Sonstige Kanäle,

Twitter Algorithmus 2022

Was ist der Twitter Algorithmus?

Der Twitter Algorithmus ist eine Art Computerprogramm, das entscheidet was du auf deiner Twitter-Startseite angezeigt bekommst. Soweit besteht noch kein großer Unterschied zu andere Social Media Plattformen wie z.B. Facebook oder Instagram – diese operieren nach dem selben Prinzip. Man bekommt eine vom Algorithmus ausgewählte Mischung von Accounts, denen man folgt. Außerdem Empfehlungen anderer Accounts und Tweets von denen der Algorithmus denkt, sie könnten dir gefallen.

Was Twitter so einzigartig macht ist, dass nach wie vor die Möglichkeit besteht die Timeline umzustellen von der vom Algorithmus kurierten Startseite hin zu „Neuesten Tweets“. Dies schaltet den Algorithmus für die Timeline aus und zeigt Tweets nach der Reihenfolge ihres Eintreffens an – neueste also zuerst.

Dadurch ergeben sich einige Unterschiede zu anderen Social Media Plattformen, auf die du dich einstellen solltest, wenn du auf Twitter Erfolg haben möchtest.

Wie funktioniert der Twitter Algorithmus in 2022?

Egal ob mit oder ohne Algorithmus: Aktualität ist einer der wichtigsten Faktoren, um bei deinen Twitter-Follower:innen ganz oben angezeigt zu werden. Niemand interessiert sich für News von gestern und Twitter befürwortet diese Einstellung.

Ein weiterer Faktor ist das „Engagement“, also wieviel mit deinem Tweet interagiert wird. Gelingt dir ein Tweet, der von vielen Menschen geliked, retweeted und kommentiert wird, hast du die besten Voraussetzungen, um vom Algorithmus möglichst vielen Menschen vorgeschlagen zu werden.

Außerdem mag der Algorithmus Content Inhalte, die über reinen Text hinausgehen. Twitter ist zwar nach wie vor ein Medium, in dem auch reine Textbotschaften sehr gut performen können – dennoch ist eine starke Steigerung des Engagement mit grafischen Inhalten wie Bildern, GIFs und Videos zu erkennen. Inzwischen enthalten laut Twitter 71% der Sitzungen von User:innen Videos und das ist nicht verwunderlich. – So gut wie alle Social Media Plattformen setzen immer stärker auf Video.

Hashtags zu Themen, die dich interessieren und @mentions von Personen, mit denen du öfter interagierst werden vom Algorithmus auch ab und an in deinen Feed eingestreut. So kann es sein, dass du auch Inhalte von User:innen bekommst, die du vorher nicht kanntest.

Neben diesen Hauptfaktoren gibt es auch noch einige kleinere Einflüsse auf den Algorithmus. Dazu gehört die eigene Aktivität. Kanäle, die selbst sehr aktiv sind und andere aktivieren können, werden vom Algorithmus bevorzugt. In diesem Zusammenhang spielt mitunter auch die Anzahl der Follower:innen eine Rolle.

Auch Themen aus für dich interessanten Topics oder Trends können ihren Weg in deinen Feed finden. Je wichtiger das Thema in deiner Region ist, desto wahrscheinlicher siehst du den ein oder anderen Tweet dazu im Feed.

SPAM oder Inhalte, die als unangebracht oder obszön erachtet werden oder gegen die Twitter-Richtlinien verstoßen, werden vom Algorithmus abgestraft. Das kann über den einzelnen Beitrag hinaus auch den postenden Account betreffen.

Wie kann ich den Twitter Algorithmus für mich nutzen?

Durch die einzigartige Möglichkeit, den Algorithmus für den Feed auszuschalten ist einer der wichtigsten Faktoren auf Twitter die Aktualität der Beiträge. Und damit auch die Zeit des Postens. Im Idealfall sollte dann gepostet werden, wenn gerade die Mehrheit der Follower:innen online ist. Hat man Follower:innen auf der ganzen Welt macht es Sinn, mehrmals am Tag zu posten. So können möglichst viele Menschen zur besten Zeit erreicht werden.

