Design Sprint – eine neue Lieblingsmethode

Wie wird aus deiner Idee ein erfolgreiches Produkt? Damit deine Kreativität ins Fließen kommt und du dein volles Potenzial zur Innovation ausschöpfen kannst, arbeiten wir in unseren Workshops mit unterschiedlichen Methoden. Heute stelle ich dir Design Sprint vor.

Design Sprint – eine Alternative zu Design Thinking

Eine Gruppe von maximal sieben Personen hat genau fünf Tage Zeit, um eine konkrete Frage zu stellen und die Antwort darauf zu finden. Einen Prototypen im richtigen Design machen sie auch in der Zeit und testen ihn mit BenutzerInnen. Das ist es, wofür ein Design Sprint steht. Wenn du dich fragst, wie sich das alles ausgehen soll, kann ich nur sagen: es geht!

Darauf solltest du bei einem Design Sprint-Workshop achten

Ein Sprint gibt dir eine Art Superkraft – du kannst in die Zukunft sehen und das fertige Produkt mit UserInnen testen, ohne zu viel Zeit und Ressourcen zu investieren. Dieses Versprechen geben die EntwicklerInnen dieser Methode. Und tatsächlich – es wird eingehalten, wenn man sich an die Vorgaben des Design Sprints hält.

Das sind meine Empfehlungen für das Setting

  • Es ist wichtig, sich tatsächlich die fünf Tage Zeit dafür zu nehmen. Der Design Sprint ist ein Prozess, der aus fünf Phasen besteht. Die solltest du nicht komprimieren oder verkürzen. Nur bei vollem Umfang kommt am Ende das versprochene Ergebnis heraus. Das ist viel Zeit aber das Ergebnis ist großartig!
  • Man braucht im Setting jedenfalls jemand, die/der graphisch sattelfest ist.
  • Es braucht eine Moderation.
  • Es kommen viele Methoden im Laufe das Prozesses zum Einsatz, wie z.B. – Rollen (Personas), User-Stories (im Buch heißt das die „wie können wir“-Methode und weist kleine Unterschiede zu User-Stories auf) oder Usability Testing. Für einen erfolgreichen Design Sprint-Prozess solltest du die verwendeten Methoden kennen und können, sonst bleibst du unterwegs stecken. Wir helfen dir hier gerne weiter!

In unserem letzten Setting ging es beispielsweise darum, aus der Idee „eine APP für Veranstaltungen“ ein konkretes Produkt zu entwerfen.  Bei so einer Ausgangssituation stehen einige sehr bewährte Methoden zur Auswahl – wir entschieden uns für einen Design Sprint. Da die Idee zur APP schon sehr konkret formuliert war, wäre in diesem Fall Design Thinking zum Beispiel zu sehr in die Breite gegangen.

Design Sprint Diagramm von Google Venture

Design Sprint ermöglicht eine Abkürzung von der Idee direkt zum Lernen. Mehr dazu erfährst du hier bei Google Venture

Woher kommt Design Sprint?

Design Sprint ist ein Format, das von Google Venture entwickelte wurde. Jake Knapp, John Zeratsky und Braden Kolwitz haben es erarbeitet und versprechen sich eine Abkürzung des Viererzyklus´ „Idee – Entwickeln – Veröffentlichen – Lernen“ hin zu einem Zweierschritt „von der Idee zum Lernen“. Das Buch „Sprint – wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme löst“ (Redline Verlag) ist spannend zu lesen, ich kann es dir wirklich empfehlen. Das Material dazu kannst du dir hier online holen.

Was ich unbedingt ergänzen will

Mir fehlt im Design Sprint das „Warum?“

Es ist für mich die essenzielle Frage in einem Prozess. Warum? Weil sich aus der Antwort ein Verständnis im Team entwickeln lässt. Denn wenn ich nicht im Team die Frage kläre, warum wir etwas machen, dann fehlt das gemeinsame Bild, es entgeht mir der Sinn. Das hat Auswirkungen auf die Motivation, die Eingebundenheit und letztendlich auch auf das kognitive Verständnis.

Womit ich mir auch schwer tue, ist „Sprint“ im Namen.

Die Verwechslungsgefahr mit dem Sprint bei Scrum ist sehr hoch und erleichtert uns nicht gerade die Klärung des Unterschieds zwischen Methoden zum Entwerfen und Methoden zur technischen Umsetzung.

Du bist auf der Suche nach Methoden, um deine Kreativität entfalten zu können? Wir stellen dir im Blog in der Kategorie „Methode“ unsere Lieblingsmethoden vor. Wir unterstützen dich und dein Team dabei, die besten Lösungen zu finden und umzusetzen, schreib mir an office@datenwerk.at.

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