Marketing & SEO,

SEO Checkliste: So erhöhst du deine Online-Sichtbarkeit

Du hast eine Website und möchtest, dass diese gelesen und gesehen wird? Dann bist du hier genau richtig gelandet! Egal, ob du gerade erst in die Welt der Suchmaschinenoptimierung eintauchst, oder deine Fähigkeiten verbessern möchtest. Wir erklären dir anhand unserer SEO Checkliste, worauf du zu achten hast und was du alles wissen musst.

Zuerst aber eine kurze Einführung in die SEO Basics. Du bist schon Profi? Dann springe hier zur Checkliste.

Was ist Suchmaschinenoptimierung (SEO)?

Bausteine der SEO; worauf man alles achten, um online sichtbar zu sein

Die Abkürzung SEO steht für Suchmaschinenoptimierung. Mithilfe von diversen SEO Tools kannst du deine Website auf Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo auf eine höhere Platzierung der Suchliste bringen, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass User:innen deine Seite besuchen, steigt. Die Anzahl und Häufigkeit dieser Nutzereingriffe nennt sich Traffic.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedenen Orten, wo dich um SEO kümmern kannst:

  • Auf deiner eigenen Website: das nennt man Onpage SEO. Es umfasst die strategische Anpassung auf der eigenen Website, um die Benutzererfahrung zu verbessern.
  • Außerhalb deiner eigenen Website: das nennt man Offpage SEO. Es bezieht sich auf Aktivitäten außerhalb deiner Website, die sich auf deine Platzierung in Suchmaschinen auswirken. Dazu gehören externe Links, Content-Marketing via Social Media und alle anderen Methoden, die deine Website bewerben.

Wir beziehen uns in diesem Artikel primär auf Onpage Optimierung.

Warum ist SEO wichtig?

SEO ist wichtig, weil sie zum Erfolg deiner Website und damit letztlich auch deines Unternehmens beiträgt. Hier ein paar Punkte, warum SEO dir hilft:

  1. Verbesserte Sichtbarkeit: Wenn du deine Seite optimierst und dadurch besser gefunden wirst, können dich auch User:innen finden, die bisher noch keine Kund:innen waren.
  2. Mehr Umsatz: Neue User:innen, die zu dir finden, ist super – wichtig ist aber, dass diese auch die richtigen sind. Es hilft nichts, wenn nur solche Personen zu dir finden, die sich für dein Angebot überhaupt nicht interessieren. Gute SEO sorgt dafür, dass nicht nur mehr User:innen zu dir finden, sondern auch die richtigen, damit du deinen Umsatz steigern oder andere deiner Ziele erreichen kannst.
  3. Markenbekanntheit steigern: Wenn deine Seite zu einem bestimmten Thema immer sehr weit oben steht in den Suchmaschinen, werden immer mehr Menschen von deinem Unternehmen erfahren und dein Unternehmen wird immer bekannter und die Brand Awareness, also die Markenbekanntheit wird gesteigert.
  4. Verbessertes Organic Listing: Es fallen keine Kosten für dich als Website-Betreiber:in an, weil sie von Suchmaschinen wie Google automatisch aufgenommen werden. Mithilfe von SEO Tools, kannst du dein Ranking auf der organischen Suchliste beeinflussen. Eine nicht kostenfreie Option wäre hier im Gegensatz das Paid Listing, also das Einsetzen von bezahlten Anzeigen.

Für wen eignet sich SEO?

Wenn du dir die Frage stellst, ob du SEO brauchst, um deine Ziele zu erreichen, dann ist die Antwort in den meisten Fällen ja.

Besonders dann, wenn du eines der folgenden Ziele verfolgst, ist SEO unumgänglich:

  • Markenbekanntheit steigern
  • Online-Marketing
  • Auf Suchmaschinen wie Google gefunden werden
  • Neukundengewinnung
  • Verkauf von Produkten über einen Webshop
  • Dienstleistungen anbieten
  • Abonnent:innen für deinen Newsletter gewinnen

Kurz gesagt: Für alle, die eine Website oder einen Webshop haben, ist SEO relevant.

