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Influencer Marketing – Was, warum und wie?

Was ist Influencer:innen Marketing?

Der Begriff „Influencer:innen Marketing“ beschreibt die Zusammenarbeit von Marken und Influencer:innen. Im Idealfall erfolgt ein gezielter Einsatz von Meinungsführenden und Multiplikator:innen.

Die Zusammenarbeit mit Influencer:innen kann auf verschiedenste Art und Weise erfolgen – einige Möglichkeiten haben wir hier aufgelistet.

Warum ist diese Art von Marketing relevant?

Wieso dieses Marketing funktioniert, ist einfach erklärt. Sagen wir, deine Mama, dein Bruder oder eine Freundin empfiehlt dir ein Produkt, weil sie selbst davon begeistert sind. Dann wirst du dir genau dieses Produkt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kaufen.

Das gleiche Prinzip funktioniert bei Influencer:innen. Wenn User:innen jemandem folgen, bauen sie eine parasoziale Beziehung zu ihren Lieblingspersonen auf Youtube, Instagram & Co. auf. Hier schätzen sie die Meinung, die sie verbreiten und folgen ihren Empfehlungen.

Gerade in Zeiten von Bannerblindheit und Ad-Blockern ist das spannend. Dabei kann die Zielgruppe direkt und auf einer sehr persönlichen Ebene angesprochen werden. Daher wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit der Empfehlung folgen. Was will man mehr?

Was definiert eine:n Influencer:in?

Klingt ja fast schon zu gut, um wahr zu sein. Wer sind diese magischen Personen, die den Verstand der Menschen verwirren und sie zu Kaufmaschinen machen?

Ganz so magisch ist es dann doch nicht. Es handelt sich dabei um einfache Personen, die auf den sozialen Medien oder eigenen Blogs einen Einfluss auf andere Menschen ausüben. Meist werden sie für ihr Wissen in einem speziellen Bereich sehr geschätzt, daher folgt man gerne ihrem Rat.

Wer ist das?

Bekannte Beispiele für Influencer:innen aus klassischen Medien sind z.B.:

  • Bekannte Persönlichkeiten („Stars“), die einen hohen Status in der Gesellschaft genießen
  • Journalist:innen
  • Politiker:innen
  • Fachexpert:innen

Durch die Sozialen Medien sind neue Gruppen dazugekommen. Diese können teilweise sogar noch größere Reichweiten erzielen:

  • Blogger:innen
  • Youtuber:innen, Instagrammer:innen,… – hier gehören auch Petfluencer:innen, also Tier-Influencer:innen dazu.
  • Streamer z.B. auf Twitch
  • Pinterest Creator

Ab wann ist man Influencer:in?

Instagram hab ich ja auch – aber macht mich das gleich zu einer Influencerin? Jein. Influencer:innen, die auf Social Media tätig sind, kann man zusätzlich noch in verschiedene Kategorien einteilen:

Familie & FreundeAb 1 Follower:inJeder Mensch, der seine Erfahrung an Freunde und Familie weitergibt, kann die Meinung und Kaufbereitschaft beeinflussen. Denn da ist das Vertrauen besonders hoch.
Nano-Influencer:in<10kNanoinfluencer:innen weisen auch noch eine sehr gute Vertrauensbasis auf, da sie sehr eng mit ihren Follower:innen in Kontakt stehen. Dennoch ist hier ein erstes Maß an Professionalisierung zu bemerken.
Micro-Influencer:in10k-50kMicroinfluencer:innen haben sich bereits in ihrer Branche etabliert und einen gewissen Status erlangt. Sie können noch gut Kontakt zu ihren Follower:innen halten.
Macro-Influencer:in50k-1 Mio.Macroinfluencer:innen sind in ihrer Nische sehr bekannt. Sie sind meist für einen speziellen Aspekt daraus geschätzt. Der individuelle Kontakt zu Follower:innen ist noch vorhanden, nimmt aber langsam aufgrund der Masse ab.
Mega-Influencer:in>1 Mio.Megainfluencer:innen sind oft über ihre Branche hinaus bekannt. Teilweise sind sie auch im klassischen Sinne als Testimonials tätig. Aufgrund der Masse nimmt die direkte Beeinflussung der Zielgruppe ab.

