Lass uns spielen! Warum Gamification den Markt erobert

Wer sich bei PayPal registriert oder einen Eintrag in Google Maps erstellt, erhält einen grünen wachsenden Fortschrittsbalken für jedes ausgefüllte Feld. Das sind schon die erste Vorboten von Gamification und im Onboarding-Prozess sehr beliebt. Der spielerische Zugang zur Nutzung einer App, Software oder Website ist v.a. in dieser Anfangsphase gängig, aber die Gamification-Elemente werden immer häufiger und begleiten uns im gesamten Interaktionsprozess – nicht zu unrecht, wie sich zeigt!

Headerbild Gamification

Durch Spielen lernen

Dass Kinder durch das Spiel lernen, ist keine neue Erkenntnis. Auch bei Erwachsenen ist das ähnlich. So motiviert der Einsatz von Gamification, hält sie bei der Stange und verbessert ihre Erinnerungsfähigkeit. Laufende Bestätigungen z.B. durch erreichte Levels, Punkte oder Hakerln geben UserInnen ein Gratifikationsgefühl und den Wunsch nach mehr. Dabei gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Gamification-Elementen.

Vielfältige Gamification

Unter Gamification werden eine Vielzahl von Ansätzen subsummiert, die UserInnen durch spielerische Elemente motivieren und einbinden. Folgende Varianten kommen besonders häufig vor:

Verorten und sammelnScreenshot aus der Lena AppScreenshot aus der App vom Linz Tourismus

Ortsbasierte Dienste wie GPS kennen viele schon aus Spielen wie Pokemon Go und Ingress, um Fantasiewesen und Portale zu sammeln. Aber auch z.B. das Marketing der Stadt Linz nutzt für die App „Visit Linz“ genau diese Technologie. Das Spielfeld ist der Stadtplan der Stadt Linz. Und wer z.B. beim Lentos Kunstmuseum mit geöffneter App und aktivierten GPS-Signal vorbeikommt, kassiert dafür Punkte. Neben dem Spiel finden sich in der App auch Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungsankündigungen. Das Spiel macht das Ganze interaktiver und motiviert dazu, öfters einmal die App zu öffnen.

Aber auch in Niederösterreich kann mittels App gesammelt werden: LENA zeigt Ausflugsziele für Familien in Niederösterreich. Der Fokus liegt auf Kindern, die sich beim Spazierengehen auf die Suche nach Elementen machen müssen, um sie mit der App zu fotografieren und mit Sammelkarten belohnt zu werden.

Sammeln und umtauschenScreenshot aus der App von vol.at zum Eintauschen

Als Gamification-Element sehr beliebt, ist auch der Umtausch von gesammelten Punkte in haptische Dinge. datenwerk hat so etwas für einen Kunden umgesetzt und bei einer Schulung von einem User als Feedback gekriegt:

I hob gor net gwusst, dass i do wos eitauschn kaun. Dass des wieda vafällt, hot ma a kana gsogt. Ihr schuldet’s ma do scho einiges, gö?

Umtauschen kann man nicht nur in der von datenwerk entwickelten Software, sondern auch in Linz und im Ländle. UserInnen sammeln ihre Punkte in der App von vol.at durch das Lesen und Kommentieren von Artikeln und können diese gegen Tickets, Abos und kleine Goodies einlösen.

Lernen und belohnen

Vor allem Software, die zum Lernen konzipiert ist, setzt auf spielerische Elemente. Das kann laufendes Lob bei jeder erfüllten Aufgabe sein oder auch das Sammeln von Punkten oder Badges. Das Online-Portal Codecademy, wo UserInnen CSS, Python, Data Science, uvm. lernen können, setzt dabei beispielsweise auf viel Lob und Badges. Aber auch bei Stellenausschreibungen kann mit Gamification ein Erfolg erzielt werden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Project Architeuthis der US Navy.

Vergleichen und battlen

Die bisherigen Varianten von spielerischen Zugängen fokussieren alle die Interaktion zwischen einem User/einer Userin und der Software. Die Interaktion von UserInnen untereinander ist aber ein weiteres wichtiges Element von Gamification. Das kann ganz unmittelbar im Wettstreit von Teams passieren wie bei Ingress oder Österreich radelt. Eine andere Variante sind Ranglisten, die zeigen, wer besonders erfolgreich ist. Sie sollen motivieren, weiterzumachen – egal, ob bei einer der vielen Sport- und Abnehm-Apps, beim Involvement von AktivistInnen eines datenwerk Kunden oder beim Sightseeing in Linz.

Erfolgreiche Gamification

Ist Gamification nur eine nette Spielerei oder lohnt sich das Investment auch? Eine Vielzahl an Studien zeigt steigende UserInnen-Zahlen, längere Verweildauern, bessere Lernerfolge und mehr Umsatz. Kein Wunder, dass Gamification durch solche Fallstudien in aller Munde ist. Wenn auch du nicht nur darüber reden, sondern Gamification selbst einsetzen willst, lass dich von den ExpertInnen bei datenwerk beraten.

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Petra Permesser

Petra Permesser

Petra weiß, was das Netz spricht. Die Kommunikationswissenschafterin und angehende Soziologin kümmert sich im datenwerk um alles, was mit Daten zu tun hat: Suchmaschinenoptimierung, Algorithmen, Ads und das Social Media Monitoring Tool "Opinion Tracker" sind Petras Metier. Außerdem tüftelt sie häufig an Story Maps und weiß, wie komplexe Software-Projekte mittels User Stories strukturiert werden können.

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