Design & Entwicklung,

Mobile First – how, why und überhaupt?

Es ist kein Geheimnis, dass sich „Internet“ immer mehr mobil abspielt. Nicht nur hat im Grunde jede/r heutzutage ein Handy, es ist auch noch super-praktisch, um unterwegs schnell etwas zu suchen oder herzuzeigen. Aber auch daheim, wenn mir mal wieder nicht einfällt ob ein weiches Ei 5 oder 10 Minuten lang kochen muss – schnell das Handy gezückt – gegoogelt – erstes Ergebnis angeklickt. Mobile first sollte demnach ein No-Brainer sein.

Frau swiped über imaginäres Handy

Warum ist das jetzt wichtig?

Nicht nur weil wir inzwischen das Meiste am Handy machen. Seit September dieses Jahres hat Google die Indexierung der eigenen Suchmaschine auf Mobile First umgestellt. Das bedeutet im Grunde, dass die Tatsache ob die eigene Webseite Smartphone-tauglich ist oder nicht, Einfluss auf das Ranking im Suchergebnis hat.  Und – viel wichtiger – Inhalte die mobil nicht existieren, sind auch für Google irrelevant. Wer also im Internet gefunden werden möchte, sollte zuhören wenn Google etwas über Suchmaschinenoptimierung sagt.

Ein GIF zeigt die Google Suche und stellt die Frage "No SEO?". Ein Mann im Vordergrund winkt den Zuschauer genervt weg.

Let’s do mobile first

Wir alle kennen die großzügig designten Webseiten, mit viel Weißraum, spannenden Animationen und beeindruckenden Bildern die sich über den gesamten Bildschirm ziehen. Vielleicht kennen wir auch die mobile Version dieser Webseiten, die wie ein süßer Welpe aus dem Handy glubscht und „nicht ganz so viele Tricks kann“. Blöd nur, wenn Google plötzlich sagt, Welpen für alle! Zugegeben ganz so übel klingt das nicht, oder?

Also wer beim Konzeptionieren, Designen und Programmieren von Webseiten schon immer mit erhobenem Finger und klarer Stimme „responsive“ gerufen hat ist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Mobile First bringt aber noch ein paar unerwartete Hürden mit sich.

Konzeption

Bevor wir überhaupt beginnen über Design zu reden – mobile First beginnt schon beim Konzept. Da es weniger Platz gibt, kann es durchaus passieren, dass für die mobile Version auf Features verzichtet werden muss. Man ist viel mehr gezwungen sich auf das Essentielle zu konzentrieren. Während auf der Desktop Version „ein zusätzliches Element hier“ oder „ein weiterer Menüpunkt dort“ vielleicht keinen Unterschied macht, könnte das Gleiche am Handy eng werden. Wer userzentriert denkt, freut sich aber darüber, denn dadurch wird priorisiert und fokussiert.

Maus-Over – over and out

Ohne Maus kein Mouse-Over-Effekt – logisch. Wir haben uns aber in einigen Bereichen an diese Effekte gewöhnt. Für Organisation von Menüpunkten oder die Hervorhebung von interaktiven Elementen war der Mouse-Over-Effekt eine elegante Lösung. Für Desktop-Versionen kann das auch so bleiben, eine klickbare Variante müssen wir aber auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

Format

Ein anderer wichtiger Umstand ist das Format. Viele sind Webseiten im Desktop-Format gewohnt. Bei Mobile First muss das Designer-Brain von Quer- auf Hochformat wechseln. Ein Raster mit mehreren Elementen nebeneinander in einem schönen Masonry wie bei Pinterest sind auf einmal untereinander. Egal, Scrollen ist das neue Klicken, oder? Natürlich gibt es auch in mobilen Versionen genügend Möglichkeiten Elemente nebeneinander darzustellen, man muss dennoch etwas umdenken.

Barrierefreiheit

Und dann ist da noch die Barrierefreiheit. Wenn Mobile First ein Welpe mit Glubschaugen ist, ist die Barrierefreiheit ein ausgewachsener Feinschmecker der nur ganz bestimmte Futtersorten frisst und am neuen Design nur schnuppern muss um zu wissen „das schmeckt mir noch nicht“. Spaß beiseite, barrierefreie Webseiten sind ein wichtiger Bestandteil unserer Philosophie bei datenwerk. Und weil das so ist, wissen wir auch ganz genau, dass es auch im mobilen Bereich viele spezielle Dinge zu beachten gibt. Der mobile first Gedanke ist hier sogar hilfreich, denn viele Aspekte der Barrierefreiheit (Schriftgröße, Bedienbarkeit, etc.) müssen in dem Fall schon früher bedacht werden.

Alles neu

… nicht ganz. Wer bis jetzt responsive gearbeitet hat, ist bestimmt schon über den einen oder anderen dieser Punkte gestolpert. Es kann trotzdem aus Design-Sicht ein gewisser Gewöhnungsprozess sein. Wer also weiterhin in den Google Suchergebnissen erscheinen will sollte sich darüber aber auf jeden Fall Gedanken machen. Dabei helfen wir beim datenwerk sehr gerne – kontaktiere uns einfach mit deinem Anliegen unter support@datenwerk.at

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Christoph Striedner

Christoph Striedner

Christoph kommuniziert und designed. Deshalb ist er bei datenwerk auch als Kommunikationsdesigner beschäftigt. Im Blog schreibt er meist über Webdesign, Social Media und Methoden für verschiedene Online Projekte.

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