Das SEO wichtig ist, haben wir damit etabliert. Aber worauf kommt es genau an? Welche Parameter der Website werden von Suchmaschinen wie z. B. Google beurteilt?

E-E-A-T-Prinzipien von Google

Google hat einige Kriterien, nach denen Seiten beurteilt werden, veröffentlicht. Diese sind als E-E-A-T bekannt, werden manchmal aber auch EAT oder E-EAT-Prinzipien genannt.

E-E-A-T ist Teil der „Search Quality Evaluator Guidelines“ von Google Search, das von den Google Quality Raters verwendet wird, um festzulegen, wie vertrauenswürdig, seriös und kompetent deine Website ist.

Der Begriff Quality Raters beschreibt Personen, die im Auftrag von Google Search, stichprobenartig Suchergebnisse anhand von den genannten Punkten bewerten. Anhand dieser Ergebnisse werden die Google Algorithmen angepasst und verbessert.

Google Search, SEO, Google, Quality Raters, Searching

Das heißt für dich, dass du deine Website und deren Inhalte so optimieren solltest, dass du diesen Prinzipien so gut wie möglich gerecht wirst.

Usprünglich gab es nur E-A-T, seit Ende 2022 hat Google aber ein zusätzliches „E“ für Experience eingeführt. Die Buchstaben von E-E-A-T stehen laut Google für:

Experience

Berücksichtige, inwieweit der Content-Ersteller:in über die notwendige praktische oder lebenslange Erfahrung für das Thema verfügt. Viele Arten von Seiten sind vertrauenswürdig und erfüllen ihren Zweck gut, wenn sie von Menschen mit einem reichen Erfahrungsschatz erstellt werden.

Zum Beispiel: Wem würdest du eher vertrauen: einer Produktbewertung von jemandem, der das Produkt persönlich verwendet hat, oder eine „Bewertung“ von jemandem, der es nicht verwendet hat?

Expertise

Berücksichtige, inwieweit der Content-Ersteller:in über das erforderliche Wissen oder die erforderlichen Fähigkeiten für das Thema verfügt. Verschiedene Themen erfordern unterschiedliche Niveaus und Arten von Expertise, um vertrauenswürdig zu sein.

Zum Beispiel: Wem würdest du bei Ratschlägen zur Neuverkabelung von Hausstrom eher vertrauen: Einer erfahrenen Elektrikerin oder einem Liebhaber alter Häuser, der keine Kenntnisse in Elektroverkabelung hat?

Authoritativeness

Berücksichtige, inwieweit der Content-Ersteller:innen oder die Website als zentrale Anlaufstelle für das Thema bekannt ist. Während die meisten Themen nicht nur eine einzige offizielle, autoritative Website oder einen Content-Ersteller haben, ist eine solche Website oder ein:e solche:r Content-Ersteller:in, wenn es sie gibt, oft eine der zuverlässigsten und vertrauenswürdigsten Quellen.

Zum Beispiel kann die Social-Media-Profilseite eines lokalen Geschäfts die autoritative und vertrauenswürdige Quelle für aktuelle Sonderangebote sein. Dafür ist die einzigartige, offizielle und autoritative Quelle für die Erneuerung des Reisepasses die Seite der Regierung.

Trustworthiness

Trustworthiness ist das wichtigste Mitglied der E-E-A-T-Familie, denn untrustworthy Seiten haben ein niedriges E-E-A-T, egal wie erfahren, kompetent oder autoritär sie auch erscheinen mögen. Zum Beispiel ist ein Finanzbetrug untrustworthy, auch wenn der/die Ersteller:in des Inhalts ein:e sehr erfahrene:r und kompetente:r Betrüger:in ist, der/die als der Expert:in für die Durchführung von Betrügereien gilt!

