Umsatz steigern im Onlineshop – 5 Tipps

Du willst deinen Umsatz steigern im Onlineshop? Wir haben 5 einfache Tipps für dich. Warum du diese unbedingt beherzigen solltest? Die Marktkonzentration im E-Commerce hat sich verändert, für Shops wird es immer schwieriger hervorzustechen. Derzeit erzielen die Top 100 Onlineshops ein überproportionales Wachstum, alle anderen aber leider nicht. Um in der Masse aufzufallen, möchte jedeR möglichst innovativ sein, um sich zu differenzieren. Aber ist das wirklich notwendig? Nein, denn jeder Shop hat ganz einfaches Potential zur Optimierung, die bei solchen Überlegungen oft übergangen werden. Es muss also gar nicht so kompliziert angegangen werden.

Ein Beispiel gefällig? Steigere doch deine Conversion Rate um nur 0,05%-Punkte. Die Conversion Rate ist eine der Hauptkennzahlen von Online Shops. Aber was machen schon 0,05%-Punkte mehr Conversion aus, fragst du dich? Machen wir eine einfache Rechnung: Der Umsatz in deinem Traumshop beläuft sich auf 20.000.000 € pro Jahr. Deine bisherige Conversionrate liegt bei 1,9%. Nach deiner Optimierung liegt sie bei 1,95%. Das bedeutet ein Umsatzplus von 526.315,79 €. Nicht zu verachten, oder?

Also ran an die Optimierung! Hier hast du 5 simple Tipps, um deinen Onlineshop besser zu machen.

Tipp 1 – Produktdaten aufbereiten & Sichtbarkeit steigern

Zugegeben, ein besonders aufregendes Thema ist das nicht, aber leider einfach wichtig. Wenn die Produktdaten deines Shops schlecht sind, ist es viel schwieriger, ihn im Nachhinein zu optimieren. Also nimm dir von Anfang an die Zeit und sorge für optimale Voraussetzungen. So kannst du deinen Umsatz im Onlineshop effektiv steigern.

Es gibt 4 Dimensionen für Produktdaten:

attributisiert

Das sind die Attribute des Produkts, so wie sie vom Hersteller vorgegeben werden. Beispiele sind zum Beispiel die Farbe, die Größe, die Marke und der Preis.

normalisiert

Den attributisierten Daten des Produkts sollten unbedingt normalisierte Daten hinzugefügt werden.

So wird aus der Farbe „Metallic Rainbow Blue“ schlicht „Blau“. Damit erleichterst du das Filtern von Suchergebnissen. Niemand möchte beim Filtern der Suche noch aus 30 verschiedenen Blautönen auswählen.

Normalisieren solltest du auch Daten wie Größen. Ein Hersteller aus Österreich gibt beispielsweise bei Schuhgröße „42“ an. Normalisiert bedeutet das folgende Daten: eu 42, uk 8, us 8.5 men.

getagged

Vergib sinnvolle Tags zu jedem Produkt. Dies kann unter anderem die Marke, die Art des Produkts, die Artikelnummer, der Style oder sonstige sinnvolle Tags sein.

kategorisiert

Auch hier ist es ähnlich wie im vorherigen Beispiel mit den Farben. „Sneaker“, „Freizeitschuhe“, „Sommerschuhe“ haben alle etwas gemeinsam: Sie sind alle „Schuhe“ und sollten daher auch in der Kategorie „Schuhe“ gelistet sein.

Klar getrennte Kategorien in den Daten helfen bei der Suche enorm.

Tipp 2 – Guided Selling

Um deinen Umsatz im Onlineshop weiter zu steigern, betreibe Guided Selling. Eine interaktive Beratung kann deinen Webshop enorm vom Mitbewerb abheben.

Stell dir folgende Situation vor: Du suchst nach einem Produkt, mit dem du dich gar nicht auskennst, und findest in einem Shop mehrere hundert Ergebnisse. Du hast keine Ahnung, wo die feinen Unterschiede in den Produkten sind und welches nun das geeignetste ist. Dabei möchtest du einfach nur schnell und einfach ein passendes Produkt für dich finden. Ein frustrierendes Einkaufserlebnis.

Ein einfacher und automatisierter Online-Berater hilft in solchen Fällen. Verwende dabei keine Fachbegriffe, sondern stelle simple Fragen, die auch ohne Hintergrund- oder Fachwissen beantwortbar sind. Frage zum Beispiel „Welche Farbe gefällt dir?“ oder „Wofür möchtest du das Produkt verwenden?“.

