Der Instagram Algorithmus 2018 – und was sich für dich ändert

Instagram hat seinen Algorithmus bei einigen wichtigen Punkten umgestellt. Hier erfährst du die wichtigsten Punkte, wie du deinen Instagram Account fit für 2018 machst und damit möglichst viele deiner Follower erreichst. (Lesezeit ca. 5min)

Instagram Logo mit Headine Der Instagram Algorythmus Alles wichtige für 2018 vor einem Hintergrund mit Programmiercode

Die Newsfeed Algorithmen der Social-Media-Riesen Facebook und Instagram sind wohl in etwa so gut geschützt wie die Goldreserven in Fort Knox – und so geheim wie die Identität von Satoshi Nakamoto (der mutmaßliche Erfinder von Bitcoin). Offizielle Statements von Instagram zu Updates ihres Algorithmus sucht man vergebens, diese werden ausschließlich in einem Folder im Instagram Help Center vergraben.  Wir helfen dir dabei, am Ball zu bleiben.

Der neue Instagram Algorithmus – was sich für dich ändert

  • Wer sieht deine Instagram Posts? Sitzt du gut? Denn jetzt kommt der Hammer: Wenn du etwas auf Instagram postest, wird dein Post voraussichtlich nur circa 10% deiner Follower angezeigt. Ja, du hast richtig gelesen! Das bedeutet: Wenn deine Instagram Seite 10.000 Follower hat, sehen deinen Post also zuerst einmal 1.000 Personen in ihrem Feed. Was dann passiert ist wichtig, für den weiteren Erfolg deines Postings.
  • Nur erfolgreiche Posts werden allen gezeigt! Bekommst du viele Likes und Kommentare innerhalb der ersten Stunde nach Veröffentlichung, wird dein Post auch den restlichen 90% deiner Follower angezeigt. Hat dein Post aber bereits innerhalb der ersten 10% keinen Erfolg, schauen die restlichen 90% gleich ganz in die Röhre (oder in dem Fall auf die Posts von Anderen! 😱) Was du tun kannst, um deine Posts zu boosten, erfährst du im nächsten Absatz.

Interaktionen – Emojis sind süß, zählen aber nicht

  • Bleib aktiv und reagiere schnell! Interaktionen sind auf Instagram reines Gold. Likes und vor allem Kommentare bringen deine Posts nach vorne. Dazu zählen auch deine eigenen Reaktionen. Vor allem innerhalb der ersten Stunde solltest du auf Kommentare reagieren und den Dialog suchen. Je mehr in den Kommentaren passiert, umso besser wird dein Post funktionieren.
  • Dialoge mit Inhalten zählen mehr! Ein wichtiger, neuer Faktor ist die Kommentarlänge. Kommentare die aus weniger als 4 Wörtern oder nur Emojis bestehen, zählt Instagram nicht mit im „Interaktions-Ranking“. 💩 Ein einfaches „Love this“ oder „Great pic“ bringt dich also nicht weiter. Das heißt einerseits „Goodbye Instagram Bots“ (niemand trauert euch nach) und andererseits hebt es bestenfalls den Dialog in der Social Media Plattform inhaltlich auf ein höheres Niveau. Wir finden das gut. Verwickle deine Follower ins Gespräch. Das stärkt die Bindung und formt eine Community.

Vorsicht vor Pods!

  • Ziel ist die „echte Community“! Ein beliebtes Mittel um sich gegenseitig auf Instagram zu größerer Reichweite zu verhelfen, waren im vergangenen Jahr sogenannte „pods„. 👨‍👩‍👧‍👦 Gruppen von Instagram UserInnen haben sich in Gruppen verständigt und fleißig gegenseitig geliked und kommentiert, sobald ein Gruppenmitglied ein neues Posting angekündigt hat. Der Instagram Algorithmus hat dieses Verhalten aber sehr schnell durchschaut. Nicht selten führt es zu einem sogenannten „shadow ban„. Wir raten so oder so davon ab, denn langfristig gesehen muss eine starke und vor allem echte Community das Ziel sein und keine gefälschte Reichweite.

