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Technophobie: Übernehmen Roboter bald die Weltherrschaft?

Roboter, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen, künstliche Intelligenz, die in die falschen Hände gerät, oder Super-Intelligenzen, die den Menschen weit voraus sind: solcher Themen bedient man sich gerne in Science Fiction Filmen. Obwohl diese Geschichten weit von der Realität entfernt sind, gibt es Menschen, die Angst vor Technologie, komplexen Geräten und besonders Computer haben. Dies wird als Technophobie oder Computer Anxiety verstanden. Wovor sich Technophobe Personen am meisten fürchten und wie man dagegen vorgehen kann, erfährst du hier.

 

Technophobie: Wovor haben wir am meisten Angst?

Schätzungen zu Folge gelten 37% der AmerikanerInnen als technophob. Eine amerikanische Studie zeigte, dass Technologie bereits Platz 2 belegt im Ranking der Bereiche, vor denen Menschen am meisten Angst haben. Davor kommen nur menschengemachte Katastrophen. Vor allem fürchten wir uns vor dem Tracken unserer persönlichen Daten seitens der Unternehmen. Danach folgen Roboter, die Menschen ersetzen sollen, das Vertrauen in Künstliche Intelligenz und Technologien, die wir nicht verstehen.

Wissen ist Macht

Das Unbekannte, schwer Begreifbare ist es also, was uns Menschen so ängstlich macht. Kein Wunder also, wenn das Unwissen im Technologie-Bereich noch groß ist. Tatsächlich konnten laut einer deutschen Studie 45% deutscher StudienteilnehmerInnen nicht spontan sagen, was ihnen zu dem Begriff Algorithmus einfällt. 46% der Deutschen sind unentschlossen, ob Algorithmen mehr Chancen oder mehr Risiken bedeuten und 73% wollen ein Verbot von Entscheidungen, die die Software alleine trifft. Aber je größer das Wissen zu Algorithmen oder Ähnlichem ist, desto eher werden sowohl die Chancen als auch die Risiken dazu wahrgenommen. In anderen Worten: Mehr Wissen = ausgeglichenere Wahrnehmung von Chancen und Risiken.

Technologie Akzeptanz: Wie vermeide ich Technophobie?

Neben Persönlichkeitseigenschaften und Kontext-Faktoren beeinflussen auch KI-spezifische Faktoren unsere Einstellung zu Künstlicher Intelligenz. Relevant ist hier vor allem Usability. Erst wenn UserInnen das Gefühl haben, dass die Technologie leicht zu bedienen und nützlich ist, werden sie die eigene Angst ablegen und die Nutzung in Betracht ziehen. Dies ist natürlich bei jedem Menschen individuell, je nach Erfahrung und Technologie-Affinität.

Usability

Folgende Faktoren erhöhen den wahrgenommenen Nutzen und somit die Chance, dass die Technologie verwendet wird:

  • Subjektive Norm: Wie denken FreundInnen/ Bekannte darüber?
  • Benutzerfreundlichkeit: Wie einfach ist die Technologie zu bedienen?
  • System Image: Erhöht das Verwenden der Technologie den eigenen sozialen Status?
  • Job Relevanz: Ist die Technologie anwendbar für die Aufgabe?
  • Output Qualität: Wie gut kann Technologie die Aufgabe erfüllen?
  • Demonstrierbare Ergebnisse: Sind die Ergebnisse konkret, beobachtbar und kommunizierbar?

User Experience

Aber auch andere UserInnen-Bedürfnisse wie Freude, Stimulation, Bedeutung, Identifikation und Popularität sollen erfüllt werden, um die UserInnen-Akzeptanz zu erhöhen. Als UserInnen möchten wir uns durch die Nutzung kompetent vorkommen, autonome Entscheidungen treffen und uns sozial zugehörig fühlen.

  • Kompetenz: Technologie soll uns Menschen also nicht out-performen, sondern dabei unterstützen, unsere eigenen Kompetenzen zu erweitern.
  • Autonomie: Künstliche Intelligenz soll zum Beispiel bei Einstellungs-Entscheidungen für neue MitarbeiterInnen als Unterstützung wirken, aber nicht über unsere Köpfe hinweg entscheiden.
  • Soziale Zugehörigkeit: Technologie soll Menschen zusammenführen und uns nicht voneinander isolieren.

Fazit zur Technophobie

Der wichtigste Ansatz, um Technophobie entgegenzuwirken, ist Aufklärung. Erst wenn Menschen nachvollziehen können, wie KI ungefähr funktioniert, wie zum Beispiel eine Bilderkennungs-Software eine Maus von einer Katze unterscheidet, erscheint es UserInnen weniger gruselig, sondern eigentlich ganz logisch. Wenn wir dann noch die Usability und User Experience optimieren, kommt es zu einer höheren Akzeptanz und die UserInnen ziehen die Verwendung der Technologie in Betracht. Und ganz nebenbei führt eine gute Usability übrigens auch zu einem besseren Google Ranking!

Du brauchst Hilfe dabei, die Usability und User Experience besser für dich und dein Unternehmen nützen? Dann wende dich ganz einfach an unsere Expertinnen und Experten via office@datenwerk.at!

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