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Betrügerische Onlineshops: Tipps für einen sicheren Weihnachtseinkauf

Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit für betrügerische Onlineshops. Das bedeutet: Grinch-Gefahr!

Weihnachten ist – beim schreiben dieser Zeilen – bereits in 36 Tagen. Geschenke hab´ ich noch keine gekauft. Und wir haben wohl bis 6. Dezember den zweiten Lockdown. Mit einkaufen gehen wird es also dieses Jahr eher schwierig. Gut, hatte ich eh nie Lust drauf. Zum Glück gibt es die Corona-vorbeugende und Lockdown-freundliche Alternative des Online-Einkaufs. Wären da nicht diese betrügerischen Onlineshops, die Menschen auf der Suche nach Schnäppchen gerne mit solchen locken, die aber dann vergebens auf ihre günstig erworbene Ware warten.

Um einem solchen Online-Grinch zuvor zu kommen und damit Weihnachten heuer nicht gestohlen wird, sind hier einige Tipps, um betrügerische Onlineshops erkennen zu können. HOHOHO (oder wie macht das Christkind?)!

„Über uns“ und Impressum

Wenn ich auf einen mir unbekannten Online-Shop stoße, der mit beachtlichen Schnäppchen lockt, kann ein kurzer Blick auf „Über uns“ nicht schaden (findet sich meist in der Menüleiste oder ganz unten auf der Seite). Nehmen wir das Beispiel des fake Shops „linennew“. Bei „Über uns“ wird geschrieben: „Linennew ist eine sehr gute Firma.“ … hm … soso. Und warum seid ihr so gut? Wirkt nicht sehr vertrauensfördernd.

Wenn tatsächlich kein „Über uns“ zu finden ist, müsste auf jeden Fall ein Impressum existieren – das ist in Österreich nämlich Pflicht und legt offen, wer die Website betreibt (ggf. ist hier auch Firmenbuchnummer etc. zu finden). Ist kein Impressum vorhanden, sollten die „Grinch“-Alarmglocken schrillen. Aber auch wenn es ein solches gibt, können die Daten erfunden oder gestohlen sein. Für Detektivinnen und Detektive ist das z.B. bei der Wirtschaftskammer und dem Finanzministerium zu überprüfen.

Die Webadresse

Ein weiterer Blick sollte auf die Webadresse bzw. URL gehen und ob die überhaupt plausibel ist? Zum Beispiel die Seite „restaurant-pools.at“: was würdest du auf dieser Seite erwarten? Richtig, Pullover! Was? Nein, würdest du nicht? Gut so. Betrügerische Onlineshops nutzen oft Webadressen, die nicht mehr verwendet werden, aber in Suchergebnissen noch weiter oben gereiht sind. Damit sind sie leichter bzw. schneller zu finden.

Bei der Webadresse sollte auch beachtet werden, ob sie sicher ist – ob also „https://“ davor steht anstatt z.B. nur http://.

Preis und Zahlungsmethode

Ein Pullover um 39.90 statt um 139.90 Euro! Schnell zuschlagen, oder? Auch da sollten die Grinch-Alarmglocken schrillen. (Gut, mir käme auch 139.90 komisch vor …)

Es ist wichtig auf den Preis zu schauen und sich zu überlegen, ob er plausibel ist – auch Online-Shops wollen ja Geld verdienen. Für eine bessere Einschätzung der Preise können z.B. Preisvergleichs-Seiten zu Hilfe genommen werden.

Ein weiteres Merkmal von Fake-Online-Shops ist die Zahlungsmethode. Die ist nämlich häufig im Voraus oder per Kreditkarte. Kurz: du musst das Produkt schon vor Erhalt bezahlen. Das Geld zurückfordern wird dann natürlich schwierig. „Watchlist-internet“ verweist hierzu auch darauf, dass häufig andere Zahlungsmethoden angeboten werden, die dann aber aufgrund von technischen Problemen nicht mehr verfügbar sind. Am Schluss bleibt dann nur über, die Ware gleich zu zahlen. In diesem Fall sollte – das Gesicht des grinsenden Grinch vor Augen, der sich schon über seinen Diebstahl freut – der Kauf abgebrochen werden.

Mit diesen einfachen Tipps wird dem Grinch ein Schnippchen geschlagen, Weihnachten ist gerettet und Zeit, das in betrügerischen Onlineshops gelassene Geld zurückzufordern, kann auch gespart werden. Was wird aber insgesamt gegen solche Fakes gemacht?

Gegen betrügerische Onlineshops

Eine Antwort versucht das Projekt SINBAD des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) zu liefern. Dabei wird untersucht, wie betrügerische Onlineshops automatisch erkannt werden können, wofür Webseiten mittels künstlicher Intelligenz auf einzelne bzw. kombinierte Merkmale untersucht werden. Merkmale sind dabei z.B. Werbung auf sozialen Medien, die auf Online-Fake-Shops verlinkt und das Nutzen von nicht mehr verwendeten Webadressen, die aber bei Suchergebnissen hoch gereiht sind. Besonders interessant wird dazu ein Browser-Plugin, das von einem SINBAD Vorgängerprojekt – MAL2 – Ende 2020 (passend zur Weihnachtszeit) veröffentlicht wird. Es handelt sich nämlich um einen Detector für betrügerische Onlineshops, der Risikoabschätzungen einer beliebigen Webseite macht. Damit kann dann wirklich Grinch-frei online geshoppt werden.

Wenn du sichergehen willst, dass dein eigener Webshop nicht wie der Grinch daherkommt schreib und einfach an office@datenwerk.at!

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