Das kleine 1×1 guter Bilder SEO

Seit ein paar Wochen bietet die Google-Bildersuche ein neues Feature, wenn man am Handy oder Tablet nach einem Bild sucht, wird eine AMP-Seite bereits als Vorschau mitangezeigt. So können sich UserInnen die Verwendung des Bildes im Gesamtkonzept ansehen – Search Engine Journal zeigt in einer Animation, wie das genau aussieht. Damit schafft Google auch eine zusätzliche Möglichkeit für Website-BetreiberInnen mehr UserInnen auf ihre Seite zu bringen. Wie oft dieses Feature genutzt wird, können Website-BetreiberInnen in der Google Search Console ansehen. Dadurch ist also der Einsatz von SEO bei Bildern um so wichtiger. Folgende Dinge gilt es dabei zu beachten.

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Für Bilder SEO braucht es nicht nur Wissen, sondern auch ein bisschen Liebe zum Detail

Inhaltliche Aspekte einer guten Bilder SEO

Seiten, die ein Text-Bild-Verhältnis von einem Bild pro 100 Wörtern aufweisen, schneiden auf Google bei gleichbleibenden anderen Parametern besser ab. Dabei bewertet Google mit einer Bilderkennungssoftware auch, was auf den Bildern zu sehen ist. Da Google auch auf den Inhalt achtet, sind drei Dinge relevant:

  • Stockfotos erkennt Google in seiner Analyse, geht von einem generischen Inhalt aus und reiht diese daher in der Bildersuche eher nach hinten. Das heißt aber nicht, dass man gänzlich auf Stockfotos verzichten soll. Einerseits kann es gut zum textlichen Umfeld passen und damit der Makel aufgewogen werden. Andererseits ist ein Stockfoto immer noch besser als kein Foto.
  • Bei eigenen Bildern gilt, dass diese im jeweils passenden textlichen Umfeld häufiger verwendet werden sollten. Das gilt auch für andere Websites, die deine Bilder nutzen und zu dir verlinken. Google bewertet das als positives Signal, weiß Seokratie.
  • Das Bild muss zu seinem textlichen Umfeld passen. Ein Katzenfoto bei einem Artikel über Suchmaschinenoptimierung ist z.B. ein suboptimaler Einsatz. Es sei denn, es geht in dem Text rund ums Foto auch um Katzen. Ähnlich war das, als  ÖsterreicherInnen Mitte August nach der Serie „Malcolm mittendrin“ googelten: Das Titelbild eines Artikels von „Die Tagespresse“, in dem satirisch über Norbert Hofer geschrieben wurde, tauchte auf Platz 1 im Ranking auf, obwohl es im Text nicht um eine Analyse der Serie ging.
Screenshot der Google Bildersuche zu Bilder SEO nach "Malcolm mittendrin" (Stand: 20.08.2019): Ein Bild zeigt dabei den FPÖ-Politiker Norbert Hofer als Familienvater Hal

Screenshot der Google Bildersuche nach „Malcolm mittendrin“ (Stand: 20.08.2019): Ein Bild zeigt dabei den FPÖ-Politiker Norbert Hofer als Familienvater Hal

Entscheidend ist auch, wo auf der Seite das Bild positioniert ist. Google bewertet Bilder, die auf den ersten Blick sichtbar sind, höher im Ranking (Achtung: Beim Mobile-First-Index ist der Bildschirm kleiner!). Top aktuell muss der Inhalt nicht sein, um im Google-Bilder-Ranking gut abzuschneiden: Vor allem Bilder auf älteren Seiten, deren Inhalte regelmäßig aktualisiert sind, funktionieren gut. Neuere Bilder müssen sich im Google-Bilder-Ranking erst durchsetzen, sie sind noch nicht so oft eingebettet, kopiert und referenziert.

Technische Aspekte einer guten Bilder SEO

Wer inhaltlich das perfekte Bild gefunden hat, muss auch technisch einiges beachten, damit das Bild zur Suchmaschinenoptimierung der Seite beiträgt. Zwei häufige Fehler finden sich in der Dateigröße und im Dateinamen.