Anhand dieser auch für Laiinnen und Laien einfach zu beantwortenden Fragen kann dein Shop automatisch erkennen, welche Produkte in Frage kommen und welche nicht – und trifft so im Hintergrund eine Vorauswahl. Dies beschränkt die Suchergebnisse um ein Vielfaches und erhöht die User Experience enorm. So kommen deine Kundinnen und Kunden sicher gerne wieder.

Tipp 3 – Personalisierung

Individualisierung ist wichtig, weil jede Person individuell ist. Daher personalisiere auch deine Suchergebnisse im Webshop! Anhand bereits bestehender Kundendaten kannst du beispielsweise Suchergebnisse entsprechend automatisch anpassen. Oder beziehe bereits im Warenkorb befindliche Produkte in die Suchergebnisse mit ein.

Ein Beispiel: Eine Person hat bereits eine Taucherbrille und Flossen im Warenkorb und ist aktuell auf der Suche nach einer Kamera. Natürlich sollten deine Suchergebnisse vorrangig  Unterwasserkameras anzeigen.

Klar, das ist ein sehr konstruiertes Beispiel. Aber das Prinzip ist auch simpler umsetzbar: Dein System könnte darauf achten, ob sich bereits eher niedrigpreisige oder eher hochpreisige Produkte im Warenkorb befinden. Entsprechend dieser Daten können auch die Suchergebnisse im Shop angepasst werden.

Durch eine solche Individualisierung der Suche lieferst du wieder eine gute Customer Experience und fördert weiter die Kundenbindung und Loyalität.

Tipp 4 – Warenkörbe vorhersagen

Du kannst heute schon wissen, was deine Kundinnen und Kunden morgen kaufen werden.

Wie? Mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Diese schaut sich die Kaufhistorie der jeweiligen Person an. Pro User ID kann dann tagesaktuell eine Vorhersage getroffen werden, die eine Kaufwahrscheinlichkeit für bestimmte bereits gekaufte Produkte hervorbringt und diese auf Wunsch automatisch dem Warenkorb hinzufügt.

Dadurch ermöglichst du deinen Kundinnen und Kunden einen bis zu 66% schnellerer Einkauf und es landen im Schnitt auch mehr Produkte im Warenkorb, was mehr Umsatz bedeutet. Durchschnittlich legen Userinnen und User des Predictive Basket um 2,3 mehr Produkte in den Warenkorb. So jedenfalls die Aussage des Herstellers FactFinder, die mit dem Predictive Basket eine solche KI entwickelt haben.

Ein Bonus: du entlastest so auch den Support, da weniger Produkte vergessen oder telefonisch nachbestellt werden müssen.

Tipp 5 – A/B Testing

Egal wie gut (oder schlecht) dein Shop läuft: höre niemals auf zu testen. Am Ende sprechen immer Zahlen für sich. Egal was für Ideen man hat, alles muss getestet werden. Daten lügen nicht, Bauchgefühle sind nicht reliabel.

Um deinen Umsatz im Onlineshop zu steigern, teste was das Zeug hält. Und wir sprechen hier nicht nur davon, die Farben von Buttons zu ändern. Experimentiere mit der Reihung von Produkten. Setze teure oder günstige Produkte an den Anfang. Setze Aktionen/Rabatte an den Anfang. Teste verschiedene Banner, PopUps und Landing Pages. Wage dich durchaus auch an grundlegende Änderungen und nicht nur kleine Feinheiten. Die Möglichkeiten sind groß! Wichtig ist, dass du datengetrieben arbeitest und die Gewinner aus jedem Test auch wirklich implementierst.

Wir haben noch eine Anleitung zu guter User Experience auf Websiten für dich, die dir sicher auch weiterhelfen wird.

Du brauchst Hilfe dabei, unsere Tipps in deinem Webshop umzusetzen? Dann wende dich ganz einfach an unsere Expertinnen und Experten via office@datenwerk.at!

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Timo Schwämmlein

Timo Schwämmlein

Timo hat jede Zielgruppe immer im Blick, darum interessiert er sich besonders für Marketing Kampagnen mit guten Consumer-Insights. Wenn er sich nicht gerade einen neuen Kaffee holt schreibt er über neue Trends auf Social Media.

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