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10 Tipps für perfekte online Workshops

Im letzten halben Jahr habe ich in schnellstem Tempo gelernt wie auch längere online Workshops spannend und abwechslungsreich gestaltet werden können. Was ich dabei gelernt habe, möchte ich hier teilen. Die 10 Tipps für den perfekten online Workshop sollen dir dabei helfen an alle wichtigen Punkte zu denken und ein paar Hinweise zu online Besonderheiten geben.

1. Stelle sicher, dass das Ziel klar ist

Wenn du weißt, was das Ziel das Workshops ist, kannst du freier mit Methoden umgehen und trotzdem erreichen, was du brauchst. Ziele können sehr unterschiedlich sein. Gut möglich, dass etwas ganz bestimmtes herauskommen soll: z.B. die Vorgaben für eine Ausschreibung, der Aufbau einer Webseite oder die Lösung von Schnittstellen. Manchmal ist es aber auch einfach wichtig, dass sich die TeilnehmerInnen besser kennenlernen um dann gut miteinander arbeiten zu können. Erst wenn du weißt, was du brauchst kannst du die richtigen Methoden und Tools suchen.

2. Wer ist dabei?

Auch das ist eine ganz zentrale Frage. Es macht einen Unterschied, ob ich einen Workshop mit ProgamiererInnen, GrafikerInnen oder der Führungsebene mache. Oft ist es am besten, wenn aus allen involvierten Bereichen jemand dabei ist. Auf jeden Fall müssen die dabei sein, die ich für mein Ziel brauche. Wenn Entscheidungen getroffen werden sollen, braucht es die EntscheidungsträgerInnen auch im Workshop, wenn es um technische Schnittstellen geht, brauche ich jemanden mit Ahnung in diesem Bereich und es ist immer gut auch die Menschen dabei zu haben, die dann wirklich damit arbeiten.

3. ZweiflerInnen ins Boot holen

Du weißt bereits vor dem Workshop, dass es Menschen gibt, die dem Projekt kritisch gegenüber stehen? Dann hol sie in deinen Workshop und lass sie ihre Bedenken äußern und mitgestalten. Es ist zwar manchmal nicht so einfach jemanden umzustimmen, aber wenn überhaupt, gelingt es über Einbindung. Und die Bedenken, die da sind helfen dabei, Fehler gar nicht erst zu machen. Nimm also am besten alle ZweiflerInnen ernst.

4. Gute Atmosphäre schaffen

Dabei ist es egal ob der Workshop in einem virtuellen oder psychischen Raum stattfindet. Bei online Workshops fängt das mit einem netten Spruch an, der die TeilnehmerInnen im Warteraum willkommen heißt, geht dann über in ein Bild oder eine schöne Folie die alle sehen, wenn sie rein kommen und zieht sich mit liebevoll gestaltetem Material weiter. Aber das Wichtigste hier ist, dass du alle TeilnehmerInnen willkommen heißt und gut und sicher durch den Workshop leitest. Dafür hilft es z.B. wenn alle den Namen im Videotool eingeben mit dem sie auch angesprochen werden wollen, damit du sie gleich richtig ansprechen kannst.

5. Technische Sicherheit geben

Tipps für gute online Workshops gibt es viele. Oft geht es aber nur um Methoden. Damit sich alle wohlfühlen ist es allerdings zentral, dass auch technische Probleme gut behoben werden. Wenn einige das Tool zum ersten Mal nutzten macht es Sinn, dass diese 30 Minuten vorher kommen oder zu einem extra Termin um die Grundeinstellungen mit dir kennenzulernen. Während dem Workshop braucht es eine zweite Person, die auch telefonisch erreichbar ist, falls wer ganz rausfällt und die sich um alle technischen Hindernisse kümmert. Natürlich macht es auch Sinn im Vorhinein die technischen Anforderungen zu kommunizieren und immer ein alternative Methode im Kopf zu haben, falls trotz allem bei jemandem der Ton oder die Kamera nicht geht.