Der Dateiname gibt auch an, bei welchem Keyword in der Google-Suche das Bild aufscheinen soll. Wer z.B. Fotos der MitarbeiterInnen online stellt, ist gut beraten, diese z.B. mit team-datenwerk-timo-schwaemmlein.jpg oder datenwerk-petra-permesser.jpg zu bezeichnen und nicht mit Team1.jpg und pp.jpg. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Google-Bilder-Ranking bei einer Suche nach dem Namen bzw. Firmennamen zu sehen sind.

Aufmerksamen LeserInnen ist vermutlich aufgefallen, dass im oben genannten Beispiel keine Umlaute vorkommen und dass die Worte mit Bindestrichen getrennt sind. Umlaute und Sonderzeichen interpretieren nicht alle Browser korrekt und verweigern daher manchmal die Darstellung des Bildes. Die Bindestriche sind ein Feature für SEO-Geeks und lassen sich auch für SEO-EinsteigerInnen einfach umsetzen. Google unterscheidet nämlich zwischen Unterstrichen und Bindestriche, wie Matt Cuffs in diesem Video anschaulich erklärt: Aus dem Dateinamen datenwerk-petra-permesser.jpg macht Google drei getrennte Keywörter. Aus dem Dateinamen datenwerk_petra_permesser.jpg macht Google hingegen einen Suchbegriff: datenwerkpetrapermesser.

Meta-Informationen beim Bild

Neben dem Dateinamen sind auch andere Meta-Informationen für die Suchmaschinenoptimierung relevant. Das alt-Attribut ist nicht nur für die barrierefreie Umsetzung wichtig, sondern auch für SEO. Im alt-Attribut soll angegeben werden, was auf dem Bild zu sehen ist. In der Suchmaschinenoptimierung profitieren Website-BetreiberInnen davor, dass relevanter Inhalt besser indexiert wird. Daher macht es Sinn, Keywords in den alt-Attributen einzusetzen und auch bei dekorativen Bildern das alt-Attribut auszufüllen.

Wer die Zeit und Muße hat, füllt auch das title-Attribut bei jedem Bild aus und nutzt es für die Platzierung von Keywords. Allerdings wird das title-Attribut als weniger relevant von Google behandelt. Ähnlich ist es mit der Bildunterschrift, die zwar kein wichtiges Ranking-Kriterium ist, aber unmittelbar neben dem Bild steht und daher als Umfeld die Bilder-SEO-Optimierung beeinflusst.

Die Größe eines guten Bildes

Auf die Größe kommt’s bei einem SEO-optimierten Bild in vielerlei Hinsicht an. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Bild- und Dateigröße. Zweitere ist häufig ein Stolperstein in der redaktionellen Arbeit: Kein Bild – auch wenn es noch so hochauflösend ist – sollte größer als ca. 150 KB sein. Bei großen Bildern braucht es dafür eine Komprimierung (das geht in WordPress z.B. über ein Plugin) oder über anderen Bildformate, die bei gleicher Dateigröße eine höhere Qualität zeigen können. Leider werden aber FLIF, HEIF und WebP noch nicht von allen Browsern unterstützt.

Zusätzlich zu einer kleinen Dateigröße macht es aus SEO-Sicht Sinn, dass ein Bild eine Mindestgröße an Pixeln aufweist. Die kürzere Kante sollte mindestens 300 Pixel lang sein. Außerdem sind Bilder im Querformat besser für die Google-Suche geeignet. Bilder im Format 4:3 werden in der Google-Bildersuche in voller Größe dargestellt und nicht beschnitten. Besonders breite Bilder und Hochformate werden entweder verkleinert in der Google-Suche gezeigt oder auf das Format 4:3 beschnitten. Der Beschnitt passiert aber meist nur bei besonders großen Bildern. RankSider fasst in diesem Beitrag zusammen, was alles zur Bildgröße zu beachten ist.

 

So einfach ist das kleine 1×1 der Bilder SEO! Wenn du trotzdem noch Fragen hast, schreib unseren ExpertInnen an office@datenwerk.at

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Petra Permesser

Petra Permesser

Petra weiß, was das Netz spricht. Die Kommunikationswissenschafterin und angehende Soziologin kümmert sich im datenwerk um alles, was mit Daten zu tun hat: Suchmaschinenoptimierung, Algorithmen, Ads und das Social Media Monitoring Tool "Opinion Tracker" sind Petras Metier. Außerdem tüftelt sie häufig an Story Maps und weiß, wie komplexe Software-Projekte mittels User Stories strukturiert werden können.

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