4,5 Monate zwischen Personas, Social Media und KI: Mein Psychologie-Praktikum bei datenwerk

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Time to say goodbye: Meine 4,5 Monate beim datenwerk gehen zu Ende. Zeit also für einen kleinen Rückblick auf ein Praktikum voller neuer Aufgaben, Tools und Tabs, das deutlich mehr als „nur ein bisschen mitlaufen“ war. Zwischen Personas, Social Media, SEO, KI und nennen wir es mal... interessanten Food-Kombis, habe ich in meinem Praktikum bei datenwerk nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch einen ziemlich guten Einblick in den Alltag eines digitalen Unternehmens bekommen.

Tisch mit Laptop, Notizbuch und Croissant

Wie läuft der Arbeitsalltag im datenwerk ab?

Mein Arbeitstag begann meist mit zwei digitalen Morgenrunden. Zuerst meiner privaten – Kalender checken, Mails checken, Chats checken, Jira checken. Denn was ich schon an Tag 1 gelernt hatte: „Ohne Jira Arbeitspaket keine Arbeit.“ Fix auf der Agenda stand dann auch jeden Morgen das Kanban-Meeting, ein Onlinemeeting, an dem das gesamte Team teilnimmt und kurz besprochen wird, woran jede:r arbeitet. Gerade weil wirklich alle teilnehmen, war das Meeting auch immer ein guter Rahmen, andere kurz anzusprechen. Nicht im Sinne von „Lass uns jetzt hier im Meeting ein Fass aufmachen“, sondern eher in der sehr praktischen Form von: „Hey, ich möchte später kurz mit dir über xy sprechen.“ Damit war das Thema einmal platziert, die Person informiert und man musste niemanden später durch drei Chats, zwei Kalenderfenster oder mit Blicken durch die Glaswände des Büros verfolgen.

Generell war auch der Ablauf bei neuen Arbeitsaufträgen sehr angenehm: Vieles wurde nicht einfach nur theoretisch erklärt, sondern gemeinsam an einem Beispiel durchgegangen und auch detailliert im Arbeitspaket dokumentiert. Und das ist im Praktikant:innen Alltag Gold wert, denn oft denkt man bei einer Erklärung noch „Ja, klar, logisch“ und sobald man es selbst machen soll, tauchen plötzlich 17 neue Fragen auf. Natürlich war es aber auch nachträglich jederzeit möglich, noch Fragen zu stellen oder sich Tipps einzuholen, falls etwas unklar war. Gerade dieser Mix aus Eigenverantwortung, guter Planung und klaren Informationen waren für mein Praktikum wirklich wertvoll.

Aber was waren denn jetzt die Inhalte meines Praktikums?

Die kurze Antwort: Ziemlich viel Unterschiedliches. Und genau das hat das Praktikum auch spannend gemacht. Neben regelmäßig monatlich anfallenden Aufgaben gab es trotzdem genug Abwechslung.

Vom Praktikum zum Bürgermeisteramt

Ich habe zum Beispiel Personas erstellt oder aktualisiert und passende User Journeys ausgearbeitet. An einem anderen Tag wurde ich bei einem Usability-Test auch mal eben zur Bürgermeisterin. Einen solchen Karrierebaustein kann einem definitiv nicht jede Praktikumsstelle bieten – man kommt für ein Praktikum und geht mit Verwaltungserfahrung auf Gemeindeebene.

Ein weiterer spannender Bereich waren Workshops, zum Beispiel zu SEO und GEO. Fachlich war das schon sehr interessant, so richtig interessant wurde der Vorbereitungstermin aber in den letzten 10 Minuten, in denen wir Cateringwünsche äußern durften. Denn plötzlich wurde irgendwo zwischen Frischkäse, Nutella und Himbeeren eine Brot-Kombination geboren, die entweder wie ein kulinarischer Unfall oder ein Genie-Streich klingt (ich persönlich fands kriminell). Fest steht: Das Catering kam nicht nur beim Kunden gut an.

Frischkäse-Nutella-Himbeere-Brot bei brotkast.at / credits: brotkost.at

SurferSEO und die Jagd nach dem höchsten Score

Auch redaktionelle Tätigkeiten haben einen großen Teil meines Praktikums ausgemacht. Ich habe Blog-Beiträge geschrieben, überarbeitet und mit SurferSEO optimiert. Und falls jemand denkt, Suchmaschinenoptimierung ergibt immer Sinn und lässt sich logisch erklären, kann ich nur sagen: nicht immer, SurferSEO hat manchmal seine ganz eigene Persönlichkeit. Das Korrekturlesen mit Wolfgang hatte dadurch teilweise fast schon spannenden Live-Sport-Charakter. Noch ein paar Wörter ergänzen? Steigt der Score? Fällt er? Bleibt er gleich? Aber genau das hat es auch unterhaltsam gemacht. Denn es kam durchaus vor, dass ich laut SurferSEO in einen Artikel über FOMO plötzlich noch das Wort „Lebensmittel“ einbauen sollte. Warum ein Text über FOMO dringend noch in Richtung Supermarkt abbiegen sollte, bleibt vermutlich ein Geheimnis.

