Stories erzählen mit Twitter-Moments: So geht’s

Welche Twitter-UserIn kennt das nicht? Eben hat man noch so spannend auf Twitter diskutiert – doch will man später einmal nachlesen, sind die gesuchten Tweets nur schwer aufzufinden und der Diskussionsverlauf kaum noch rekonstruierbar. Das ist der Moment für Twitter-Moments! Wir zeigen dir, wie du damit kuratierte Geschichten aus Tweets anlegen kannst.

Erzähle deine eigenen Tweet-Geschichten

Twitter-Moments ist ein plattformeigenes Tool, mit dem du eigene Tweets und die Tweets von anderen in einer selbstgewählten Chronologie zusammenzufassen, betiteln und dann als Gesamtpaket veröffentlichen kannst. Ein so erstellter Twitter-Moment hat seine eigene URL, kann damit selbst getwittert und im Übrigen sogar selbst gefaved werden.

Wichtiger sind aber die Effekte, die Twitter-Moments für das Community-Building haben können: Indem du Gespräche sichtbar machst, kannst du gute Verbindungen stärken.

Ähnliche Services hat es zuvor schon von anderen Anbietern gegeben, z.B. von Storify oder dem in Südostasien beliebten Chirpstory. Das Risiko solcher externer Anbieter: Sie stehen selbst in Konkurrenz zur Plattform, von der sie abhängig sind.

Wer erinnert sich noch an TwitPic? Sobald man über Twitter direkt Fotos posten konnte, war TwitPic obsolet. Auch Storify hat bereits angekündigt, sein Angebot am 16. Mai 2018 einzustellen. Wer seine Tweet-Geschichten also lieber gleich mit Twitter-Moments erzählt, reduziert damit das Risiko, diese über kurz oder lang wieder zu verlieren.

So kommst du zu deinem Twitter-Moment: Am Desktop

Aktuell können Moments nur unter twitter.com, d.h. am Desktop angelegt und veröffentlicht werden – weiter bearbeiten und z.B. weitere Tweets hinzufügen geht dann auch mobil in der App.

Am einfachsten beginnst du dabei mit dem Tweet, der ganz am Anfang des Moments stehen soll:

1. Gehe zu dem Tweet, mit dem du beginnen willst

An jedem Tweet findest du ein Kontextmenü, wenn du oben rechts am Tweet auf den grauen Pfeil klickst. Im Beispiel möchte ich einen Twitter-Moment zum Thema „Flamenco“ anlegen. Kollegin Julia Petschinka tanzt und lehrt Flamenco und hat immer schöne Empfehlungen zu diesem Thema. Mit folgendem Tweet möchte ich beginnen und klicke daher auf dessen Kontextmenü. Ganz unten finde ich dort die Option „Zu neuem Moment hinzufügen“. Das wähle ich jetzt aus:

Twitter Moments mit neuen Tweet beginnen

Übrigens: Wie du hier am Kontext-Menü auch sehen kannst, habe ich zuvor schon andere Moments angelegt – zuletzt einen mit dem Titel „Bitcoin Q & A“. Wenn du später also Tweets zu einem bereits angelegten Moment hinzufügen willst, geht das ebenfalls ganz einfach über das Kontextmenü – am Desktop oder in der App. Der Unterschied zu Desktop und App ist lediglich, dass dir auf dem kleineren mobilen Screen nicht auch gleich der letzte Moment mit angeboten wird.

2. Vergib Titel, Beschreibung und füge ein Cover-Bild hinzu

Mein Twitter-Moment wurde nun als Entwurf angelegt und enthält bislang nur den einen Tweet, mit dem ich begonnen habe. Um ihn abzuspeichern und später zu veröffentlichen, muss ich noch einen Titel und eine Beschreibung vergeben und ein Cover-Bilder hochladen. Fehlt eines dieser drei Elemente, kann ich den Moment abspeichern, aber noch nicht veröffentlichen.

