menschliche Dummheit und künstliche Intelligenz – eine Liebesbeziehung nimmt ihren Lauf

 

 

Ich hatte, u.a. dank Facebook, die Möglichkeit am Big Data Marketing Day teilzunehmen. Aus dieser ganztägigen Konferenz rund um das Thema Digitalisierung und künstliche Intelligenz konnte ich viele neue Denkanstöße mitnehmen, einiges vertiefen aber auch Erfahrungen und Ideen austauschen.

Der Vormittag war sehr fesselnd, gleichzeitig aber auch ernüchternd: Denn langfristig gesehen, haben wir überhaupt keine Wahl, ob wir in den Bereich „Big Data“ einsteigen wollen. Es wird passieren und wir werden alle Teil davon sein. Daten und deren Verarbeitung für alltägliche Zwecke werden zu einem fixen Bestandteil unserer täglichen Routine – im Alltag wie auch in der Freizeit werden.  Wie hat es Abronsius in Tanz der Vampire so schön formuliert: „Der Fortschritt ist unaufhaltsam. Die Welt ist nicht mehr, was sie war.“  

Viele fragen sich vielleicht „Warum passiert das genau jetzt?“,  „Wo wird das alles noch hinführen?“, „Brauchen wir das alles überhaupt?“

All diese Fragen und Diskussionen rund um das Thema Datenverarbeitung, Sicherheit der persönlichen Daten und Grenzen der künstlichen Intelligenz sind berechtig und wichtig. In vielen Bereichen des beruflichen Alltags ist die Digitalisierung durchaus ein gewisser Luxus, ein Vorsprung der durch das dafür notwendige Budget erreicht werden kann. Viele Prozesse – gerade im Bereich der Kundenbindung – werden digitalisiert und durch laufende Anpassungen effizienter gestaltet und professionalisiert.

Der Digitalisierungsprozess ist ein ständiges geben und nehmen, ein Austausch untereinander. Denn um voneinander lernen zu können ist – trotz aller Technik – das um und auf noch immer die Kommunikation miteinander. Egal ob man tippt, telefoniert oder „face-to-face“ Gespräche führt. Menschen wollen verstehen und verstanden werden. Das gilt für die alltäglichen technischen Begleiter genauso wie für Mitmenschen und/oder Unternehmen. Das darf man als Unternehmen bzw. Werbetreibender nie vergessen. KundInnen bestimmen, wie künftige Produkte aussehen. KundInnen, ihre Wünsche und ihre Bedürfnisse sind es, mit denen man sich auseinandersetzen sollte.

„Setzen Sie sich mit Ihre Zielgruppe auseinander, reden Sie mir ihr, verstehen Sie diese Personen.“

Was wichtig ist, ist aufrichtiges Kommunizieren auf Augenhöhe. Um das bestmöglich im Alltag umzusetzen, arbeiten viele – auch wir im datenewrk – mit Personas.

Das Menschliche darf trotz der Technik im Alltag nicht untergehen. Wichtig ist daher, in allen Branchen, ein ausgewogenes Verhältnis von Daten zu Menschen und was damit passiert. Technologien und wir „people“ – egal ob privat oder business – lernen voneinander und folgen dabei einer sehr simplen Regel: „If this than that“. 

Es liegt an unserer persönlichen Interpretation – egal ob von Datensätzen oder Lebensereignissen, von diesen für unsere nächsten Schritte zu lernen. Denn all die Siris und zahlreichen Bots da draußen sind keine komplett durch-programmierte Software, sie werden von uns trainiert! Sie sind somit ein Teil von uns. Wenn man diesen Ansatz bewusst lebt, so ist der Digitalisierungsprozess Teil eines menschlichen Entwicklungsprozesses. Ein Teil von uns allen.

Wie kann ich mit meinem Unternehmen erfolgreich am Digitalisierungsprozess teilnehmen?

Hier ein paar Checklisten für den Alltag:

  1. Kennenlernen: Personas definieren, sich mit der Community/der Zielgruppe beschäftigen und auf Augenhöhe auseinandersetzen.
  2. Produkt-Roadmap, Customer Journey, Ad-Storyboard: einfach machen, sich die Sachen alle bis ins Details ansehen, ohne Angst, es einfach tun. Es ist völlig OK ein Sujet für Katzenliebhaber und eines für Hundeliebhaber zu haben. Ihre Zielgruppe wird Sie für diese Verspieltheit lieben. <3
  3. Testen: A/B Testings: was geht gut/was nicht, wo kann ich schrauben? Manchmal hilft es, mit Formulierungen oder Farben zu spielen. Manchmal ist es notwendig neue Kanäle/Plattformen zu probieren und den bekannten Pfad zu verlassen.
  4. Stolpern, Krone richten, weitermachen: Durch Fehler lernen wir am besten und am schnellsten. Wenn Fehler passieren, so müssen diese analysiert werden – es hilft auch, diese im Team zu besprechen. So können für künftige Situationen leichter Ableitungen definiert werden. Alles ist dynamisch und entwickelt sich laufend weiter. Nichts kann auf Anhieb perfekt sein. Streuverluste wird es immer geben, die Frage ist nur, wo diese am minimalsten sind.

sum­ma sum­ma­rum

Was bleibt uns allen von dieser Konferenz? Ein sehr durchwachsener Eindruck. Viele Umsetzungsbeispiele, einige neue Methoden der Personalisierung und ein hartes Sitzfleisch. Aber vor allem: viele Denkanstöße – privat wie auch beruflich. Denn es betrifft uns alle, wie wir den Digitalisierungs-Prozess künftig individuell mitgestalten.

 

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