Ohne definierte Ziele gibt’s keine guten Social Ads

Können wir da auch Ads schalten?

hören wir im datenwerk immer öfter. Und wir übernehmen dann auch die Ads für Facebook, Instagram, Youtube, Twitter und in den Google-Suchergebnissen. Der Prozess dahin dauert manchmal länger, weil sich Online-Ads aufgrund der Interaktivität deutlich von Print- oder Plakatanzeigen unterscheiden. Zwei Fragen sind zentral: wo soll geschalten werden? Und welche Ziele werden verfolgt?

Symbolfoto mit Pfeil und Bogen zu "Wie definiere ich Ziele für Social Ads?"

Wo ist meine Zielgruppe im Netz?

Das ist eine altbekannte Frage aus der Werbeplanung. Bei Printanzeigen erreicht man eine junge Zielgruppe z.B. nicht zu gut mit einem Inserat in „Die ganze Woche“. Diese Frage gilt es sich natürlich auch zu beantworten, wenn Social Ads geschalten werden. „Facebook wird zum Seniorentreff“ , titeln schon seit Jahren mehrere Medien, was aber nicht heißt, dass gar keine jungen Menschen mehr auf Facebook zu finden sind. Es werden aber anteilsmäßig weniger (Die aktuellen Zahlen für Österreich 2019 gibt’s beim Jugend Internet Monitor). Sie nutzen z.B. Instagram. Die beiden Netzwerke gehören bekanntlich zusammen. Und so lassen sich über Facebook auch Instagram-Ads schalten. Aber auch kleinere Netzwerke wie Snapchat und Jodel, die in jungen Zielgruppen beliebt sind, bieten die Möglichkeit, dort zu werben. 

Welche Ziele will ich mit meiner Ad erreichen?

Eine Ad über Facebook hat eine Vielzahl an Optionen, auf die optimiert werden kann: Grob teilt Facebook nach Awareness, Consideration und Conversion ein – also das Bekanntmachen einer Marke, die Interaktion mit einer Marke und der Verkauf von Produkten können Anzeigenziele sein. Erfahrungsgemäß finden sich Facebook Ads zum Großteil im Bereich Consideration. Diese unterteilt sich abermals in:

  • Traffic: Die Anzeige verlinkt auf jede beliebige Seite außerhalb von Facebook – egal, ob das ein spannender Blogartikel, eine Leistungsbeschreibung oder ein Mitmach-Formular ist.
  • App Installs: Dieser Anzeigentyp schickt UserInnen in den App-Store, wo sie die beworbene App installieren können.
  • Video Views: Wer ein Video auf Facebook geladen hat, möchte vermutlich, dass es häufig gesehen wird. Dafür ist dieses Ziel da.
  • Lead Generation: Wer UserInnen zum Mitmachen über Formulare direkt auf Facebook bringen will, verwendet Lead Generation. Hier gilt es auf jeden Fall besonders genau zu sein, damit auch alle Daten DSGVO-konform erhoben werden.
  • Post Engagement: Wer Facebook-Posts mehr Likes, Kommentare und Shares verschaffen will, optimiert hierauf.
  • Page Like: Wer will, dass UserInnen eine Facebook-Seite liken, nutzt diese Anzeigen-Variante.
  • Event Responses: Damit möglichst viele relevante Personen von einer Facebook-Veranstaltung erfahren und zusagen, kann auch eine Veranstaltung beworben werden.
  • Messages: Wer gern in direkte Interaktion mit potentiellen KundInnen treten will, optimiert auf Nachrichten.

Das richtige Ziel finden

Dass die Auswahl manchmal nicht so einfach ist, scheint auch Facebook gemerkt zu haben, und gibt im Help Center Empfehlungen ab, welche Ads am besten zu welchem Ziel passt. Das heißt, auf die eingangs erwähnte Frage „Können wir da auch Ads schalten?“ drängt sich eine Rückfrage unmittelbar auf: „Was ist das Ziel der Ads?“ Manchmal ist es einfach: Wer eine Facebook-Veranstaltung oder ein Facebook-Video hat, wird das dazupassende Anzeigenziel wählen. Aber gerade die Entscheidung, ob auf Traffic oder Engagement optimiert werden soll, gilt es sich genau zu überlegen. Meist sind Inhalte für beide Anzeigenziele vorhanden. Und das führt auch oft dazu, dass ein Budgetmix für beide Ziele zum Einsatz kommt.

 

Du haderst, welche Ziele du für die Social Ads nutzen sollst? Frag die datenwerkerInnen unter office@datenwerk.at, damit deine Ad ins Schwarze trifft.

 

 

 

 

Petra Permesser

Petra Permesser

Petra weiß, was das Netz spricht. Die Kommunikationswissenschafterin und angehende Soziologin kümmert sich im datenwerk um alles, was mit Daten zu tun hat: Suchmaschinenoptimierung, Algorithmen, Ads und das Social Media Monitoring Tool "Opinion Tracker" sind Petras Metier. Außerdem tüftelt sie häufig an Story Maps und weiß, wie komplexe Software-Projekte mittels User Stories strukturiert werden können.

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

  1. 13. Juni 2019

    […] Nachdem nun alle Schritte im Autorisierungsprozess erfolgreich abgeschlossen sind, kann im Facebook Business Manager Wahlwerbung geschalten werden. Damit auch ja nichts schief geht, kannst du hier noch einmal nachlesen was Social Ads brauchen um erfolgreich zu sein. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.