  • Titel: Der Titel, mit dem du deinen Moment benennst, wird später auf deinem Profil angezeigt. Vergib hier einen sprechenden Namen von max. 70 Zeichen.
  • Beschreibung: Alle Arten von Kontextinformationen finden hier in max. 250 Zeichen Platz (also in weniger als einem Tweet).
  • Cover-Bild: Hier kannst du ein Bild hochladen und es für die quadratische Darstellung in der Übersicht und die hochkante Darstellung auf dem Smartphone optimieren. Achte darauf, dass du über die notwendigen Rechte verfügst, um das Bild zu verwenden. Plattformen wie pixabay bieten dir freies Bildmaterial, das nicht einmal eine Namensnennung erfordert.

3. Veröffentlichen – und drüber reden 🙂

Alles gefüllt? Dann kannst du deinen Moment jetzt veröffentlichen:

Twitter Moment veröffentlichen

Gleich als nächstes bietet Twitter dir an, über deinen Moment zu twittern – die URL ist schon  miteingebettet. Vor dem Abschicken kannst du den Tweet noch überarbeiten:

Über Twitter Moments twittern

Den wenn du etwas Gutes zusammengestellt hast, solltest du es teilen – altes Social-Media-Gesetz.

Twitter-Moments als Community-Tool

Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit, die du hast, um deiner Community mitzuteilen, dass du ihre Tweets schätzt. Denn diejenigen, deren Tweets du hinzugefügt hast, erhalten automatisch eine Benachrichtigung und können den veröffentlichten Moment von dort aus auch gleich aufrufen. So hat auch Julia gleich von meinem Moment erfahren – das ist ein Screenshot aus ihrer App:

Twitter Moment Mitteilung

Damit bieten sich spannende Möglichkeiten, Twitter-Moments zum Beispiel zur Begleitung eines Events einzusetzen:

  • Leg bereits zu Beginn der Veranstaltung einen Moment an. Veröffentliche ihn und füge im Verlauf des Tags weitere Tweets hinzu.
  • Jenseits von Hashtags hast du damit eine zusätzliche Möglichkeit, den Twitternden anzuzeigen, wer noch über diesen Event schreibt.
  • Die beiden großen Vorteile gegenüber Hashtags: Einen Twitter-Moment kann man beschreiben – bei Hashtag muss man oft zuerst rätseln, was sie wohl bedeuten. Außerdem entscheidet man selbst, welche Tweets man in einen Moment aufnimmt. Hashtag-Spamming ist somit nicht möglich.
  • Am Ende des Events hat man gleich die Twitter-Diskussion mitdokumentiert und kann die URL allen Teilnehmenden zukommen lassen.

Was du mit deinen Twitter-Moments noch tun kannst

Damit sind die Grundfunktionen geklärt. Probier einmal aus, wie dir Twitter-Moments gefallen! Auch nach dem Veröffentlichen kannst du weiter Tweets hinzufügen, am einfachsten per Kontextmenü des jeweiligen Tweets. Du kannst auch jederzeit Titel und Beschreibung verändern oder das Cover-Bild ändern.

Außerdem kannst du die Reihenfolge der Tweets verändern: Gehe dazu auf dein Profil (Desktop), klicke „Moments“, den zu bearbeitenden Moment und dann auf „Bearbeiten“: Mit Pfeil rauf, Pfeil runter kannst du die Position verändern. Auch hier kannst du einzelne Tweets löschen oder sogar den Moment als ganzen löschen.

Auch, wenn die sie derzeit nur am Desktop angelegt werden können:

Probiere Moments unbedingt mobil aus!

Denn dort entwickeln Moments erst ihren eigentlichen Reiz: Von Tweet zu Tweet kannst du dich durchswipen, den Moment als ganzen teilen oder ihn faven. Wie weit du dich schon durchgeswipet hast, siehst du unten an einem grauen Balken.

Um dich noch weiter neugierig zu machen, habe ich hier noch ein paar Screenshots meines „Bitcoin Q & A“-Moments zusammengefügt – weil es mein eigener Moment ist, wird mir zusätzlich die Bearbeitungsfunktion angezeigt. Diesen Moment könnt ihr übrigens hier gleich selbst nachlesen.

Twitter Moments Preview

Du möchtest noch mehr erfahren über Moments und vergleichbare Tools? Bei einer bestimmten Frage zum Einsatz von Twitter hättest du gerne Feedback? Dann hinterlass einen Kommentar oder melde dich gleich per Mail unter office@datenwerk.at!

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