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Ein Projekt läuft nicht rund? Es am Ende zu „obduzieren“ ist zwar wichtig aber oft zu spät. Lasst das Projekt doch sterben, noch bevor es gestartet hat! Was die „Präventiv-Obduktion“ bringt lest ihr hier.

Bild einer Ärztin bei einer Operation

Wie bitte? Das Ding killen, bevor es überhaupt gestartet hat?

Ganz genau. Aber eigentlich nicht wirklich. Die Präventiv-Obduktion funktioniert nämlich so:

Noch in der Phase der Projektentwicklung, bzw. vor dem tatsächlichen Kick-Off, versammelt sich das Team und simuliert das Scheitern des Projekts. Das heißt: Wir überlegen uns mögliche Szenarien, Gründe und Risiken warum das Projekt den sprichwötrtlichen Bach hinunter gehen könnte. Dabei arbeiten wir mit Fragen wie:

  • „Was wird schiefgehen?“
  • „Wie endet das ganze in einer Kathastrophe?“

Warum machen wir das vorab?

Wir machen die Präventiv-Obduktion, um uns möglicher Risiken bewusster zu werden. Bei dieser Methode geht es weniger darum, sich auf Hard Facts zu verlassen, sondern auch mal seiner Intuiton freien Lauf zu lassen. „Wobei habe ich ein schlechtes Gefühl?“, „Welche Eventualität haben wir noch nicht in Betracht gezogen?“, usw.

Gerade zu Beginn eines Projekts ist man sehr enthusiastisch und will am liebsten so schnell wie möglich loslegen. Dabei vergisst man möglicherweise aber das ein oder andere Detail. Die Präventiv-Obduktion hilft, diese blinden Flecken sichtbarer zu machen und Hindernisse – noch bevor sie entstehen – aus dem Wege zu räumen.

Wer macht mit?

Dieser Punkt ist ganz besonders wichtig! Bei der Präventiv-Obduktion sollen nach Möglichkeit alle Projektbeteiligten mitobduzieren. Also nicht nur KonzeptionistInnen, sondern wirklich alle, die mit dem Projekt etwas zu tun haben (werden): UmsetzerInnen, GrafikerInnen, BeraterInnen… das gesamte Team! Das weitet den Blickwinkel und bezieht die Erfahrungen aller Beiteiligen mit ein.

Also: Tob euch aus! Seid Quincy, Dr. G., Dr. Megan Hunt und geht den Projektrisiken an den Kragen!

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