Hallo, innovatives Potentialfeld!

Vor „einem“ Jahr haben wir  das Forschungsprojekt Innovation Lens angekündigt – jetzt gibt es Neuigkeiten! datenwerk forscht in diesem Projekt gemeinsam mit Forschungs-, Beratungs- und Technologieunternehmen an einer neuer Methode zur Erkennung von Potentialfeldern zur Innovation. Wolfgang und ich waren die letzten beiden Tage beim Projektpartner Swarovski Gemstones in Wattens und haben intensiv gearbeitet. Aber nicht nur dort, sondern auch davor: Zeit für ein Statusupdate also.

Innovationspotential ausloten

Bevor sich ein Unternehmen mit Innovationsentwicklungen – sei es bei Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen – auseinandersetzt, kann mit dem Innovation Lens Sehtest online abgetestet werden: Wie hoch ist die Innovationswilligkeit eines Unternehmens? Gibt es Barrieren, die Innovation generell behindern?

Den kostenfreien Online-Test hat Salzburg Research in Kooperation mit Implicity und The Living Core entwickelt und programmiert. Hier könnt ihr das Innovationspotential eurer Firma erheben: http://www.innovationlens.eu/check/

Denkmuster erkennen

Hat sich ein Unternehmen dazu entschieden, sich innerhalb der Innovation Lens Methode mit innovativen Potentialfeldern auseinanderzusetzen, sollte das Unternehmen zuerst herausfinden, wie es selbst tickt – d.h. nach welchen Denkmustern bewusst und unbewusst gearbeitet wird.

Ein Beispiel für Denkmuster, das vermutlich viele kennen:

Ein Vater fährt mit seinem Sohn im Auto. Sie haben einen schweren Unfall, bei dem der Vater sofort stirbt. Der Sohn wird mit schweren Kopfverletzungen in ein Spezialklinik eingeflogen. Die Operation wird vorbereitet, alles ist fertig. Der Chef-Chirurg erscheint, wird plötzlich blass und sagt: „Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn!“. Wie kann das sein?

In den Köpfen derjenigen, die das Beispiel noch nicht kannten, war vermutlich das Denkmuster „Chef-Chirurg = männlich“, was durch die nicht geschlechtergerechte Schreibweise noch unterstützt wurde.

Der Fall des Kameraherstellers Leica ist ein bekanntes Beispiel für Denkmuster, die Innovationen verhindert haben. Zwar sah Leica den Trend der Digitalfotographie kommen, hat diesen aber gänzlich dem professionellen Bereich zugeordnet und daher weiterhin ausschließlich analoge Kompaktkameras produziert.

Im Rahmen des FFG-Forschungsprojekts Innovation Lens sind bereits die Denkmuster der beiden Testpartner Swarovski Gemstones und Greiner Packaging erhoben und diskutiert worden.

Denkmuster „reframen“

Im letzten Prozessschritt kommt nun datenwerk ins Spiel und reichert die Denkmuster um Erkenntnisse aus Trendanalysen an. Wir setzen dabei auf unser Social Media Monitoring Tool Opinion Tracker sowie ein eigens entwickeltes Tool, das diese Kombination aus Trendanalyse und Denkmuster auch visualisieren kann.

Wenn wir uns das Beispiel Leica ansehen, hätte eine Social Media Analyse des Trends „Digitalisierung“ – vermutlich entdeckt – wenn diese damals technisch schon möglich gewesen wäre. Die Analyse hätte gezeigt, dass HobbyfotografInnen auch gerne digital fotografieren. Damit hätte es Leica das Potentialfeld zur Entwicklung einer digitalen Kompaktkamera eröffnet. Im Fall von Leica hätte man das vermutlich auch durch andere Methoden, wie eine Umfrage oder eine Fokusgruppe herausgefunden. Doch selten sind die Denkmuster eines Unternehmen so monokausal nachvollziehbar wie bei Leica, sondern bezüglich eines Trends weniger konkret. Damit einhergehend bleiben Trendanalysen auch breiter und umfassender. Und dazu braucht es technologische Unterstützung.

Wer mehr Interesse an unserem Innovation Lens Tool oder der Methode hat, meldet sich bei mir für eine Sneak Preview.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.