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Kinderfreunde #fürallekinder

Screenshot der Startseite von kinderfreunde.at

Die Kinderfreunde sind eine Wundertüte für Eltern und Kinder in ganz Österreich. Bei den Kinderfreunden finden sich Angebote von Kinderbetreuung, über Bildungspädagogik, bis zu Veranstaltungen in den Gemeinden des Landes. Daher ist die große Herausforderung eines Relaunches: Wie zeige ich die Vielfalt meiner Angebote, ohne die User:innen zu überfordern? Dazu kommt, dass die Kinderfreunde in ganz Österreich vertreten sind und vor Ort oft ganz unterschiedliche Angebote haben. Damit sind sie in Österreich nicht allein. Fast jede größere Organisation baut auf einer föderalen Struktur auf. Wie gehen wir im Web mit diesen Herausforderungen um, ohne dass der Webauftritt ein „Fleckerlteppich“ wird?

Um Kindern in ganz Österreich noch bessere Angebote zur Verfügung zu stellen, haben die Kinderfreunde mit uns vom datenwerk in einem Design-Sprint den Webauftritt der Kinderfreunde neu gedacht. Statt die bisher auf eigenen Seiten verstreuten Landesstellen so zu belassen, wollen wir sie auf einer Seite vereinen. Ziel war es, den Zugang zu verschiedensten Angeboten auf einer Seite zu ermöglichen. Immerhin könnte ich mit meinen Kindern zwar in Wien wohnen, aber aus verschiedensten Gründen auch Angebote aus anderen Bundesländern wahrnehmen wollen. Dafür jedesmal eine neue Webseite aufrufen zu müssen, setzt voraus, dass

  • User:innen erstens wissen, dass es auf anderen Seiten mehrere Angebote gibt
  • und sie zweitens bereit sind, die Extra-Meile zu gehen, anstatt einfach auf leichter auffindbare Angebote auszuweichen.

Außerdem spielen ehrenamtliche Mitarbeiter:innen im Kinderfreunde-Universum eine wichtige Rolle. Sie sind für viele Veranstaltungen verantwortlich und arbeiten in Ortsgruppen direkt mit Menschen zusammen.

Um diesen ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen etwas Gutes zu tun, kam der Wunsch auf eine Plattform zu schaffen. Diese sollte es ihnen ermöglichen, ihre Inhalte auf der Webseite der Kinderfreunde einfach einzugeben, ohne in ein kompliziertes Backend einzusteigen.

Einer für alle, alle für einen?

Die Entscheidung, verschiedenste Zweige und Stellen der Kinderfreunde-Architektur auf einer Webseite zu vereinen, brachte natürlich einige Herausforderungen. In vielen Bundesländern gelten verschiedene Regelungen, was Kinderbetreuung betrifft. Sie bieten daher verschiedene Angebote an, welche wiederum andere Anforderungen an ein Content Management System (CMS) in der redaktionellen Befüllung stellen.

In vielen Situationen mussten die Bedürfnisse mancher Bundesländer mit denen anderer abgeglichen werden, um eine gute Balance zu finden. Denn einerseits muss es möglich sein, die vielfältigen Angebote der Kinderfreunde gänzlich abzubilden, ohne die Redakteur:innen bei der Befüllung zu überfordern. Gleichzeitig soll für User:innen später ein Kindergarten immer gleich aussehen. Egal aus welchem Bundesland, auch wenn diese aus verschiedensten Gründen vielleicht unterschiedlich detailreich befüllt sind. 

Damit aber weiterhin User:innen aus Oberösterreich überwiegend Content aus Oberösterreich sehen, wurde die Webseite so konzipiert, dass alle Inhalte je nach Filtereinstellung im Hauptmenü grundsätzlich allen User:innen zur Verfügung stehen. Das ermöglicht regionale Informationen, wenn das von User:innen gewünscht ist und bietet den Bundesländern weiterhin die Möglichkeit, ihre speziellen Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Unsere Lösung ist ein Bundeslandfilter, der automatisch Inhalte sortiert, ohne die Redakteur:innen und User:innen zu verwirren.

