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Business Model Generation Canvas

Der Business Model Generation Canvas ist eine Methode mit der du eine Business-Idee visualisieren und prüfen kannst, ob sie „wasserdicht“ ist.

Was ist das?

Die Methode „Business Model Generation“ stammt aus dem gleichnamigen Buch von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur. Sie unterstützt Personen und Organisationen dabei, einfacher zur optimalen Strategie für ihr Unternehmen zu gelangen. Der Business Model Generation Canvas ist eine Art Raster. Dieses Raster besteht aus den einzelnen Bereichen, die in einer bestimmten Reihenfolge ausgefüllt werden müssen. Diese Reihenfolge ist wichtig, da einige der Inhalte sich erst aus den Anderen ergeben.

Business Modell Generation Canvas für Kommunikation

Auch in der Kommunikation kann man dieses Modell anwenden, denn auch Kommunikation ist ein komplexes System. Natürlich ist es wichtig, dass die Kommunikation sowohl für den Kommunikator oder die Kommunikatorin als auch für die Zielgruppe passt.

1) Kundensegmente / Customer Segments

Allen Anfang macht, wie so oft, die Zielgruppe. Wen möchtest du denn überhaupt erreichen und wer sind deine wichtigsten Kundinnen und Kunden? Hier bietet es sich an Personas zu verwenden, eine Methode die wir auch beim datenwerk sehr schätzen.

Achtung: Hier geht es nicht nur um deine Endkundinnen und Endkunden, sondern um alle Zielgruppen, die Interessen im Unternehmen haben. Das könnten zum Beispiel auch Angestellte in deinem Unternehmen sein.

2) Wertangebote / Value Proposition

Beim Wertangebot geht es nicht um das Produkt an sich, sondern darum, was dieses Produkt für deine Zielgruppen leistet. Welche Probleme löst dein Produkt für deine Zielgruppe? Welche Bedürfnisse möchtest du erfüllen? Unterschiedliche Zielgruppen haben möglicherweise auch unterschiedliche Probleme, die du mit deinem Produkt lösen könntest.

3) Kanäle / Channels

Hier geht es darum herauszufinden, wo du deine Zielgruppe erreichen kannst. Kommst du vielleicht über deine Homepage in Kontakt mit deiner Zielgruppe, über eine App oder eventuell über ein bestimmtes soziales Netzwerk? Finde heraus welcher Kanal für dich und deine Zielgruppe am besten funktioniert. Hierbei solltest du vor allem datenbasiert arbeiten. Verwende Analytics Daten deiner Website oder deiner Social Media Profile um deine besten Kanäle zu identifizieren. Um im Anschluss herauszuarbeiten, wo deine Berührungspunkte mit der Zielgruppe liegen, kann eine Customer Journey zur Visualisierung sehr hilfreich sein.

4) Kundenbeziehung / Customer Relationships

Welche Art von Beziehung möchtest du mit deinen Kundinnen und Kunden pflegen? Wie kannst du diese Beziehung ausbauen und erweitern? Passt die Form der Beziehung überhaupt zum Geschäftsmodell?

5) Einnahmequellen / Revenue Streams

Dieser Punkt ist besonders bei der klassischen Businessmodel-Entwicklung wichtig. Fragen die man sich stellen sollte sind hier: Zu welchem Preis biete ich meine Leistungen an? Wofür verlange ich Geld? Woher bekomme ich sonst noch Einnahmen? Auch ein Blick auf die Preisgestaltung der Konkurrenz ist hier von Vorteil. Think outside the box ist hier gefragt. Gerade digitale Geschäftsmodelle sind oft weit vom klassischen „Geld für Produkt“-Modell entfernt.

6) Schlüsselressourcen / Key Resources

In diesem Punkt solltest du dir überlegen welche Ressourcen und welche Infrastruktur du benötigst um dein Produkt oder deinen Service anbieten zu können. Das beinhaltet auch Expertinnen und Experten auf einem bestimmten Gebiet oder spezifisches Fachwissen zu einem Thema.

7) Schlüsselaktivitäten / Key Activities

Hier geht es um die Aktivitäten die notwendig sind damit du dein Produkt anbieten kannst. Dabei ist es wichtig, dass du genau hinschaust. Ein Beispiel: Um einen Blog zu schreiben fällt dir vielleicht primär ein, dass man einen Blogartikel schreiben muss. Aber das ist natürlich nicht das Einzige. Vor dem Schreiben ist in vielen Fällen eine ausgiebige Recherche notwendig, danach natürlich das Korrekturlesen und irgendwo zwischendrin wäre es auch gut, sich um SEO zu kümmern und ein gutes Bild zu finden. All diese Tasks sind essentiell für das Produkt.

8) SchlüsselpartnerInnen / Key Partners

Vielleicht kannst du bei deinem Produkt oder Service nicht alles selbst machen und benötigst die Unterstützung oder das Know-How von Anderen. Diese Personen oder Unternehmen sind deine key partners. Überlege dir, ob du Zulieferer hast und ob du von anderen abhängig bist.

9) Kostenstruktur / Cost Structure

Hier kannst du nun aus den vorher ausgearbeiteten Punkten ableiten, welche Ausgaben du hast. Welche Schlüsselressourcen oder Schlüsselaktivitäten sind die Kostentreiber? Auch hier solltest du sorgfältig arbeiten, um keine versteckten Kosten zu übersehen.

Vorteile

Welche Vorteile hast du nun wenn du den Business Model Generation Canvas für dich nutzt?

  • Zielgruppe im Fokus
    Der Business Model Generation Canvas hilft dir im Blick zu behalten, was für dein Geschäft essentiell ist und erinnert dich, deine Zielgruppe immer im Hinterkopf zu behalten.
  • Prioritäten setzen
    Er zeigt außerdem, welche Tätigkeiten für dich nicht so wichtig sind, welche dich vielleicht sogar blockieren oder verlangsamen und erlaubt dir, dein Geschäftsmodell dementsprechend anzupassen.
  • Flexibilität
    Der Business Model Generation Canvas ist ein Brainstorming-Tool. Im Gegensatz zum herkömmlichen umfangreichen Businessplan erlaubt dieses Modell problemlos neue Dinge auszuprobieren und eine größere Flexibilität.

Wenn du dich weiter mit dem Business Model Generation Canvas vertraut machen möchtest, empfehlen wir dir dieses Video oder direkt das Buch von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur.

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie du den Business Model Generation Canvas für dich und dein Unternehmen nutzen kannst? Dann wende dich an unsere Expertinnen und Experten via office@datenwerk.at

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Alexandra Posch

Alexandra Posch

Alex brennt für Social Media Kommunikation, Foto- und Videobearbeitung. Wenn sie sich nicht gerade um die Online Communities und Social Media Auftritte unserer Kundinnen und Kunden kümmert, schreibt sie hier über die besten Tipps & Tricks rund um Social Media und Contenterstellung.

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