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YouTube Algorithmus: Strategien für mehr Reichweite

Wie der Titel schon verraten hat, geht es in diesem Beitrag um eine der meistgenutzten Videoplattformen, nämlich YouTube. Sie ist bekannt für ihr breites Spektrum an Unterhaltung und schlägt User:innen die Videos vor, die laut Algorithmus am ehesten zu ihren Interessen passen. Wie genau der YouTube Algorithmus funktioniert und wie du davon profitieren kannst, erfährst du in diesem Artikel!

Was ist ein Algorithmus?

Bevor du dich mit dem Thema YouTube Algorithmus genauer auseinandersetzt, ist es wichtig zu wissen, was ein Algorithmus überhaupt ist.

Ein Algorithmus ist eine Reihe von Anweisungen, die schrittweise ausgeführt werden, um eine Aufgabe oder ein Problem zu lösen. Wenn du beispielsweise einen Kuchen nach Rezept backst, dann führst du in diesem Sinne den Algorithmus der einzelnen Schritte des Rezepts aus, um am Ende einen leckeren Kuchen zu haben. Oder, wie du es vielleicht noch aus der Schulzeit kennst, gibt es in der Mathematik Anweisungen, um komplexe Rechenprobleme zu lösen.

Algorithmen werden von vielen verschiedenen Unternehmen und Plattformen eingesetzt. Bestimmte Kriterien werden bewertet und liefern ein Ergebnis. Auch die Google Suche basiert auf Algorithmen, die entscheiden, was dir beim Suchen angezeigt wird.

Wie tickt der YouTube Algorithmus?

Der YouTube Algorithmus liefert und sortiert Content, der von Milliarden von Menschen konsumiert wird. Deswegen hat die Videoplattform einen sogenannten „Empfehlungsalgorithmus“ und der kann:

  • sich merken, was du früher schon mal gesucht hast,
  • erkennen, wofür du dich zurzeit interessierst und
  • vorschlagen, was du zukünftig wahrscheinlich sehen willst.

Das berechnet der Algorithmus nicht nur anhand deines Suchverhaltens, sondern auch an der Verweildauer auf Videos, die du dir auf YouTube anschaust. Je länger du dir beispielsweise die Videoinhalte anschaust, umso empfehlenswerter ist der Inhalt aus der Sicht von YouTube. Daraus ergibt sich auch deine personalisierte Startseite, die ganz auf dein Konsum- und Nutzerverhalten abgestimmt ist.

Stell dir vor, du schaust dir eine Woche lang eine Menge von YouTube-Videos zum Thema „Cupcakes“, an, weil du zu Geburtstag deiner Schwester Cupcakes backen möchtest. Jetzt empfiehlt dir YouTube auf deiner Startseite Cupcake-Videos von unterschiedlichen YouTubern.

Rankingfaktoren

1. Video Watch Time

Welche Videos ganz oben angezeigt werden, entscheidet sich auch über die durchschnittliche Zeit, die User:innen dein Video ansehen, die sogenannte „Watch Time.“

Das Hauptziel von YouTube besteht darin, Zuschauer:innen so lange wie möglich auf der Website zu halten. Alle Videos, die viel Watch Time generieren, werden daher mit einem hohen Ranking belohnt.

2. Channel Watch-Time

Die Watch-Time wird sowohl für einzelne Videos als auch für den gesamten Kanal berechnet. Die Zeiten, die die einzelnen Videos auf dem Kanal von dir abgerufen werden, werden somit zusammengezählt. Wenn ein Kanal zu einem bestimmten Thema viele Aufrufe erhält, steigt seine Autorität zu diesem Thema. Kanäle, mit mehr Autorität, ranken höher.

Ein Beispiel dafür ist, wenn ein/eine Content Creator:in sich auf Beauty und Health spezialisiert und auf Videos zu diesen Themen viel Watch Time erhält.

Wenn du nach einem Thema aus diesem Bereich suchst, oder dich generell dafür interessierst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dir dieses Video in deinen Suchergebnissen oder auf deiner Startseite vorgeschlagen wird. Postet derselbe Content Creator nun aber über verschiedene Automodelle, wird er oder sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unter den Top-Treffern laden.

