Strategie, Wissen,

User Story – kurz und prägnant zum Erfolg

Der Begriff User Story kommt ursprünglich aus der agilen Softwareentwicklung und beschreibt eine Methode bei der möglichst kurz und prägnant der Wunsch einer Kundin oder eines Kunden zusammengefasst wird. Das hilft, Missverständnisse zu vermeiden und hilft Personen, die erst später zu einem Projekt hinzugezogen werden, die Wünsche der Kund*innen besser zu verstehen. Jeder Task, der in einem Projekt vergeben wird, sollte immer eine eigene User Story haben.

Wie sieht eine User Story aus?

Eine User Story ist immer nach dem selben Prinzip aufgebaut:

Ich als (Rolle) möchte (Ziel), um (Nutzen).

Ein simples Beispiel dafür wäre:

Ich als Kundin möchte einen guten Überblick über die Produkte haben, um eine Kaufentscheidung treffen zu können.

Im Idealfall ist eine User Story nicht länger als ein oder zwei Sätze und beantwortet die Fragen:

WER will WAS, WARUM?

User Story: Wer?

Zunächst muss natürlich herausgefunden werden, wer überhaupt etwas möchte – denn nicht unbedingt die eigenen Kundinnen und Kunden sollten gezwungenermaßen Autorinnen und Autoren der User Story sein. Wichtig ist hier, die Zielgruppe herauszufinden, die durch dieses Produkt angesprochen wird. Möglichkeiten zur Zielgruppenfindung, die wir beim datenwerk sehr schätzen, sind zum Beispiel Personas oder der Business Model Generation Canvas.

Jede einzelne Zielgruppe sollte ihre eigene User Story bekommen, denn nicht jede Zielgruppe hat die gleichen Wünsche oder Anforderungen an das Produkt.

User Story: Was?

Hier geht es darum herauszufinden was die Zielgruppen sich wünschen. Welche Funktionen muss ein Produkt haben um die Zielgruppe zu überzeugen? Wie kann man die Zielgruppe am besten unterstützen? Um das herauszufinden bietet sich zum Beispiel eine Zielgruppenanalyse an.

User Story: Warum?

Das „Warum“ ist ein sehr wichtiger Teil der User Story. Die Begründung des „Was“ hilft nicht nur dabei herauszufinden ob ein Feature oder eine Eigenschaft des Produktes wirklich Sinn macht, sondern auch nachzuvollziehen und zu verstehen welchen Grund die Wünsche der Zielgruppe haben. Darüber hinaus hilft die Beantwortung des „Warum“ Missverständnisse im Team und auch mit den Kundinnen und Kunden zu vermeiden.

Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Wenn man für jemanden eine Torte backen soll ist es gut zu wissen, dass diese Person gerne eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte mit Alles Gute in der Farbe „Lila“ darauf geschrieben haben möchte. Es ist aber noch viel essentieller zu wissen, ob diese Torte für den Geburtstag der Großmutter oder für den Comedy-Abend mit Freunden gedacht ist. In letzterem Fall könnte der Kunde nämlich tatsächlich „Alles Gute in lila“ auf der Torte stehen haben wollen, während im ersten Fall die Schriftfarbe entscheidend ist und der Text „Alles Gute“ sein sollte. Einige solcher Beispiele findest du zum Beispiel hier.

Klingt banal – ist natürlich nur eine Analogie – doch in vielen anderen Bereichen passieren Missverständnisse noch viel leichter und es ist wichtig, wirklich zu verstehen, was der Kunde möchte.

Wie?

Eine zusätzliche Frage, die im Zusammenhang mit einer User Story gestellt werden kann und auch sollte, ist die Frage nach dem „Wie“. Diese wird relevant, wenn es um die technische Umsetzung des Projektes geht. Denn nur mit einer technischen Ableitung der User Stories kann es auch eine sinnvolle und zielführende Umsetzung geben.

Vorteile bei der Verwendung von User Stories:

  • Sie verhindern Missverständnisse und sparen so Zeit und Geld.
  • User Stories ermöglichen ein Hineinversetzen in die Zielgruppe.
  • Sie erlauben Teammitgliedern, welche später einsteigen, die Ziele besser nachzuvollziehen.

 

Wenn du mehr darüber über User Stories erfahren möchtest, empfehlen wir dir dieses Buch. Natürlich kannst du auch gerne unsere Expertinnen und Experten via office@datenwerk.at kontaktieren und sie helfen dir, User Stories für dich und dein Unternehmen zu nutzen!

Schreib uns

Alexandra Posch

Alexandra Posch

Alex brennt für Social Media Kommunikation, Foto- und Videobearbeitung. Wenn sie sich nicht gerade um die Online Communities und Social Media Auftritte unserer Kundinnen und Kunden kümmert, schreibt sie hier über die besten Tipps & Tricks rund um Social Media und Contenterstellung.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.