Die Website oder der/die Content-Ersteller:in kann keine vertrauenswürdige Quelle sein, wenn es einen klaren Interessenkonflikt gibt. Produktbewertungen von Menschen, die das Produkt besitzen und ihre Erfahrungen teilen, können sehr wertvoll und vertrauenswürdig sein. „Bewertungen“ des Produktherstellers selbst („Unser Produkt ist großartig!“) oder „Bewertungen“ von Influencern, die für die Bewerbung des Produkts bezahlt werden, sind aufgrund des Interessenkonflikts nicht so vertrauenswürdig.

Die Art und Menge an Vertrauen, die benötigt wird, hängt von der Seite ab, z. B.:

  • Online-Shops benötigen sichere Online-Zahlungssysteme und einen zuverlässigen Kundenservice.
  • Produktbewertungen sollten ehrlich sein und geschrieben werden, um anderen bei der fundierten Kaufentscheidung zu helfen (und nicht nur, um das Produkt zu verkaufen).
  • Informationsseiten zu klaren YMYL-Themen (YMYL = Your money, or your life) müssen korrekt sein, um Schäden für Menschen und Gesellschaft zu vermeiden.
  • Social-Media-Posts zu Non-YMYL-Themen benötigen möglicherweise kein hohes Maß an Vertrauen, z. B. wenn der Zweck des Posts darin besteht, das Publikum zu unterhalten und der Inhalt des Posts kein Risiko für Schäden darstellt.

Wie beeinflusst E-E-A-T dein Ranking?

Im Google Search Central wird gesagt, dass dieses Konzept keinen direkten Einfluss auf das Ranking von Websites hat. Dennoch kann mit dem Bewertungskonzept deine Website auf langfristiger Hinsicht auf ein höheres Ranking in der organischen Suche landen. Die Absicht hinter dieser E-E-A-T Implementierung besteht darin, Google Search davon zu überzeugen, dass dein Inhalt als einer der besten Antwortmöglichkeiten für die Benutzer:innen ist.

Die SEO Checkliste: Schritt-für-Schritt Anleitung

Du möchtest einen Artikel für deine Website schreiben und diesen SEO optimieren? Aber wo fängst du an? Genau hier hilft dir unsere SEO Checkliste. Eine Checkliste zum Abhaken, kannst du dir hier herunterladen. Im weiteren Verlauf gehen wir auf jeden Punkt genau ein.

Checkliste SEO, Tipps für SEO

1. Vorbereitung

Im Idealfall beginnt die SEO Optimierung bereits vor der Themenfindung.

In dieser Phase sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Themen sind gerade aktuell?
  • Was bewegt die Menschen?
  • Welche Fragen von User:innen können wir beantworten?

So beantwortest du diese Fragen:

Welche Themen gerade aktuell sind, erfährst du neben diversen Online-Portalen österreichischer Tageszeitungen auch auf den folgenden Seiten:

Auf Google News und Google Trends können wir die angezeigten Ergebnisse nach unseren Wünschen filtern. Auf Google Trends können die aktuellen Suchtrends der letzten Tage oder der letzten Stunden angesehen werden. Wichtig ist, dass du dabei den Fokus der Suche auf Ergebnisse aus Österreich setzt.

Sobald du ein grobes Thema gefunden hast, gehe weiter zum nächsten Punkt. 

2. Thema

Du hast ein grobes Thema gefunden, das du bearbeiten möchtest.

In dieser Phase sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Zielgruppe möchte ich mit dem Artikel ansprechen?
  • Welcher Blickwinkel auf das gewählte Thema ist für diese besonders spannend?
  • Welchen Mehrwert kann ich bieten?
  • Welche Perspektive wird gerade viel gesucht?

So beantwortest du diese Fragen:

Nutze Ultrasuggest von SEORCH und das Keyword Tool von Sistrix zum Stichwort deines Themas. Du möchtest über Versicherungen schreiben? Dann nutze einfach das Wort “Versicherung” und sieh dir an, wonach die Menschen im Zusammenhang damit suchen.

SurferSEO hat ebenfalls ein tolles Keyword recherche Tool, dass dir bei der Beantwortung der Fragen helfen kann.

