Instagram Growth Hacking – 7.000 Follower in 4 Monaten

Nachdem Facebook zum ersten Mal mit schlechten Quartalszahlen zu kämpfen hat ist eines klar: Instagram wird immer wichtiger. Auch Forbes attestiert dem Sozialen Netzwerk eine rosige Zukunft als die neue Heimat für Marken. Aber kann man heute überhaupt noch Follower bekommen? Wir haben es ausprobiert.

Instagram Growth Hacking 7000 Follower in 4 monaten

Instagram 2018 – beginnen wir bei Null

Hi! Ich bin Timo. Wie auf meinem datenwerk Profil zu lesen ist, bin ich neben der Social Media Arbeit auch leidenschaftlicher Musiker. Grund genug also, sich mein Bandprofil @oceansofficial auf Instagram zu schnappen und eine kleine Instagram-Feldstudie zu starten. Gestartet wurde am 1. Mai 2018 mit einem Follower Count von sage und schreibe 3 Followern und einem einzigen geposteten Foto. Wie viele Follower ich in 4 Monaten erreichen konnte erzähle ich dir hier.

Aller Anfang ist schwer

Auf Instagram ist häufiges Posten Pflicht. Der Aufwand muss aber auch schaffbar sein – was ist also realistisch? Im Rahmen der Strategie habe ich überlegt, wieviel Kapazitäten ich selbst habe, um zu posten.

Mein Ergebnis: Ein Posting pro Tag mit rund 10-20 Minuten Aufwand ist für meine Instagram Feldstudie durchaus machbar. Ach, noch ahnte ich ja nicht, was da alles auf mich zukommen würde.

Bei der Planung der Content Strategie muss man natürlich auch überlegen, woher die Bilder überhaupt kommen sollen. Bereits im Vorfeld habe ich eine große Sammlung an Fotos zusammengestellt, um nicht plötzlich nach zwei Wochen ohne Inhalte dazustehen. Wer hier möglichst weit in die Zukunft plant, hat die besten Karten!

Qualität statt und Quantität

Wer auf Instagram mit dem eigenen Content Erfolg haben will braucht Bilder & Videos in hoher Qualität – und zwar viele davon. Sehr, sehr viele.

Beim Kämpfen um die Aufmerksamkeit der UserInnen muss man auf mehrere Dinge achten: ständig präsent sein und gleichzeitig die Qualität so hoch halten wie nur irgendwie möglich.

Bei einem Posting pro Tag, sieben Postings pro Woche kommen wir auf 28-31 Bilder pro Monat. Schnell mal die Bildersammlung auffüllen!

Pro Tipp: Nicht alle Bilder müssen völlig unterschiedliche Szenen zeigen. Macht viele Fotos der gleichen Situation, zum Beispiel aus verschiedenen Perspektiven. Schon habt ihr eine Fotoreihe und euer Feed sieht zudem schön einheitlich aus.

Let the Growth Hacking begin

Nachdem ich für rund 14 Tage Bilder gepostet hatte, um in meinem Kanal eine illustre Anzahl an Postings vorweisen zu können, startete ich die Operation „Follower sammeln“. Einfach zusammengefasst bedeutet das: verbringe dein Leben auf Instagram. Täglich habe ich Instagram nach Profilen und Hashtags durchsucht, die zu meinen Inhalten passen. Als Band ist das natürlich recht leicht und heißt so viel wie: einfach die Profile anderer Bands im ähnlichen Genre aufsuchen und deren Follower abgrasen. Diesen bin ich gefolgt, habe deren Fotos geliked und so gut es geht kommentiert. Wichtig dabei sind sinnvolle Kommentare und echtes Interesse. Ein simples „Cool pic, bro 👍“ reicht längst nicht aus. Das könnte ja auch genauso gut ein Bot gewesen sein. Mein Tipp: Nehmt beim Kommentieren Bezug auf das Bild und die Person dahinter, nur so lässt sich langfristig eine Beziehung aufbauen. Mensch sein ist Trumpf! Kommentiert Bilder, die euch auch selbst ansprechen mit ehrlichen und ernst gemeinten Kommentaren!