Je nach Ziel der eigenen Kampagne macht es also Sinn zu überlegen, welche Art von Influencer:in man engagieren sollte.

Möchte man Bekanntheit erreichen und das eigene Produkt am Markt etablieren? Dann empfehlen sich Macro- und Megainfluencer:innen. Geht es um persönlicheren Kontakt oder Kaufentscheidungen? Dann können Nano- und Microinfluencer die bessere Wahl sein. Auch das eigene Budget spielt hier eine Rolle.

Grundsätzlich gilt: je höher die Reichweite, desto geringer der persönliche Einfluss und höher der Streuverlust.

Welche Vorteile hat das Influencer:innen Marketing?

Influencer:innen Marketing kann also Meinungen und Kaufbereitschaft beeinflussen. Zusätzlich bietet es aber noch weitere Vorteile:

Influencer:innen produzieren eigene Inhalte

Man muss keine Fotos oder Texte bereitstellen, keine Werbespots konzipieren oder Blogbeiträge texten. Diese Arbeit übernehmen die Influencer:innen.

Eine klassische Kooperation mit Blogger:innen kann z.B. einen Blogbeitrag, zwei Instagram-Postings und eine Storybegleitung auf Instagram beinhalten. Oder die Erwähnung in einem YouTube Video. Je nachdem wo der/die Influencer:in die Zielgruppe am besten erreicht. Im Rahmen der Produktion dieser Inhalte entstehen außerdem Fotos, Videos und Texte die man auch für die eigenen Kanäle nutzen kann. So gewinnt man gleich doppelt.

Der Nachteil ist hier, dass man Kontrolle über das Endergebnis abgibt. Das kann allerdings auch ein positiver Denkanstoß sein. Was, wenn das Endergebnis der Influencer:innen für die Zielgruppe optimiert ist und ganz anders aussieht, als die eigenen Inhalte? Dann ist es wohl an der Zeit die eigene Kanal-Strategie zu überdenken.

Authentizität, Glaubwürdigkeit & Zugang zur Zielgruppe

Influencer:innen sind deshalb so erfolgreich, weil sie den direkten Draht zur Zielgruppe haben. Daher wissen sie genau, was diese bewegt. In vielen Fällen sind sie selbst ein Teil der Zielgruppe. Studien zeigen, dass 92% der Konsument:innen den Empfehlungen anderer Konsument:innen mehr vertrauen als Inhalten, die von Unternehmen produziert werden. Mehr als 60% der jungen Erwachsenen geben an, auf Basis von Influencer:innen Empfehlungen bereits einen Kauf getätigt zu haben. – [Quelle]

Messbarkeit

Ein weiterer Vorteil des Social Media Marketings im allgemeinen ist die Messbarkeit. Somit können KPIs wie Klicks, Reichweite und Likes sehr leicht gemessen werden. Und sie können so auch direkt der Kampagne zugeordnet werden. Diese Vorteile bleiben bei der Kooperation mit Influencer:innen erhalten.

Wie kann ich mit Influencer:innen kooperieren – Formen?

Okay, okay ich bin überzeugt. Influencer:innen Marketing ist super. Aber wie stell ich das jetzt an? Wie kann ich mit ihnen zusammenarbeiten?