Um diesen Bundeslandfilter mit Leben zu erwecken, mussten die bisherigen Inhalte komplett neu gedacht werden und auch technisch umgesetzt werden. Dabei half uns das für große Organisationsauftritte geschaffene Content Management System SULU.

Hinzu kommen die notwendigen Anforderungen an einen modernen Webauftritt wie Barrierefreiheit, userzentrierte Menüführung und anderen wichtigen Punkten aus der Usability.

Freiwillige vor!

Die Ortsgruppenplattform hat uns vor andere Herausforderungen gestellt. Zwar gab es auch dort unterschiedliche Bedürfnisse nach Bundesland, die größte Hürde stellte jedoch die Übertragung des Contents in das neue SULU-CMS dar. Wir haben einen Bereich geschaffen, der die Organisation der ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen erleichtert.

Wir haben genau für die Freiwilligen ein einfaches Redaktionssystem implementiert, damit wenig technik-affine Personen unterstützt werden. Das konnten wir meistern und aktuell können Ortsgruppen entweder bequem Veranstaltungen und mehr über ihr Handy eintragen, oder sie holen sich direkt Hilfe bei Redakteur:innen mit Zugriff auf das Backend.

Heute müssen ehrenamtliche Mitarbeiter:innen bei den Kinderfreunden nicht mehr über langwierige Amtswege hinwegkommen, um ihre Arbeit sichtbar zu machen. Sie können einfach über eine Ortsgruppenplattform, jederzeit und überall Veranstaltungen anlegen oder Berichte schreiben. Um die richtige Zuordnung müssen sie sich dabei keine Sorgen machen, denn das passiert alles automatisch.

Kinderfreunde – Jetzt neu!

Es ist nicht einfach eine Webseite zu schaffen, die die Anforderungen mehrerer Redakteur:innen, User:innen und teilweise gesetzlicher Lagen erfüllt. Vor allem wenn zuvor mehrere Webseiten genau zu diesem Zweck eingerichtet wurden und Redakteur:innen sich jetzt umstellen müssen. Im Sinne des userzentrierten Denkens, war es aber die richtige Entscheidung. Am Ende des Tages muss eine Webseite die Bedürfnisse der User:innen erfüllen, sonst werden diese früher oder später an anderen Stellen nach Antworten suchen. Die Zusammenlegung der Bundesland-spezifischen Webseiten war also ein Schritt in die richtige Richtung.

Bundeslandfilter

Screenshot des Bundeslandfilters im Menü.
Der Bundeslandfilter befindet sich im Menü und lässt somit auf jeder Unterseite eine Filterung zu.

Mithilfe eines Tagging-Systems konnten wir die zusätzliche Arbeit der Redakteur:innen minimieren, während gleichzeitig gewisse Automatismen erhalten bleiben. Gewisse Beitragsarten können auf der gesamten Webseite gefiltert werden, ohne dass Redakteur:innen diese an der richtigen Stelle platzieren müssen. Gleichzeitig gibt es Seitenarten, die von Redakteur:innen direkt beeinflusst werden können. Das betrifft vor allem Seiten, an denen die Reihenfolge der Elemente beeinflusst werden muss.

Uns geht die Arbeit nicht aus

Die Umgestaltung der Webseite war ein guter Start, die Arbeit hört aber nie auf. Wie bei einem Haus gibt es immer etwas zu tun. Hier können wir noch etwas für Redakteur:innen optimieren. Dort wäre ein Hinweis für User:innen praktisch. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir dieses Projekt mit den Kinderfreunden umsetzen konnten.

Wir beraten und unterstützen auch dich oder dein (föderales) Unternehmen gerne bei deinem/eurem Webprojekt.

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Christoph Striedner

Christoph kommuniziert und designed. Deshalb ist er bei datenwerk auch als Kommunikationsdesigner beschäftigt. Im Blog schreibt er meist über Webdesign, Social Media und Methoden für verschiedene Online Projekte.

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