Nutze außerdem das W-Fragen Tool von SEORCH sowie das Social Listening Tool von answerthepublic zu diesem Stichwort. Dieses zeigt dir, was für Fragen deine Leser:innen zu deinem Thema stellen.

Notiere dir die Keyword-Kombinationen bzw. Fragen, die am besten zu deinem Thema passen, für später. Besonders spannend sind auch die Fragen, die sich mit einem Satz beantworten lassen. Hebe diese gesondert hervor.

3. Fokus Keyphrase bzw. Fokus Keyword

Super, du hast jetzt einen Überblick, wonach Leute suchen, die sich für dein Thema interessieren. Du hast eine Sammlung verschiedener Begriffe und Fragen erstellt – jetzt wird eingeschränkt.

In dieser Phase sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Was ist meine Fokus-Keyphrase bzw. mein Fokus-Keyword?
  • Gibt es häufige Fragen, bei denen ich mich für eine Google Answer Box qualifizieren kann?

So beantwortest du diese Fragen:

Gehe deine Liste durch – welche Begriffe passen wirklich ideal auf dein Thema bzw. deine Perspektive zum Thema? Welche davon ranken besonders gut?

Streiche Keywords bis du DAS EINE gefunden hast, das perfekt zu deinem Artikel passt. Behalte dir die anderen Keywords dennoch als Ergänzung.

Wenn du eine oder mehrere Fragen aus dem W-Fragen Check oder AnswerThePublic ideal mit deinem Artikel beantworten kannst, dann markiere dir auch diese.

Short vs. Long Tail Keywords

Ein Short Tail Keyword wäre z. B. Versicherung. Dieser Begriff hat ein hohes Suchvolumen und viel Konkurrenz. Die Chance, hier gut zu ranken und die eigene Zielgruppe zu erreichen, ist daher eher gering.

Ein Long Tail Keyword wäre z. B. Haftpflichtversicherungen Vergleich 2022 – hier sind der Titel und die Zielgruppe deutlich zugespitzt. Das Suchvolumen ist zwar geringer, dafür werden Menschen, die nach dieser Kombination suchen, sehr viel wahrscheinlicher auf deine Seite klicken, da sie schon nach etwas Konkretem suchen und zwar nach etwas, das du anbieten kannst.

Dein Keyword sollte allerdings nicht zu lang sein. Ein Maximum von 4 Keywörtern (Artikel, Präpositionen etc. zählen hier nicht dazu).

Nachdem du deine ausführliche Keyword-Recherche gemacht und deine Fokus-Keyphrase bzw. dein Fokus-Keyword festgelegt hast, kannst du mit dem Schreiben loslegen.

4. Schreiben

Nutze zum Erstellen deines Artikels das kostenlose Content-Briefing Tool von SEORCH oder den kostenpflichtigen Content Editor von SurferSEO. Diese Tools helfen dir, darauf zu achten, dass wichtige Keywords und deine Fokus-Keyphrase ausreichend oft vorkommen.

Gib deine Fokus Keyphrase nun in die Maske ein, ändere das Land zu Österreich und los geht’s:

Titel

Unter Titel verstehen wir den Titel der Webseite, der in der Registerkarte des Browsers angezeigt wird. Im Zweifel oder wenn du nur eine Eingabemöglichkeit hast, ist der Titel auch deine H1, also deine Überschrift.

Der Titel sollte den Inhalt deiner Website für Besucher:innen möglichst schmackhaft und interessant machen. Trotzdem sind auch SEO-Maßnahmen vorzunehmen:

Dein Titel sollte:

  • 50-60 Zeichen lang sein (genau genommen nicht mehr als 600px breit)
  • mit der Fokus Keyphrase beginnen
  • das Format des Titels „Titel“ (=title tag ist vergeben) haben
  • einzigartig sein und noch nicht auf deiner Seite existieren

Du kannst dich auch hier bei der Titelfindung inspirieren lassen.