Zwischen Social-Media-(Kampagnen) und Zahlenlawinen

Besonders hat mir auch das Erstellen von Postings für Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram oder LinkedIn Spaß gemacht. Dabei konnte ich sowohl bei der Gestaltung in Canva als auch beim Formulieren von Captions meiner Kreativität freien Lauf lassen. Den Instagram und Facebook Content konnte ich anschließend immer in swat.io oder der Meta Business Suite vorausplanen.

Natürlich bin ich im Laufe des Praktikums auch mit Analyse- und Werbetools zur Auswertung von Social-Media-Kampagnen in Berührung gekommen – dem Facebook Werbeanzeigenmanager und dem Google Ads Manager. Wenn man sich dort zum ersten Mal einloggt, ist das schon ein Moment. Man wird nicht freundlich an die Hand genommen, sondern eher von einer sehr motivierten Zahlenlawine überschüttet. Aber mit der Zeit lernt man, sich zurechtzufinden, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, welche Inhalte, Zahlen und Daten wirklich wichtig sind. Das war überhaupt eine wiederkehrende Erfahrung: In der Regel wirken die meisten Tools anfangs größer und dramatischer, als sie am Ende tatsächlich sind.

Fangen wir erst mal mit den Grundlagen an: Wie benutzt man eigentlich ChatGPT?

Was ich definitiv für meinen Alltag mitnehmen werde: Ich habe gelernt, wie man KI-Tools wie ChatGPT und Co. nutzt. Also nicht nur ChatGPT irgendetwas hinzuwerfen und auf das Beste zu hoffen, sondern wirklich zu verstehen, wie man sinnvoll promptet und welche Informationen man geben muss, damit am Ende auch brauchbare Ergebnisse herauskommen. Weil ich davor eher zur Kategorie „wild drauflos fragen und schauen, was passiert“ gehört habe, werde ich dieses bewusstere Arbeiten mit KI-Tools auf jeden Fall mitnehmen.

Mehr Aufgaben, mehr Verantwortung, mehr Einblicke

Spannend war auch, dass sich während meiner Praktikumszeit intern einiges verändert hat. Durch Umstellungen und personelle Veränderungen – zum Beispiel wegen Karenz – wurde ich nicht nur selbst in ganz neue Aufgaben eingearbeitet, sondern durfte später sogar selbst Aufgaben weitergeben und neue Mitarbeiter:innen und Praktikant:innen einarbeiten. Das war eine schöne Entwicklung, weil man daran auch gemerkt hat, dass einem Vertrauen entgegengebracht wird. Fast ein bisschen gefährlich, wie schnell man plötzlich eine doch so seriöse Rolle einnimmt.

Was nehme ich aus 4,5 Monaten Praktikum bei datenwerk mit?

Vor allem, dass ein Praktikum dann am meisten bringt, wenn man nicht nur zuschaut, sondern wirklich eingebunden wird und selbst aktiv wird. Genau das wurde mir bei datenwerk geboten. Ich durfte an unterschiedlichen Themen mitarbeiten, neue Programme kennenlernen, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig immer Fragen stellen, wenn etwas unklar war.

Wer auf der Suche nach einem Praktikum ist, bei dem man eigenständig arbeitet, Einblick in viele verschiedene Bereiche bekommt und nicht nur „mitläuft“, sondern wirklich vollwertiges Teammitglied ist, ist hier ziemlich richtig. Man sollte Offenheit für neue Tools mitbringen, Lust haben, sich in Themen hineinzudenken und keine Scheu davor haben, selbst die Initiative zu ergreifen. Dann hat man hier die Chance, wirklich viel mitzunehmen.

Und um diesen Praktikumsbericht ganz in datenwerk-Tradition abzuschließen, bleibt eigentlich nur noch eine letzte, sehr wichtige Frage offen: Wie oft hatte ich denn jetzt mit der Kaffeemaschine Kontakt? Ob mans glaubt oder nicht – tatsächlich in 4,5 Monaten kein einziges Mal, weder privat noch aufgaben-technisch.

datenwerk innovationsagentur GmbH