden abgesagt. In wieder andere Vorträge kommt man wegen des großen Andrangs einfach nicht hinein. In diesen Fällen gilt: Nicht ärgern, es mit Sportsgeist nehmen und einfach in eine andere Session gehen und sich überraschen lassen. Oder geh in den Hof (siehe nächster Tipp). Die re:publica ist mehr wie ein Festival. Man möchte gerne alle Bands sehen, und findet am Ende auf der kleinen Bühne, wo wenig Leute sind ,vielleicht seine neue Lieblingsband.

Lerne den Hof lieben

Ja wir kommen wegen der Sessions und der spannenden SpeakerInnen, die wir immer schon mal hören wollten. Aber wir bleiben (und kommen wieder) wegen der Menschen, die wir kennen(lernen). Der Hof der re:publica ist der Pausenhof der Online-Community. Dort findet das Vernetzen statt, dort lachen wir uns dort passieren die Geschichten, die wir auch in 10 Jahren noch erzählen werden.

Mache einen Sesselkreis und lasse einen (oder mehrere) Sessel frei

„Ist dieser Stuhl frei“, das hört man auf der re:publica ganz oft. Die ÖsterreicherInnen sind immer noch nicht über „Stuhl“ hinweg, und kichern dann jedesmal (Übrigens: Bester Gesprächseinstieg!). Aber: der Sesselkreis im Hof kann wirklich viel. Lass dir also den freien Sessel nicht wegnehmen, sondern lade die Person ein, sich dazu zusetzen. So lernt man schnell(er) neue Leute kennen und außerdem macht so ein „Stuhlkreis“ zu mehrt einfach viel mehr Spaß!

Nimm dir ein AkkuPack und/oder ein Ladegerät mit

Ein langer Konferenztag zehrt am Akku. Steckdosen gibt es zwar (zur Genüge). Dennoch lohnt es sich bei rund 8.000 BesucherInnen auch noch ein extra Akku Pack dabei zu haben. So geht wirklich nie der Saft aus und man kann Twittern bis die Finder wund sind.

Lass dich nich von den Namen der Sessions leiten

Ein Blick ins Programm und in die re:publica App lohnt sich allemal. Oft haben Sessions knackige Namen, doch in der Beschreibung verbirgt sich etwas anderes – ja, Marketing funktioniert auch hier. Recherchiere auch ein wenig über die SpeakerInnen – vielleicht willst du ja doch „genau DIE oder DEN“ hören und wärst allein über den Sessiontitel nicht auf die Person gekommen.

Kleide dich „zwiebelig“

Das Mai-Wetter in Berlin ist sehr aprilig. Deswegen lohnt es sich im Zwiebellook zu kommen, um bei Sonne nicht zu zergehen und beim kühlen Wind nicht zu erfrieren.

Nimm einen Rucksack mit

Als logische Konsequenz des vorhergehenden Tipps, zahlt es sich aus, einen Rucksack dabei zu haben. Dort kann man nicht nur Laptop, Wasserflasche und Ladegeräte verstauen, sondern auch die Jacke(n) derer man sich gelegentlich entledigen möchte. Außerdem stört der Rucksack weniger als eine Stoff- oder Umhängetasche und man hat die Hände frei zum Twittern.

Lerne die Lyrics zu „Bohemian Rhapsody

Die wohl beste und spaßigste Tradition der re:publica ist das gemeinsame Singen von Queens „Bohemian Rhapsody“. Es ist ein großartiges Gefühl. Deswegen: In der Playlist von 2016 schauen und mitgrölen. Oder das Video aus 2015 anschauen.

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