Kommunikation,

Pinterest für Unternehmen – brauche ich das?

Viele österreichische Unternehmen lassen die Plattform Pinterest bislang außen vor. Zu unrecht, wie wir meinen.

Warum Pinterest?

Auf Pinterest geht es in erster Linie um Inspiration. Und die ist für mehr Zielgruppen von Bedeutung, als man auf den ersten Blick annehmen könnte. Neben der meist gängigen Kombination aus Facebook und Instagram könnte also bald schon Pinterest zum Standard der Social Media Kommunikation von Unternehmen gehören.

Dabei geht es auf der Mischung von Pinnwand und sozialem Netzwerk vor allem um Bilder-Content. Pinterest versteht sich selbst als visuelle Suchmaschine. Menschen auf der Suche nach Ideen für die Wohnung oder das Haus, Reisen, Mode, Kochen, Gärtnern uvm. werden hier fündig. Die Nutzerinnen und Nutzer sammeln Bilder aus dem Netz und stellen diese auf einer eigenen virtuellen Pinnwand zusammen. Pro Account lassen sich mehrere Pinnwände anlegen und ganz unterschiedlichen Themen widmen. So entstehen persönliche Mood-Boards, und diese lassen sich auch mit anderen Nutzerinnen und Nutzern teilen und re-pinnen. Ein Großteil der Inhalte oder „Pins“ wird inzwischen von Unternehmen, Medien und Marken hochgeladen. Das Schöne daran: Die Pins sind immer mit einem Link verknüpft! Und das bedeutet: Pinterest bringt Traffic auf die Webseite!

Pinterest als Suchmaschine

Das bringt uns wieder einmal zum Thema SEO (Search Engine Optimization). Denn die Suche auf Pinterest funktioniert etwas anders als z.B. bei Google. Wer bei Pinterest recherchiert, sucht nach Inspiration und Ideen. Genau darauf ist die Suche auch ausgerichtet. Sie fokussiert nicht auf exakte oder neueste Suchergebnisse, sondern durchsucht die vorhandenen Pins nach ihrer thematischen Relevanz. Viele Nutzerinnen und Nutzer suchen inzwischen sogar schon lieber über Pinterest als über Google.

Pinterest als Werbeplattform

Seit dem Vorjahr bietet Pinterest auch verschiedene Werbeformate an. Und das macht Sinn: Laut offizieller Pinterest-Zahlen aus 2019 haben 55% der Nutzerinnen und Nutzer im Moment des Suchvorganges bereits eine konkrete Kaufabsicht. Und bei 90% dieser Gruppe wird dabei erst von Pinterest vorgeschlagen, welche Marken hierbei interessant sein können. Die Plattform dient damit schlicht auch als Entscheidungshilfe.

Mit dem neuen Feature „Try On“ steigt Pinterest nun auch in das Gebiet der Augmented Reality ein: Mithilfe der Kamera-Funktion können so die Farben von Lippenstiften am eigenen Hautton virtuell getestet werden. Als gepinntes Foto kann man sich darüber mit befreundeten Personen austauschen und das entsprechende Produkt direkt über Pinterest kaufen. Die Funktionalität wurde mit einigen großen Kosmetikkonzernen in den USA gelauncht und ist in Europa derzeit noch nicht verfügbar. Doch zeigt sie die Richtung, in die es im Bereich Ecommerce gehen kann.

Fazit

Pinterest ist definitiv ein konkurrenzfähiger Kanal zu Facebook und Co und findet auch hierzulande langsam seinen Platz im Werbeportfolio von Unternehmen.

Wenn auch der Kanal nicht zu jedem Unternehmen oder jeder Zielgruppe passt, so ist der Zeitpunkt trotzdem noch günstig, um Pinterest für sich zu entdecken. Besonders im deutschsprachigen Raum nutzen kaum Unternehmen den Kanal für Werbung. Wer gleich loslegen möchte, muss nur sein Pinterest Profil in ein Unternehmens Profil umwandeln, dort ein Werbekonto aufsetzen und eine gültige Zahlungsfunktion hinterlegen. Gern unterstützen wir beim Planen und Umsetzen.
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Michaela Amort

Michaela Amort

Michaela liebt nahtlose Customer Journeys. Sie schreibt gerne über Marketing, Social Media, Content... Ehrlich gesagt ist sie überall zuhause und dabei immer mit einem Auge für das große Ganze. Privat befasst sie sich als erste Mode Bloggerin Österreichs gerne mit – suprise – Mode. Aktuell hält ihr persönlicher Blog allerdings einen Schönheitsschlaf auf unbegrenzte Zeit.

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