6. Vertrauen schafft Kreativität

Beginne deinen Workshop damit, dass sich alle vorstellen und ein bisschen etwas über sich preisgeben. Es ist wichtig, dass alle zu Beginn sprechen können, sonst braucht es später mehr Überwindung – gerade online. Durch Methoden, die einen auch mal zusammen lachen lassen, entsteht zusätzlich Vertrautheit. Vertrauen braucht aber auch Sicherheit und die müssen wir als WorkshopleiterInnen geben. Das kann heißen, die TeilnehmerInnen nicht im Dunklen zu lassen, was im Workshop passiert, was mit dem im Workshop produzierten passiert und das heißt auch, dass wir darauf achten müssen, dass alle zu Wort kommen und mit dem was sie sagen ernst genommen werden.

7. Verschiedene Typen ansprechen

In jeden Workshop sitzen unterschiedlichen Menschen und die sprechen auf unterschiedliche Methoden an. So gut wie alle brauchen zu Beginn etwas an dem sie sich festhalten können. Das muss nicht immer eine klassische Folie sein, sondern kann auch mal gezeichnetes ein Bild oder ein kurzer Clip sein von dem aus eine Diskussion oder oder Vorstellungsrunde gestartet wird. Wichtig ist, dass du verschiedene Methoden anwendest, die mal visueller, mal nachdenklicher, mal schnell und mal ganz langsam sind. Versuche dennoch nicht zu viele Tools zu nutzten. Entscheide dich für ein bis zwei Basistools und streue nur hin und wieder weitere ein.

8. Du brauchst das Wissen der TeilnehmerInnen

In Workshops geht es nicht um eine Präsentation, sondern darum zusammen etwas zu erarbeiten. Damit das gut klappt versuche ich mich als Moderatorin eher zurückzunehmen, das ist online gar nicht so leicht. Denn hier muss ich mehr reden um die Menschen nicht in einer ungewissen Stille zu lassen. Hilfreich ist es daher immer wieder Gruppenarbeiten einzubauen und die Gruppen in kleinere Untergruppen zu teilen die aus zwei bis fünf Personen bestehen. Auch gut ist, wenn du Tools nutzt in die TeilnehmerInnen selbst etwas eintragen können – das aktiviert und nimmt den Fokus von dir als ModeratorIn etwas weg.

9. Luft holen für neue Energie

Auf einen Computer zu schauen ist anstrengender als in einem Raum zu sitzen. Daher braucht es immer wieder Übungen, bei denen die TeilnehmerInnen auch mal wo anders hinschauen, etwas holen oder sich bewegen. Und es braucht Pause, sogar etwas mehr als in anderen Settings. Damit die TeilnehmerInnen motiviert sind sich in der Pause auch vom Computer weg zu bewegen macht es Sinn zumindest eine kleine Aufgabe zu geben. Ich bitte zum Beispiel oft alle ein Getränk zu holen und dieses dann auch her zu zeigen. Es macht auch Sinn einfach mal auf Papier arbeiten zu lassen und dann ein Foto mit den anderen zu teilen.

10. Nach dem Workshop geht es weiter

Die Dokumentation ist eindeutig ein Punkt, der bei online Workshops leichter ist, weil vieles schon digital vorhanden ist und nicht mehr übertragen werden muss. Trotzdem tut es gut am Ende des Workshops nochmal bewusst zu schauen, was die Ergebnisse sind, diese nochmal zu bestätigen und klar zusammenzufassen. Wenn du Tools nutzt in denen Ergebnisse gesammelt werden, vergiss nicht diese auch zu sichern und allen zu sagen wie lange die Ergebnisse dort noch online abrufbar sind.

Helfen dir die 10 Tipps einen guten online Workshop zu halten?

Ich würde mich sehr freuen zu lesen welche Erfahrungen du schon gemacht hast und ob dir die 10 Tipps für gute online Workshops weiterhelfen.
Wenn du lieber nicht selbst moderieren willst, dann wende dich doch an uns, wie begleiten euch gerne durch Workshops – online und offline – schreibt und einfach an office@datenwerk.at!

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Sarah Kanawin

Sarah Kanawin

Was Theater-, Film- und Medienwissenschaften angeht macht Sarah niemand so schnell etwas vor. Im datenwerk Blog schreibt sie über diverse Themen von Kreativmethoden bis hin zu Chatbots. Privat liebt sie es Trashserien zu sehen oder bei Kinobesuche und beim Wandern zu entspannen.

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