Das habe ich täglich gemacht, um Follower zu bekommen

Step 1: Hashtags definieren & ähnliche Accounts finden

  1. Hashtags suchen, die mein Thema repräsentieren (in meinem Fall waren das #metal, #rock, etc.)
  2. Hashtags in die Instagram Suche eingeben und diejenigen # mit den meisten Posts auswählen.
  3. Aus den Suchergebnissen diejenigen Accounts mit vielen Followern heraussuchen, die die selbe Zielgruppe bedienen
  4. Den Followern der gefundenen Accounts mit dem Bandaccount @oceansofficial folgen

Step 2: Comment & Like the hell out of people

  1. Besuche täglich die Profile der Leute denen du jetzt folgst
  2. Kommentiere ihre 3 neuesten Fotos mit sinnvollen Kommentaren. (Nicht nur Emojis!)

Step 3: Comment & Like the hell out of hashtags

  1. Suche via der vorab definierten Hashtags nach Fotos
  2. Finde über die Fotos Accounts und kommentiere ihre 3 neuesten Fotos mit sinnvollen Kommentaren. (Nicht nur Emojis)

Social Media ist Arbeit. Surprise!

Klingt alles nach viel Arbeit? Ja, das ist es auch und es funktioniert. Die Follower kamen und kamen – und mit ihnen noch mehr Arbeit.

Um mit meinen neu gewonnen Followern auch eine Instagram Profil von @oceansofficialentsprechende Aussenwirkung zu erzielen (social proof!) muss man die Balance zwischen Personen, denen man folgt und Personen, die einem folgen möglichst unausgeglichen halten. Es wirkt einfach besser, wenn die Follower-Zahl viel höher ist als die Zahl der Personen, denen man selbst folgt.

Damit kam eine weitere tägliche Aufgabe hinzu:

Step 4: Personen wieder ent-folgen.

Eine langwierige und vor allem langweilige Sache.

Kann man das nicht automatisieren?

Ich mag Effizienz. Lässt sich das alles nicht automatisieren? Ja, tatsächlich gibt es Apps mit denen man so etwas tun kann. „Captivate“ ist eine davon. Sie ist mit ein paar Einschränkungen sogar kostenlos. Allerdings verstoßen solche Programme gegen die Instagram-Richtlinien und man wird schnell kurzfristig gesperrt und läuft letztlich Gefahr seinen Account komplett zu verlieren. Ein zu großes Risiko, wenn du mich fragst.

Fazit: Es zahlt sich aus. Oder?

Also habe ich fleißig weiter gemacht. Habe ich schon erwähnt, dass es natürlich auch Arbeit bedeutet den ganzen Content herzustellen? Das tut es! Und dann sind da ja auch noch Stories! Seufz! Fakt ist: ohne Stories geht 2018 nichts mehr. Am besten mehrmals täglich welche posten und hin und wieder eine Runde live-streamen als Sahnehäubchen oben drauf. IGTV, den noch frischen Instagram-Youtube-Klon, habe ich außerdem auch noch bedient. Und ja, auch das trägt zur Sichtbarkeit bei!

Das alles bedeutet letztendlich für einen gut gepflegten Instagram-Account ca. 1-2 Stunden Arbeit pro Tag. Ist es das wert?

Die Zahlen geben mir recht. 6.709 Follower zählt der Bandaccount @oceansofficial am 24. August 2018. Und in der Zeit (ca. 30 Sekunden) die vergangen ist, um den Screenshot vom Profil zu machen und in diesen Blog Artikel einzubinden, sind vier weitere Follower hinzu gekommen. In Summe ergibt das rund 55 neue Follower pro Tag oder rund 25 Follower pro eingesetzter Arbeitsstunde.

Diesmal frage ich dich: Ist es das wert?

Du siehst: Gute Social Media Auftritte bedeuten kontinuierlich Arbeit! Wir sind hier SpezialistInnen, entwickeln mit dir deine Strategie oder helfen dir bei deinem Content. Melde dich bei uns unter office@datenwerk.at

1 Antwort

  1. 4. September 2018

    […] Timo beschreibt im datenwerk-Blog die Strategie, was er dafür jeden Tag gemacht hat und wieviel Zeit das kostet: Instagram Growth Hacking: 7.000 Follower in 4 Monaten […]

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