3. YouTube Click-Through-Rate

Bei der Click-Through-Rate (=CTR) geht es um eine Kennzahl, die das Verhältnis zwischen Impressionen und Klicks beschreibt.

Die CTR gibt in Prozent an, wie viele Zuschauer:innen ein bestimmtes YouTube-Video anklicken, wenn es ihnen vorgeschlagen wird. Je mehr Personen auf ein Video klicken, desto relevanter ist es zu dem Thema und desto höher wird es gereiht.

Beeinflussen kannst du die CTR, indem du sowohl bei Thumbnails, als auch Videotiteln darauf achtest, dass diese möglichst ansprechende für deine Zielgruppe gestaltet sind.

4. Upload Frequenz

Auch die Upload-Frequenz auf einem Kanal wird bewertet. YouTuber:innen, die regelmäßig Videos hochladen, haben eine höhere Chance, dass ihre Videos ein entsprechendes Publikum erreichen. Das liegt daran, dass aktive Kanäle vom YouTube Algorithmus besser bewertet werden, als inaktive Kanäle, die schon lange nichts mehr gepostet haben.

5. Video Engagement Metriken

Allgemein sind Engagement Metriken dazu da, um zu messen, wie investiert Nutzer:innen in die Inhalte sind. Klassische Kennzahlen auf Youtube sind z. B. Likes, Kommentare und Abonnenten.

Auch der YouTube Algorithmus berücksichtigt diese Werte, um den Zuschauer:innen bessere Videovorschläge geben zu können. Little-known-fact: Ein View wird auf YouTube erst gezählt, wenn du das Video mindestens 30 Sekunden lang angeschaut hast.

6. Suchverlauf und Watch History

Ein zusätzlicher Faktor, der den YouTube Algorithmus beeinflusst, ist dein persönlicher Suchverlauf und deine angeschauten Videos. Diese Informationen geben Auskunft darüber, welche Art von Inhalten du als Zuschauer:in bevorzugt. Der Algorithmus kann aus diesen Daten individuelle Empfehlungen erstellen und Nutzern ähnliche Videos vorschlagen.

Du schaust zum Beispiel jedes Video, dass Peter McKinnon veröffentlicht? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er dir weit oben angezeigt wird, wenn du das nächste Mal nach einem Thema rund um Foto- oder Videografie suchst.

YouTube Algorithmus: 6 Tipps für mehr Klicks!

1. Wähle eine Nische

Entscheide dich für ein Thema, dass du konsistent umsetzen möchtest. Dadurch baust du nicht nur beim YouTube Algorithmus, sondern auch bei deinen Zuseher:innen Autorität in einem bestimmten Themenbereich auf.

2. Thumbnails & Titel

Das Vorschaubild, das in den Suchergebnissen und Vorschlägen erscheint, heißt Thumbnail. Wenn du diesen besonders ansprechend gestaltest, kannst du User:innen dazu bringen eher auf dein Video zu klicken. Außerdem kannst du dich durch ein eigenes Design von deinen Konkurrent:innen abheben und die Wiedererkennung fördern. Zuschauer:innen die deine Videos schon in der Vergangenheit hilfreich fanden und dich wiedererkennen, klicken mit höherer Wahrscheinlichkeit auf dein Video.

Auch der Titel ist wichtig. Er soll nicht nur ansprechend sein, sondern auch SEO optimiert. Also für die Suchmaschinen, welche Google und Youtube nun einmal sind, optimiert. Wenn du z. B. ein Video zum Thema Youtube Algorithmus posten möchtest, solltest du das Wort Youtube Algorithmus auch im Titel unterbringen. Einerseits, damit User:innen wissen, worum es in deinem Video geht und andererseits, damit du auch von User:innen, die noch keine Abonnent:innen deines Kanals sind, über die Suche gefunden werden kannst.

