re:publica 2018 – die Geschichte hinter dem Bällebad-Foto

der cheffe und ich im grünen bällebad

Dieses Jahr wurde ich, mittels eines internen geheimen Verfahrens*, auserkoren die re:publica in Berlin zu besuchen. Es waren drei Tage voller Inputs in Form von Vorträgen, Curry Wurst und hipster Cola.

Das diesjährige Motto: POP

POP… Nicht so meine Musikrichtung, dachte ich mir anfangs – aber warum eigentlich nicht? Es stellte sich bald heraus, dass POP für „power of the people“ stand. Mich als alte Politikliebhaberin und Demorechtnutzerin hatte man ab diesem Zeitpunkt schon für sich gewonnen. Nachdem ich also nun das Motto richtig verstanden hatte, war die nächste Aufgabe aus dem buntem, vor lauter spannender Workshops triefendem Programmheft mir jene raus zu picken, die mich am meisten interessierten. Und ja, ich geb es zu, auch jene auszuwählen wo man am meisten angeben konnte mit den Vortragenden. Man muss ja auch an seine FollowerInnen auf Instagram denken!

 

Das Programm: dichter

So kam es dazu, dass mir Ingrid Brodnig erzählte warum die Rechten so hipp sind im Netz, Sophie Passman erklärte wie man prägnante Texte für Social Media verfasst und, dass das nichts mit Schwangerschaft zu tun hat (the more you know, right?!), Elisabeth Wehling über den Rechtsruck in Deutschland referierte und wie ein Linksabbiegen vielleicht doch noch möglich wäre, Sabrina Zeplin über maßgeschneiderte Werbung redete und so ein Typ namens Jan Böhmermann auf einem riesen Flatscreen via Skype seinen Senf zu „Reconquista Internet“ abgab.

Das Programm war dicht – aber die BesucherInnen waren bei den Partys bestimmt dichter. Aber man brauchte beim abendlichen Trinkgelage gar kein schlechtes Gewissen haben – in unserer Branche nennt man das nämlich „networking“. Und WIE ich genotworkt habe!

Das Bällebad: grün

Am nächsten Tag brauchte ich dann erstmal Erholung von der letzten Nacht und fand mich plötzlich in einem Bällebad mit meinem Chef wider. Aber diese Geschichte kennt ihr ja als treue datenwerk Facebook-Fans 😉

re:publica Fazit: „Ich wär‘ so gern in der Social Media Branche tätig. Das ist soooo toll!!“

Mein Fazit: Drei Tage unter Gleichgesinnten, ohne schlechtem Gewissen, dass man ständig ins Handy starrt, sondern angestarrt wird, wenn man das nicht tut – was aber eigentlich nicht geht, weil die die dich anstarren sollten ja selber ins Handy starren… hm naja egal! Auf jeden Fall war es eine tolle Erfahrung. Ich ertappte mich bei den Vorträgen, die man hier hip und trendy „Pennals“ nannte, öfter dabei mir zu denken: „Ich wär‘ so gern in der Social Media Branche tätig. Das ist soooo toll!!“ Nach einem Schluck Hipster-Cola kam ich drauf, dass ich das ja glücklicherweise mache und mir keinen besseren Job vorstellen kann. Also danke dafür, re:publica!

*Ich fragte Wolfgang ob ich da hinfahren kann. Hehe, erwischt!

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