Einleitung

Der erste Abschnitt besteht aus 1-3 Sätzen, die im besten Fall deine Leser.innen fesseln, sodass sie nicht von deiner Website abspringen.

  • Versuche diesen in 1-3 Sätzen zu verfassen.
  • Worum geht es in diesem Blog?
  • Warum sollen sie diesen Blog lesen?

Ideal für die SEO-Optimierung ist es, wenn du in diesem Abschnitt deine KEyphrase einmal einbaust.

Zwischenüberschriften

Sobald Nutzer:innen deinen Blog lesen, möchten sie die Informationen, die sie suchen, leicht finden können. Daher solltest du darauf achten, dass deine Website einen sinnvollen und strukturierten Aufbau hat, um die Navigation und das initiale Scannen des Artikels für deine Besucher:innen zu erleichtern.

Verwende Zwischenüberschriften, um deinen Text zu gliedern. Das Lesen am Bildschirm oder Smartphone ist viel anstrengender für die Augen als das Lesen von Texten auf Papier. Das hängt damit zusammen, dass:

  • Bildschirme eine geringere Auflösung haben als gedruckte Texte. Die Augen werden daher viel schneller müde und LeserInnen verlieren die Konzentration.
  • es eine ständige Ablenkung gibt (andere Tabs sind offen, User:innen lesen von unterwegs,…). Auch hier sinkt die Konzentration der Nutzer:innen schnell und sie sind meist rasch wieder weg von der Seite.
  • Lesen in anderen Settings stattfindet. Nutzer:innen lesen Web-Texte eher zwischendurch im Unterschied zu Büchern oder Zeitungen, denen sie mehr Raum und Zeit geben.
Digitales vs. Analoges Lesen

Das Lesen funktioniert dadurch auch anders, als man das von Papierformaten gewohnt ist:

  • Leser:innen scannen vor dem eigentlichen Lesen den Text, ihre Augen springen hin und her. Der erste visuelle Eindruck vom Text bleibt hängen und sie entscheiden sich, ob sie weiter auf deiner Seite bleiben wollen.
  • Dann schauen sie genauer, sie „skimmen“ (schöpfen von der Textoberfläche ab). Die Zwischenüberschriften werden gelesen oder auch nur angefangen zu lesen, eventuell noch die Anfänge der Absätze.
  • Erst dann werden Teile vom Text gelesen – und zwar nur das, was die Leser:nnen interessiert, das kann auch sehr fragmentiert sein. Zum Beispiel: Sie kommen mitten im zweiten Absatz wieder zur Überschrift zurück, lesen dann noch mal den ersten Absatz, springen danach vielleicht zu einem Bild und von dort zu den Aufzählungspunkten im dritten Absatz.

Bevor Nutzer:innen überhaupt mit dem Lesen deiner Inhalte beginnen, passiert also schon ganz viel – und Ähnliches macht auch Google. Denn Google will den Inhalt deiner Webseite erfassen und einordnen können: Worum geht es eigentlich? Bist du Spam oder nicht? Bist du aktuell und relevant? Google scannt also deine Webseite. Deswegen ist es wichtig, auch hier für Google zu optimieren:

  • Deine Fokus-Keyphrase ist zu etwa einem Drittel, maximal aber 75%  in deinen Zwischenüberschriften enthalten.
  • Verwende für die Formatierung nicht “Überschrift 1 (H1)”, sondern nur “Überschrift 2 (H2)” und darunter. Fett hinterlegen reicht nicht.

Google Answer Box

Wenn du bei deiner Keyword-Recherche festgestellt hast, dass es Fragen gibt, auf die du möglicherweise eine Antwort geben kannst, stelle sicher, dass du auf diese Fragen in deinem Blog wie folgt beantwortest:

  • Formuliere die genaue Frage in deiner Zwischenüberschrift.
  • Gib direkt darunter im Lauftext die Antwort dazu.
  • Die Antwort sollte zwischen etwa 55 Wörter lang sein.

In unserem Artikel zu User Intent findest du noch ein wenig mehr Information rund um dieses Thema.

