5 Wege für Unternehmen, um von Facebook Gruppen zu profitieren

Als Facebook-UserIn kennst du das sicher, wenn in Facebook-Gruppen immer wieder Werbung eines Unternehmens auftaucht. Was UserInnen bei zu hoher Postingfrequenz nerven kann, ist aber eine brauchbare Marketing-Strategie. Wir zeigen dir fünf Wege, wie Unternehmen von Facebook-Gruppen profitieren können.

Warum überhaupt Facebook Gruppen?

Organic Reach of Facebook Pages is Dead.

behaupten zahlreiche Online-Plattformen wie Social Report, Quora und SocialMedia Examiner. Das ist stark überspitzt formuliert, stimmt aber in der Grundtendenz. Die organische Reichweite von Posts auf Facebook-Seiten liegt deutlich unter der Anzahl der Fans und sinkt laufend. Facebook bespielt die Timelines natürlich lieber mit Werbeanzeigen, an denen sie mehr verdienen. So suchen immer mehr Seiten-BetreiberInnen neue Wege, UserInnen auf Facebook zu erreichen, ohne dafür zu zahlen.

5 Tipps für Unternehmen in Facebook Gruppen

1. Postings mit Mehrwert

Den Inhalt von der eigenen Facebook-Seite auch in Facebook-Gruppen zu teilen, ist technisch einfach. Und genau das wird auch vielfach empfohlen, um die Reichweite von Postings zu steigern. Inhaltlich braucht es hier aber durchaus Fingerspitzengefühl: Das Posting in einer Facebook-Gruppe sollte Mehrwert für die Gruppen-Mitglieder bieten und den Gruppenzweck treffen.

Außerdem ist es wichtig, nicht zu übertreiben: Wer jedes Seiten-Posting auch in einer Facebook-Gruppe teilt, erzielt damit oft den gegenteiligen Effekt. Die Mitglieder können genervt sein und eine Ablehnung gegenüber dem Unternehmen entwickeln (Wear-out-Effekt).

2. Special-Interest-Gruppen bilden

Statt nur in anderen Facebook-Gruppen Inhalte zu verbreiten, ist ein weiterer Weg, eigene Gruppen zu gründen. In diesen Gruppen können z.B. Special-Interest-Themen bedient werden. Die AMA betreibt z.B. eine Facebook-Gruppe für Käse-Profis – also für VerkaufsmitarbeiterInnen an Käsetheken und alle anderen Käse-ExpertInnen. So können sie sich untereinander austauschen und erhalten exklusiven Content zur Verfügung gestellt.

3. KundInnen-Bindung durch Exklusivität

Apropos, exklusiver Content – das ist ein anderer Grund, eigene Facebook-Gruppen zu gründen. In einer privaten oder versteckten Gruppen können besonders engagierte KundInnen miteinander verbunden werden. Das können jene sein, die dem Unternehmen schon lange treu sind oder sich auf der Facebook-Seite besonders aktiv zeigen – also die Top Fans – oder einfach jene, die sich über den Newsletter dafür interessieren.

Um jene KundInnen auch weiterhin ans Unternehmen zu binden, braucht diese Gruppe auch den Charakter der Exklusivität. Sie sollte also nicht exponentiell schnell wachsen. Die Inhalte sollten nicht nur Mehrwert, sondern konkrete Vorteile bieten, z.B. Gewinnspiele oder Rabatte.

4. Das Wir-Gefühl stärken

Facebook-Gruppen können auch das Teamgefühl stärken. Bei großen oder international tätigen Unternehmen kennen sich die einzelnen MitarbeiterInnen meist nicht persönlich. Ein Ort, wo sie sich untereinander austauschen oder Fotos teilen können, kann eine Facebook-Gruppe sein. Der große Vorteil gegenüber Intranet-Anwendungen ist, dass viele sowieso regelmäßig auf Facebook und dort gut erreichbar sind.

Der Zweck solcher Facebook-Gruppen kann ganz unterschiedlich sein. Sie sollten aber dem informellen Austausch dienen. Offizielle Verlautbarungen haben dort wenig zu suchen.

5. Mit MarkenbotschafterInnen kommunizieren

Treue KundInnen erzählen gern positiv über das Unternehmen, aber auch MitarbeiterInnen tun das häufig. Als MarkenbotschafterInnen können sie das positive Bild der Marke stärken. Um sie mit Informationen oder Shareables zu unterstützen, eignet sich eine eigene Facebook-Gruppe ebenfalls.

Auch in Kampagnenzeiten oder für Unternehmen mit föderalen Strukturen ist eine Facebook-Gruppe gut geeignet, um Inhalte zur Weiterverbreitung zur Verfügung zu stellen. So unterstützt das datenwerk die Apothekerkammer und die österreichischen ApothekerInnen u.a. mit einer Facebook-Gruppe dabei, ihre Geschichten zu erzählen.

 

Wenn du nun loslegst mit dem Einrichten einer neuer Facebook-Gruppe, tauchen vielleicht Fragen auf wie: Welche Sichtbarkeitseinstellung soll ich wählen? Wie kommen ich am besten zu neuen Mitgliedern? Wie oft soll ich in der Gruppe was posten? Unsere ExpertInnen helfen unter office@datenwerk.at weiter.

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Petra Permesser

Petra Permesser

Petra weiß, was das Netz spricht. Die Kommunikationswissenschafterin und angehende Soziologin kümmert sich im datenwerk um alles, was mit Daten zu tun hat: Suchmaschinenoptimierung, Algorithmen, Ads und das Social Media Monitoring Tool "Opinion Tracker" sind Petras Metier. Außerdem tüftelt sie häufig an Story Maps und weiß, wie komplexe Software-Projekte mittels User Stories strukturiert werden können.

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