Was weiß Twitter über dich? Die Datenkrake Twitter API verrät viel.

Mit der Nutzung von Twitter stimmst du zu, dass Twitter personenbezogene Daten nicht nur über den Browser sondern auch über die API zur Verfügung stellt. Wir werfen einen Blick darauf, welche Infos Twitter über die Twitter API verrät.

Einfacher Zugriff auf Daten – ohne Programmierkenntnisse

Twitter stellt mit seinen APIs Schnittstellen zur Verfügung, in denen verschiedene Dinge abgefragt werden können. Zum Beispiel:

  • genaue Infos zu UserInnen
  • alle Tweets eines/r UserIn aus der letzten Woche
  • alle aktuellen Tweets von einem bestimmten User bzw. einer bestimmten Userin
  • wie oft ein bestimmter Tweet geteilt oder gefavt wurde

Für diese Abfrage braucht es nicht wirklich Programmierkenntnisse. Es gibt Packages, die eine fertige Zugriffsimplementierung für Python oder R anbieten. Wir arbeiten z.B. mit dem Package rtweet im Programm RStudio. Beides ist Open-Source und gut dokumentiert. Wer also nicht vor ein paar einfachen Zeilen Code zurückschreckt, kann mit wenigen Klicks viel herausfinden.

Unheimlich: so viel erfährt man über die Twitter API

so schaut der Code für die Abfrage an die Twitter API mit RStudio ausWenn wir in der Twitter API nach Wolfgangs Twitter-Namen internetmicki suchen, erfahren wir z.B. folgendes über ihn:

  • Er hat 1269 Follower und folgt 1961 UserInnen.
  • Er hat sein Profil am 2. Februar 2010 um 11:52 angelegt.
  • Er hat 3382 Statusmeldungen geschrieben.
  • Die Hintergrundfarbe seine Profils hat den HEX-Wert EBEBEB. Die Links in seinem Profil zeigt er in der Farbe mit dem HEX-Wert 990000 an.
  • Außerdem bekommen wir die Links zu seinem Profilfoto, Hintergrundbild und Bannerfoto.

Natürlich kann man all diese Informationen auch mit Herumklicken auf der Website herausfinden. Über die Twitter API geht’s aber deutlich schneller – v.a. wenn wir noch einen Zahn zulegen.

Auch Infos von Follower sind leicht zu bekommen

Mit einer einzigen Abfrage können wir nämlich all diese Informationen über alle seine Follower oder alle seine Friends holen. Ein handliche Tabelle in RStudio oder ein csv-Export daraus erlauben eine Vielzahl an Analysen. So wissen wir z.B. durch wenige Klicks von den 1291 Accounts, denen Wolfgang folgt, dass:

so schaut der Code für die Abfrage an die Twitter API mit RStudio aus

  • 47 Accounts ebenfalls Dunkelrot mit dem HEX-Wert 990000 als Linkfarbe nutzen.
  • die 1961 UserInnen im Mittelwert 253715 Follower haben, der Median bei den Followern aber nur bei 1819 liegt.
  • 68% der 1961 Twitter auf Deutsch nutzen und ein Account Twitter auf Schwedisch nutzt.

Was kann man mit den Twitter API-Daten machen?

Die oben genannten Zahlen sind natürlich Spielereien und bringen im Daily-Business wenig Erkenntnisgewinn für Analysen. Die Einsatzmöglichkeiten für die Twitter-Daten sind vielfältig und hängen von der Art der Fragestellung ab. Im datenwerk machen wir z.B. folgendes damit:

  • Die Texte der Tweets mit Natural Language Processing anreichern und im Opinion Tracker zur Analyse zur Verfügung stellen.
  • Netzwerkanalysen rechnen: z.B. Wie viele der 1296 Follower von internetmicki folgen ihm eigentlich auch? Und folgen sich die 1296 auch gegenseitig?
  • Die erfolgreichsten Tweets gemessen an Shares und Favs für einen bestimmten Account erfassen.

Und das sind nur einige wenige der Einsatzmöglichkeiten, wo die Datenkrake Twitter API uns weiterhilft.

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