Hier ein kleiner Überblick über die Möglichkeiten:

PostingDie wohl häufigste Art einer Kooperation passiert in Form eines Postings oder Blogbeitrags, das speziell zu deinen Inhalten erstellt wird. Dabei wird es oft mit einem Link zu deinen eigenen Kanälen versehen und sorgt so für direkten Traffic auf deine Seite.
StoryStories können Fotos oder kurze Videos sein, die mit der Community geteilt werden. Damit bieten sie sich sowohl für das direkte vorstellen eines Produktes an, aber auch für die Begleitung von Live Events.
YouTube/IGTVAuf YouTube oder IGTV können Influencer:innen Videos direkt über dein Produkt machen. Außerdem können sie innerhalb eines anderes Videos zu einem verwandten Thema auf dein Produkt verweisen.
UnboxingGerade für B2C Marketing ist ein Unboxing sehr beliebt. Dabei packen Influencer:innen das Produkt vor laufender Kamera aus, entdecken es für sich und teilen die Begeisterung über die tollen Features mit dem Publikum. Allerdings kann auch Kritik in diesen Videos Platz finden und macht das Unboxing authentischer.
TutorialsTutorials gehen weiter als nur ein Unboxing und zeigen die Features des Produkts etwas detaillierter. Dadurch ist dieses Format besonders für technische Produkte zu empfehlen.
GewinnspieleGewinnspiele können auch dabei helfen, Follower:innen der Influencer:innen dazu zu bewegen, den eigenen Unternehmenskanälen direkt zu folgen. Dabei stellen Influencer:innen klassischerweise das Produkt vor und verlosen es dann.
RabattcodesRabattcodes sind ideal, wenn genau getrackt werden soll, welche Influencer wieviel Umsatz gebracht hat. Dafür erhalten sie Influencer:innen individuelle Rabattcodes für den Online-Shop, die sie an ihre Follower:innen weitergeben.
Account Take-OverHier braucht es Einiges an Vertrauen zu den Influencer:innen. Denn diese übernehmen für einen gewissen Zeitraum den Account der Marke und berichtet aus dem eigenen Blickwinkel.
Brand AmbassadorBrand Ambassador ist eine fortgeschrittene Stufe des Influencer:innen Marketings. Deshalb wird diese Variante meist erst nach einigen erfolgreichen Kooperationen gewählt. Dabei verpflichten sie sich, für einen vereinbarten Zeitraum in die Rolle eines/einer Markenbotschafter:in zu schlüpfen. Allerdings gibt es oft Beschränkungen, was Kooperationen mit der Konkurrenz angeht.

Persönliche Erfahrung – Kooperation Bio-Aktionstage

Hier beim datenwerk machen wir natürlich auch Influencer:innen Marketing für unsere Kund:innen. Ein von uns betreutes Projekt waren die Bio-Aktionstage der AMA-Marketing. Dabei konnten wir nun schon zum zweiten Mal in Folge erfolgreich Influencer:innen Marketing nutzen.

Im Laufe der Aktionstage 2021 wurde mit 5 österreichischen Bloggerinnen aus den Bereichen Food & Lifestyle zusammengearbeitet, davon 3 Micro- und 2 Macroinfluencer:innen. Damit konnten wir die ideale Mischung aus Reichweite und Engagement erzielen und haben in Summe über 275.000 Menschen erreicht.

Für die Bio-Aktionstage haben wir die Kampagne und die eigenen Inhalte mit einer speziell zugeschnittenen Social Ad Kampagne noch zusätzlich unterstützt. Durch diese Bündelung konnten in Summe über
eine Million Menschen erreicht werden.

Social Media und Influencer:innen Marketing bringt deine Marke sicher weiter. Aber du benötigst Hilfe bei der Konzeption und Umsetzung deiner Ideen? Kein Problem! Schreib uns, wir helfen dir gerne weiter!

Alexandra Posch

Alex brennt für Social Media Kommunikation, Foto- und Videobearbeitung. Wenn sie sich nicht gerade um die Online Communities und Social Media Auftritte unserer Kund:innen kümmert, schreibt sie hier über die besten Tipps & Tricks rund um Social Media und Contenterstellung.

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