So findet dich Alexa – 4 Tipps zur Suchoptimierung mit Sprachsoftware

Die Anzahl an NutzerInnen von Sprachsoftware wie Siri, Alexa, Cortana und OK Google steigt kontinuierlich. Und es werden wahrscheinlich noch mehr werden – neue Produkte, die Software und Lautsprecher vereinen, boomen sicherlich im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft.

Um mit Sprachsoftware im Internet zu suchen und vor allem auch gefunden zu werden, gilt es einiges zu beachten. Ich habe vier Tipps mitgebracht, die ich letzte Woche von Karl Kratz bei seinem Vortrag auf der SEOkomm (Konferenz für Suchmaschinenoptimierung in Salzburg) mitgenommen habe:

Tipp 1: Alexa, Siri und Co. sind kleine Plaudertaschen

Sprachsoftware reagiert nicht nur auf die Stimme des/der BesitzerIn. Das ist Fluch und Segen gleichzeitig. Einerseits wäre es mühsam, wenn nur eine Person zuhause mit Alexa das Licht oder die Musik ein- und ausschalten könnte. Andererseits heißt das natürlich auch, dass Alexa, Siri, Cortana und OK Google nicht zwischen Personen unterscheiden.

Als Beispiel: Ich kann Alexa fragen, was ich als letztes bestellt habe – und erfahre vielleicht, was eine andere Person für mich zu Weihnachten bestellt hat. Oder noch schlimmer: Siri plaudert meine Termine von gestern aus, wenn sie wer anderer danach fragt.

Tipp 2: Bing und Yelp sind deine neuen Freunde

Bei der Suchmaschinenoptimierung wurde bisher immer großer Wert auf Google gelegt, weil Google bei Suchenanfragen mit der Tastatur Marktführer ist.

Bei der Suche mit Sprachsoftware sieht das anders aus:

  • OK Google nutzt die Google-Suche und für regionale Ergebnisse Google My Business.
  • Siri benutzt neben der Google-Suche auch Bing, Microsofts Suchmaschine. Für regionale Suchen benutzt Siri unter anderem Yelp, booking.com und TripAdvisor.
  • Microsofts Sprachsoftware Cortana benutzt natürlich Bing. Für regionale Suchen setzt sie ebenfalls auf Yelp.
  • Alexa verhält sich genauso wie Cortana und setzt auf Bing und Yelp.

Für Unternehmen gilt: Wer sich also nur um Google My Business kümmert und auf Yelp verzichtet, wird von Alexa und Cortana nicht gefunden. Das ist besonders für Unternehmen wichtig!

Tipp 3: Sei ErsteR oder sei niemand

Karl Kratz demonstrierte letzte Woche eindrucksvoll, dass sich Sprachsoftware nur für die ersten Plätze im Ranking interessiert. So versuchte er bei der SEO-Konferenz SEOkomm mit Alexa eine Kaffeetasse zu bestellen. Alexa las ihm das Top-Ergebnis vor und fragte, ob sie das kaufen solle. Als er verneinte, las sie das zweitrelevanteste Ergebnis vor. Als er auch hier die Bestellung verneinte, meinte Alexa, dass es keine weiteren Ergebnisse für Kaffeetassen gäbe.

Für Unternehmen gilt also: nur wer es unter die ersten Plätze schafft, hat eine Chance bei der Sprachsuche gefunden zu werden. Das gilt nicht nur für die Top-Ergebnisse bei Amazon, sondern auch bei den besten Ergebnissen auf Yelp und anderen Bewertungsplattformen.

Tipp 4: Nicht alles lässt sich per Sprache suchen

Wer eine neue Marke oder ein neues Produkt einführt, sollte dabei auch die Aussprache mitbedenken. Gibt es Worte, die ähnlich klingen und bei schlampiger Aussprache zu Problemen führen können? Was passiert bei der Sprachsuche, wenn in einer anderen Sprache gesucht wird – also wenn z.B. eine englischsprachige Person eine englischsprachige Siri nach „datenwerk“ fragt?

Was der Vortrag von Karl Kratz bei der SEOkomm auch gezeigt hat: nicht alles lässt sich per Sprachsuche bestellen. So hat es nicht geklappt, vormittags mit Alexa bei Amazon Sextoys zu bestellen. Ob es sich dabei vielleicht um Jugendschutz handelt, ließ sein Vortrag offen. Für Unternehmen heißt das aber auch, dass Produktnamen, in denen z.B. der Begriff „Vibrator“ vorkommt, bei Alexa nicht gefunden werden.

Jetzt geht’s ans Probieren: wer keine Alexa zuhause hat und sie trotzdem testen will, kann das unter echosim.io. Und falls ihr Hilfe beim Anlegen eurer Geschäftseinträge bei Yelp, bingplaces oder Google My Business braucht, schreibt uns an office@datenwerk.at.

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