Stories – Erzähle deine Geschichte und booste deine Sichtbarkeit

  • Nutze dieses Feature. Regelmäßig! Wer Stories verwendet wird von Instagram belohnt, indem selbst die Posts häufiger angezeiget werden. Stories verhelfen also deinen Posts dazu, öfter im Newsfeed deiner Follower aufzutauchen.
  • Das praktische: Instagram zeigt dir zuerst Stories von den Profilen, mit denen du am meisten interagierst. Also beherzige alles bisher gesagte und deine Stories werden bei deinen Followern ganz vorn platziert!

Hashtags – verwende nur passende Hashtags

#nohashtagsincomments
#norepeatinghashtags

 

  • Hashtags gehören wieder zum Post. Es war bisher gängige Praxis, die Hashtags im ersten Kommentar zu platzieren. Tu das nicht! Der neue Algorithmus wird sie sonst nichtbeachten.
  • Individuelle Hashtags bringen Reichweite! Viele UserInnen nutzen vorgefertigte Sets an Hashtags, die dann einfach in passende Postings kopiert werden. Verwende individuelle Hashtags die inhaltlich zum jeweiligen Posting passen – auch das erhöht die Reichweite deiner Posts.

 

 

 

Das wars. Damit bist du FIT FOR INSTAGRAM in 2018. Wenn du weitere Tips zu Social Media suchst, findest du hier interessante Artikel zu Facebook Videos oder Instagram Stories.

Du brauchst Hilfe, dann melde dich bei unseren datenwerkInnen unter office@datenwerk.at.

Viel Erfolg beim Instagrammen.

9 Antworten

  1. Luca sagt:

    Ein Zusatz zu den Hashtags: Weniger ist mehr. Es wurde bestätigt, dass ein Posting eher bei einem abonnierten oder gesuchten Hashtag ausgespielt wird, wenn der Post weniger Hashtags hat. Genaue Mechanik ist nicht bekannt, aber es dürfte in die Richtung gehen, dass sich die Hashtags das Engagement des Bildes teilen.

  2. Jana Herwig sagt:

    Danke dir – das ist eine gute Nachricht, Schluss mit den Hashtagbleiwänden. Gibt es schon einen Richtwert für eine gute Anzahl an Hashtags? Sonst finden wir ihn ebenraus:)

  3. Luca sagt:

    Ich habe die Test nicht zur Hand, aber soweit ich mich erinnere haben bisher 2-5 Hashtags zur höchsten Anzahl an Interaktionen geführt. Trackmaven ist auf 5 gekommen, Quicksprout auf 2. Aber beide sind schon etwas älter und nicht transparent. Ich vermute auch, dass es eine Korrelation zwischen hochwertigen Inhalten und Nutzung von einer geringen Zahl an Hashtags gibt. Die Analysen also nicht so aussagekräftig sind, weil sowohl Anzahl der Hashtags als auch Qualität des Bildes vom gleichen Faktor abhängig sind.

  4. Jana Herwig sagt:

    Danke dir!

  5. Timo Schwämmlein sagt:

    Hi Luca, vielen Dank für deinen Input. Ich habe ähnliches gelesen und finde es auch gut. Weniger ist mehr. 🙂

  6. Natascha sagt:

    Hallo zusammen,
    was mache ich denn wenn ich plötzlich kaum noch likes erhalte? und die, die ich bekomme, sind von meinen Followern…
    das stimmt doch etwas nicht? Shadowban? und wie entferne ich diesen Mist?

  7. Timo Schwämmlein sagt:

    Hi Natascha,
    dass es so etwas wie einen Shadowban gibt, ist nicht wirklich bewiesen. Der Mythos geistert zwar hartnäckig durchs Web, ich würde davon aber nicht ausgehen.
    Viel wahrscheinlicher ist es, dass der neue Algorithmus bei dir greift und deine Posts zuerst einmal 10% deiner Follower angezeigt werden. Passieren innerhalb der ersten Stunde nur wenige Interaktionen (und viel wichtiger als Likes sind hier eben die Kommentare!) dann bekommt der Rest deiner Follower die Posts auch nicht zu Gesicht. Versuche an deinen Captions zu arbeiten und diese so engaging wie möglich zu gestalten, um deine Community zum interagieren zu bringen.

    Um außerhalb der Community gefunden zu werden, helfen neben den oben genannten Tricks vor allem gute Hashtags. Diese gehören, wie viele immer noch fälschlich annehmen, nicht mehr in die Kommentare! Schreibe sie in deinen Postingtext und achte darauf, dass sie auch Bezug zu deinem Post haben.

    lg
    Timo

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