SEO Trends 2018: Mobile wird wichtiger

Die mobile Nutzung von Webseiten und Services wird für SEO noch wichtiger werden. Wir stellen hier drei wichtige Trends in diesem Zusammenhang vor: Mobile First Index, Accelerated Mobile Pages (AMP) und Progressive Web Apps (PWA).

Aber: nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Auch als Google 2016 den Mobile First Index ankündigte, war die Erwartung einer SEO-Revolution groß. Mittlerweile sind die Monate ins Land gezogen, und Google hat einen konkreteren Plan angekündigt, der keinen radikalen Umbruch der bisherigen Suchmaschinenoptimierung erwarten lässt.

Die drei wichtigen Trends, die wir in diesem Zusammenhang vorstellen:

  1. Mobile First Index
  2. AMP – Accelerated Mobile Pages
  3. PWA- Progressive Web Apps

Mobile First Index

Mit dem Mobile First Index rückt Google für die Suchmaschinenoptimierung das Smartphone mehr ins Zentrum. Das heißt, dass Google ab 2018 (genauer Termin steht noch nicht fest) Webseiten in ihrer mobilen Version in den Index aufnehmen wird. Die Desktop- oder Tablet-Version wird als Ergänzung geführt. Bisher war es genau umgekehrt. Das heißt auch, dass Inhalte, die in der mobilen Version nicht angesteuert werden können oder ausgeblendet sind, nicht mehr im primären Google Index zur Verfügung stehen werden.

Die große Angst für Webseiten-InhaberInnen bestand bei der ursprünglichen Ankündigung darin, dass Google Webseiten, deren mobile Optimierung zu wünschen übrig lässt, mit schlechteren Rankings abstraft. Dies soll laut Google im ersten Schritt nicht passieren. Eine Google-Suche, die vollständig auf dem Mobile First Index basiert, wird noch einige Jahre auf sich warten lassen.

Das sind die wichtigen Fragen, die du dir als Webseiten-InhaberIn stellen solltest:

  • Ist meine Webseite für Smartphones optimiert?
  • Sind alle relevanten Inhalte über das Smartphone ansteuerbar?
  • Für eigene Mobilversionen ohne Responsive Design: ist die xml-Sitemap für die Mobilversion in der Google Search Console hinterlegt?
  • Ist die Ladegeschwindigkeit laut Google PageSpeed Tools ok?

Accelerated Mobile Pages und Progressive Web Apps

Durch den Start des Mobile First Indexes werden auch zwei Technologien für mobile Umsetzungen relevanter. Sowohl Accelerated Mobile Pages (AMP) als auch Progressive Web Apps (PWA) sind als Technologien schon einige Zeit auf dem Markt. Beide setzen auf eine bessere User Experience am Smartphone. So funktionieren sie im Detail:

AMP – Accelerated Mobile Pages

AMPs erkennt man in der URL.

In den Suchergebnissen werden AMPs mit einem Blitz vor der URL dargestellt.

AMP ist eine Google-Initiative, die Nachrichtenartikel besonders rasch auch bei niedrigen Bandbreiten laden kann. Dazu wird nicht normales html, sondern eine eigene Auszeichnungssprache verwendet und die AMP-Seiten auf Google Servern zur schnelleren Indexierung gespeichert. Große Nachrichtenseiten setzen ebenso wie Twitter und Pinterest auf AMP-Elemente. Aber auch CMS-Systeme wie WordPress und Drupal unterstützen AMP.

Da AMP Seiten vom Google-AMP-Cache geladen werden, leidet die Reichweite der Content-ProduzentInnen auf ihren eigenen Webseiten. Die Kritik ließ also nicht lang auf sich warten.

Obwohl Google bereits Zugeständnisse gemacht hat – so wird beispielsweise im Suchergebnis die Original-URL angezeigt, was am Anfang nicht der Fall war -, hält der Konzern weiterhin darin fest. Das letzte Wort ist hier wohl noch nicht gesprochen.

Wer sich gern eine AMP anschauen will, erkennt sie in der mobilen Google-Suche durch ein Blitz-Symbol in der Suchergebnissen sowie oft auch in der URL mit google.at/amp.

PWA – Progressive Web Apps

PWA schließt die Lücke zwischen responsive optimierter Website und mobiler App. So funktioniert’s: Smartphone-UserInnen öffnen eine Progressive Web App durch das Aufrufens einer URL am Handy. Die Website kann dann zur Offline-Nutzung auf den Startbildschirm gelegt werden, dann sind z.B. auch Push-Benachrichtigungen möglich. Wer das gern mal ausprobieren will, braucht Firefox oder Chrome als mobilen Browser und öffnet z.B. https://pwa.rocks/. Unter diesem Link findet sich eine eigene PWA sowie eine Sammlung vieler weiterer Progressive Web Apps. Ein Hinweis, dass ihr die Website wie eine App am Startbildschirm hinzufügen könnt, kommt oft automatisch beim Laden. Sollte das nicht der Fall sein, versteckt sich oft ein entsprechendes Icon als kleines Plus im Menü. Auch ein Hinzufügen über das Browser-Menü ist möglich.

Der Hinweis für das Hinzufügen zum Startscreen wird entweder direkt angezeigt …

… oder muss über das Menü aufgerufen werden.

Technisch sind PWA noch im Aufbau. Sie basieren wie Webseiten auf HTML5 und CSS. Zusätzlich brauchen sie einen JavaScript-basierten Service Worker, der die oben genannten Funktionen übernimmt. Als Service Worker können eigenen Tools genutzt werden oder auch Frameworks wie AngularJS. Egal welche Umsetzung zu tragen kommt: Für den Mobile First Index ist zu beachten, dass eine korrekte Kennzeichnung als Progressive Web App vorliegt, damit die PWA-bedingte längere Ladezeit beim ersten Aufruf keine negativen Auswirkungen auf das Ranking hat. Das betonte auch Google-Mitarbeiter Johannes Müller bei der SEOKomm 2017 in Salzburg.

 

Auf den Geschmack gekommen? Du brauchst Hilfe bei der mobilen Suchoptimierungen oder willst dich mit AMP oder PWA versuchen? Die datenwerkerInnen helfen dir unter office@datenwerk.at weiter.

1 Antwort

  1. 16. März 2018

    […] Außerdem bietet die Website auch einen mobilen Paperbrowser an. Das ist in Zeiten von Googles Mobile First Index und steigenden mobilen Zugriffsraten ein guter Ansatz. Dann wird gleich so konzipiert, wie z.B. 60% […]

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