3. Videobeschreibung

Eine gut formulierte und relevante Videobeschreibung liefert dem YouTube Algorithmus wertvolle Informationen über den Inhalt deines Videos. Dadurch kann YouTube dein Video besser kategorisieren und mit anderen Inhalten verknüpfen, die für ähnliche Zielgruppen relevant sind. Damit dir das gelingt, solltest du auf Folgendes achten:

  • Verwende relevante Hashtags: Hashtags sollten einen Zusammenhang zu deinem Video Content haben. Falls du dir nicht sicher bist, welche Hashtags du verwenden sollst, dann kannst du dir von anderen Kanälen Inspiration suchen.
  • Individuelle Beschreibung: Jeder Clip sollte eine eigene, individuelle Beschreibung haben. Damit ist es leichter zu finden und unterscheidet sich von ähnlichen Videos.
  • Keywords: Am Anfang deiner Beschreibung, solltest du deine wichtigsten Keywords einfließen lassen, da du nicht nur deine Zuschauer:innen informierst, sondern auch YouTube selbst.
  • Nicht zu lang: Vergiss nicht, dass Zuschauer:innen auf dein Video gestoßen sind, um ein Video anzuschauen und nicht einen ewig langen Aufsatz zu lesen. Darum ist es wichtig, deine Videobeschreibung kurz und knackig zu halten.

4. Videolänge

Die Videolänge ist natürlich abhängig davon, was für einen Inhalt du deinen Zuschauer:innen übermitteln möchtest. Wenn du deine Botschaft in 3 Minuten erklären kannst, dann reichen die 3 Minuten vollkommen. Versuche, deine Videos nicht unnötig in die Länge zu treiben, wenn sie den Zuschauer:innen keinen Mehrwert bieten. Ein Tipp: Finde heraus, wie lange dein Publikum deine Videos anschaut (Youtube Analytics helfen dir hier weiter). Wenn du sehr viele Leute in der Mitte deines Videos verlierst, hast du noch Raum für Verbesserung.

5. Social-Media-Marketing auf anderen Plattformen

Eine Möglichkeit ist, deinen YouTube-Kanal mit ergänzenden Profilen auf anderen Social-Media-Plattformen zu pushen. Je nach Zielgruppe, kannst du prüfen, welche Plattform für dieses Marketing geeignet ist. Möchtest du primär GenZ und Millennials ansprechen, sind z. B. TikTok oder Instagram eine gute Wahl. Durch die Präsenz auf anderen Social-Media-Plattformen kannst du mehr Videoaufrufe gewinnen und dein Netzwerk vergrößern.

6. Aktive Promotion in Videos

Die Promotion eines Kanals kann nicht nur extern auf Social-Media-Plattformen erfolgen, sondern auch auf YouTube selbst. Durch Verlinkungen in Videos kannst du beispielsweise auf ein anderes Video aus deiner Playlist verweisen, sodass User:innen länger auf deinem Kanal verweilen.

Viele YouTuber:innen geben ihre weiteren Videovorschläge am Ende des Videos bekannt. Das kann mündlich erfolgen wie „wenn du meinen ersten Part zu diesem Video noch nicht gesehen hast, dann klicke jetzt oben rechts“. Auch in den End Cards kannst du passende Videos zum Weitersehen verlinken.

Fazit

Da YouTube eine der weltweit größten Suchmaschinen ist, die täglich von mehreren Millionen Nutzern frequentiert wird, solltest du ernsthaft überlegen, ob du es dir leisten kannst, diese Plattform außer Acht zu lassen.

Auch wenn der Umgang, mit dem YouTube Algorithmus am Anfang ein wenig einschüchternd sein kann – letztlich ist es wie auf allen anderen Plattformen auch. Solange du die Menschen begeisterst, werden sie deine Inhalte anschauen und deinem Kanal folgen und das wirkt sich wiederum positiv auf den Algorithmus aus. Fokussiere dich daher auf den Mehrwert, den du für User:innen liefern kannst.

Solltest du doch noch Fragen zum Thema YouTube Algorithmus haben, dann schreib uns eine Nachricht. Wir helfen dir gerne weiter!

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