Spice up your content

Auf Twitter gilt „mehr ist mehr“ wenn es um Content geht. Dieser sollte natürlich trotzdem eine möglichst hohe Qualität haben, denn SPAM oder Content mit dem niemand interagiert wird vom Twitter Algorithmus abgestraft.

Wo wir gerade von Content sprechen – die Mischung macht es. Poste Text, Fotos, Videos, GIFs und Umfragen. Besonders aufwändige grafische Inhalte wie GIFs und Videos performen signifikant besser. Da lohnt es sich, ein bisschen mehr Zeit zu investieren.

Nutze Hashtags und Mentions

Auch @mentions können dir zu mehr Reichweite verhelfen. Markiere nur Personen oder Accounts, bei denen es auch Sinn macht sie zu markieren – SPAM ist auch an dieser Stelle weder hilfreich, noch erwünscht. Mit etwas Glück wird dein Posting von der markierten Person sogar repostet – eine super Möglichkeit, um ein neues Publikum zu erschließen.

Nutze Hashtags. Anders als bei Instagram ist auf Twitter die große Hashtagwolke nicht gern gesehen – nutze Hashtags nur dann, wenn sie wirklich gut zu deinem Thema passen und auch dann nur gezielt. Wenn aktuell trendende Hashtags zu deiner eigenen Linie passen, dann lohnt es sich, durchaus gezielt zu aktuellen Themen den ein oder anderen Tweet abzusetzen.

Kümmere dich um dein Following

Das eigene Following ist nicht vollständig irrelevant für den Algorithmus, daher macht es Sinn sich auch über das eigene Wachstum Gedanken zu machen. Twitter hat zu diesem Thema einen „How to grow your following 101“ Artikel veröffentlicht. Aus persönlicher Erfahrung können wir aber sagen, dass dein Following von selbst wachsen wird, wenn du regelmäßigen, hochqualitativen Content postest und viel mit anderen ähnlichen Accounts interagierst.

Engagement schlägt Following

Besonders das interagieren oder „Engagement“ ist der Schlüssel zu mehr Reichweite und letztlich auch Following.. Twitter selbst empfiehlt, sich stärker auf das Engagement zu konzentrieren, als auf Followerzahlen. Um im Bereich Engagement überzeugen zu können ist es wichtig einige Punkte zu beachten:

Tweete, wie dir der Schnabel gewachsen ist.

Verzeih mir den schlechten Witz – der Punkt bleibt aber bestehen. Ja – dein Account bzw. deine Marke sollte eine einheitliche Sprache nach außen hin vertreten und ja – auch thematisch sollte erkennbar sein, worum es bei deinem Account geht. Dennoch sollte alles so klingen, als wäre es wirklich von einem Menschen geschrieben und nicht von einer Maschine. Je menschlicher der Tweet – desto besser kommt er an.

Greif aktuelle Themen auf

Vorhin haben wir es schon angesprochen – aktuelle Themen sind super, um Reichweite zu generieren. Themen, die die Menschen gerade brennend interessieren sind Themen zu denen sie etwas zu sagen haben oder ihre Meinung dazu teilen wollen. Du hast eine Meinung? Dann teile sie – antworte auf andere Posts zum Thema und lade die User:innen zu einer Diskussion ein.

Community Management

Dass Community Management auf allen Social Media Plattformen wichtig ist, ist kein Geheimnis. Kein Wunder also, dass es auch auf Twitter wichtig ist, auf Postings zu reagieren, in denen du markiert wurdest. Wenn du es schaffst, engagierte Diskussionen und Gespräche zu erzeugen, hast du den Jackpot geknackt. Aber selbst wenn du nur auf Fragen oder Bedenken deiner Follower:innen antwortest – der Algorithmus sieht und belohnt es. Und die Community natürlich auch.

Hast du noch Fragen oder brauchst Hilfe um deinen Twitter Account auf Vordermann zu bringen? Dann meld dich gerne bei unseren Expert:innen an office@datenwerk.at.

Schreib uns

Alexandra Posch

Alex brennt für Social Media Kommunikation, Foto- und Videobearbeitung. Wenn sie sich nicht gerade um die Online Communities und Social Media Auftritte unserer Kund:innen kümmert, schreibt sie hier über die besten Tipps & Tricks rund um Social Media und Contenterstellung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.