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Instagram Algorithmus 2020: So machst du ihn dir zunutze!

Instagram hat sich einen begehrten Platz in der Welt der Social Media Plattformen erkämpft. 71% der österreichischen Jugendlichen nutzen Instagram. Weltweit sind es tagtäglich knapp 500 Millionen Accounts, die dort ihre Fotos und Inhalte teilen. Um die Menge der Inhalte darzustellen, setzt Instagram auf einen Algorithmus, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die Änderungen 2020 sind zwar nicht so groß wie jene im Jahr 2018, aber trotzdem solltest du Folgendes wissen:

Fokus auf drei Bereiche

Der Instagram Algorithmus fokussiert 2020 auf drei Bereiche, hat Instagrams Produkt-Lead-Manager Julian K. Gutman bei einer Konferenz festgehalten:

  1. Interesse: Mit welchen Inhalten verbringen Userinnen und User Zeit auf Instagram? Was liken sie und mit welchen Inhalten und Accounts agieren sie? Wer beispielweise positiv auf Bilder mit Katzen reagiert und diese lange betrachtet, sieht eher Katzenbilder oder thematisch ähnliche Inhalte.
  2. Nähe: Interaktionen werden anhand der Häufigkeit von Tags, Likes, Kommentaren, Reaktionen in Stories und Direct Messages bewertet und daraus eine Nähe berechnet. Je enger die Beziehung zwischen dir als Content-Erstellende und einem/einer deiner Follower ist, desto eher sieht diese Person deine Inhalte.
  3. Aktualität: Die neuesten Beiträge werden immer noch zuerst angezeigt. Jedoch hängt dieser Faktor stark mit den anderen Punkten zusammen. Wer sich nur einmal täglich einloggt und vielen Accounts folgt, sieht nur eine Auswahl der Postings – nämlich jene, die laut Algorithmus besonders nah und besonders interessant sind.

Was du beim Posten beachten solltest

Dieses Wissen über den Algorithmus kannst du dir zunutze machen und damit Aktualität, Nähe und Interesse steigern. Worauf du dabei verzichten solltest, sind Tools, die massenweise Fake-Follower und Fake-Likes versprechen. Instagram geht nämlich mittlerweile sehr streng dagegen vor und hat auch z.B. Beschränkungen dafür, wie viele maximale Likes pro Tag als realistisch erachtet werden (Nämlich 1000). Wenn du die Follow/Unfollow Praktik verfolgst, sollte dein Limit bei rund 200 pro Tag liegen. Aber pass gut auf. Wer verdächtig erscheint, könnte ge-shadow-banned werden.

„Aktualität“ im Instagram Algorithmus hacken

Die erste Stunde ist im Vergleich zu 2018 weniger entscheidend, hat Instagram festgehalten. Nichtsdestotrotz postet du am besten dann, wenn deine Follower online sind. Anfangs sehen nämlich nur Accounts, die besonders an dir interessiert sind oder dir nahe stehen, deine neuen Follower sowie eine Zufallsauswahl deiner Follower deinen Post.

Wenn die Kennzahlen anfangs einmal nicht so erfolgreich sind und du damit in der Kategorie „Aktualität“ nicht mehr punkten kannst, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du löschst das ursprüngliche Posting und lädst es erneut hoch. Oder du lässt es, wie es ist. Wenn du dich für Letzteres entscheidest, drückt das natürlich auch deine durchschnittliche Engagement Rate nach unten. Daher ist ein ausgewogener Zugang zwischen den beiden Varianten der beste Weg.

„Interesse“ im Instagram Algorithmus hacken

Dein Account sollte inhaltlich konsistent sein, um erfolgreich zu sein. Zur Erkennung der Inhalte setzt Instagram sowohl auf eine Texterkennung des Posting-Texts als auch auf eine Bilderkennung des Fotos bzw. Videos. Inhalte, die Instagram als nicht passend für deinen Account identifiziert, werden weniger breit ausgespielt. Wenn du regelmäßig Essensfotos und Lokaltipps postest, wird ein dazwischengestreutes Foto deines Haustiers vermutlich nicht so gut punkten, weil es nicht in den Food-Bereich fällt.

„Nähe“ im Instagram Algorithmus hacken

Das größte Potential, dir den Algorithmus zunutze zu machen, gibt es im Bereich „Nähe“. Die Nähe zwischen einzelnen Accounts und dir zu erhöhen, ist auf mehrere Arten möglich:

  • Vergiss in deinen Posting-Texten den CTA nicht. Mit einem Call-to-Action forderst du deine Follower z.B. dazu auf, dir eine Frage in einem Kommentar zu beantworten.
  • Antworte auf jeden Kommentar. Das erfreut nicht nur deine Follower, sondern verdoppelt so nebenbei auch deine Kommentaranzahl.
  • Versuche die Verweildauer in deinem Profil zu erhöhen, indem du Stories postest oder auf frühere Postings verweist. Instagram misst die Sekunden, die ein bestimmter Account mit deinem Profil verbringt und berücksichtigt dies für die „Nähe“-Berechnung.
  • Nutze Direct Messages, um die Beziehungsnähe zu erhöhen. Das geht durch das Beantworten von erhaltenen Direct Messages, aber auch durch automatisierte Direct Messages.
  • Nutze die Interaktionsmöglichkeiten in Stories: Auch wenn Stories ihre eigene Algorithmuslogik haben, haben sie einen Einfluss auf die Nähe-Berechnung zwischen Accounts. Wenn du z.B. Umfrage-Tools und Buttons in den Stories nutzt, generierst du zusätzliche Interaktionen.

Nun bist du bereit für ein neues Jahr mit Instagram! Fühlst du dich bereit dazu? Im datenwerk verfolgen wir bereits seit 20 Jahren Online-Trends: Wenn du also eine Frage zum Instagram-Algorithmus hast, schreib uns unter office@datenwerk.at.
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Petra Permesser

Petra Permesser

Petra weiß, was das Netz spricht. Die Kommunikationswissenschafterin und Soziologin kümmert sich im datenwerk um alles, was mit Daten zu tun hat: Suchmaschinenoptimierung, Algorithmen, Ads und das Social Media Monitoring Tool "Opinion Tracker" sind Petras Metier. Außerdem tüftelt sie häufig an Story Maps und weiß, wie komplexe Software-Projekte mittels User Stories strukturiert werden können.

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