Text schreiben

Schreibe deinen Text in einer möglichst einfachen Sprache, die für deine User:innen leicht lesbar ist. Fachausdrücke kannst du verwenden, erkläre sie jedoch bei der ersten Erwähnung, sodass alle wissen, wovon gesprochen wird. Vergiss auch nicht immer wieder dein Fokus-Keyword in deinem Text einzubetten. Das absolute Minimum für einen Blogartikel sind 300 Wörter. Also:

  • Verwende einen simplen, laien-gerechten Schreibstil, der einen leichten Lesefluss ermöglicht.
  • Versuche in möglichst kurzen Absätzen (Sinneinheiten) zu formatieren. Keine langen Textblöcke.
  • Verwende deine Fokus-Keyphrase und auch die anderen wichtigen Keyphrasen und Keywörter, die du vorher recherchiert hast im Text.
  • Dein Text sollte nicht unter 300 Wörtern lang sein. Orientiere dich an deinem erfolgreichen Mitbewerb, was die Länge angeht. (Diesen Wert siehst du im SEORCH Content Briefing oder in SurferSEO). Ein bisschen mehr oder weniger ist kein Problem. Im Zweifel gilt eher mehr als weniger.

Wenn zwei Seiten denselben Content beinhalten (=duplicate content), tun sich Suchmaschinen schwer, welche Suchergebnisse priorisiert werden sollen. Dadurch kann das Szenario auftreten, dass deine Seite gar nicht in den Suchergebnissen aufgelistet wird. Duplicate content solltest du unbedingt vermeiden. Aus urheberrechtlichen (und SEO) Gründen solltest es außerdem vermeiden, Content von anderen Seiten zu kopieren, denn auch das zählt als duplicate content.

Bilder

Ein wichtiger Bestandteil deines Blogs sind auch visuelle Darstellungen wie z.B. Bilder oder Infografiken. Egal, ob es sich um große oder kleine Bilder handelt oder um Zeichnungen, Videos, Diagramme etc., sie lockern deinen Text auf, machen ihn ansprechender und helfen dabei, Leser:innen bei der Stange zu halten.

visual presentation, visual display, darstellung in beiträgen mithilfe von diagrammen, bilder, videos etc.

Folgende Dinge solltest du rund um die Verwendung von Bildern beachten:

  • Etwa 1 Bild/Grafik pro 100 Wörtern.
  • Möglichst aussagekräftige Fotos und Grafiken verwenden.
  • Auf Barrierefreiheit achten und den ALT-Text nutzen, wenn das Bild nicht rein dekorativ ist.

Alternative Bildtexte (ALT-Text):

Diese Texte helfen Menschen, die auf einen Screenreader angewiesen sind, auch grafische Inhalte zu erfassen.

  • Nutze den ALT-Text nicht bei Bildern, die rein dekorativ sind.
  • Beschreibe genau, was auf dem Bild zu sehen ist. Die Information “Hier ist ein Bild und auf dem Bild ist xyz zu sehen” ist überflüssig, da der Screenreader die Information, dass es sich um ein Bild handelt, automatisch mitteilt.
  • Im Idealfall kommt deine Keyphrase auch beim ALT-Text des Bildes vor.

Mehr zum Thema SEO für Bilder haben wir in unserem Blogbeitrag „SEO Bilder 1×1“ für dich zusammengefasst.

Links

Ein weiterer Bestandteil der SEO ist die Verlinkung, welche die Struktur und die Relevanz deiner Seiten beeinflusst.

Links

Suchmaschinen können durch

  • interne Links, die auf andere Seiten innerhalb deiner eigenen Website führen
  • und externe Links, die zu andere themenrelevanten Seiten führen (auch bekannt unter dem Begriff „Backlinks“)

deine Inhalte besser verstehen und daher die Glaubwürdigkeit deines Blogs verbessern. Wenn man die Verlinkung richtig verwendet, kann das die Auffindbarkeit deiner Seite in den Suchergebnissen erhöhen. Daher ist eine sorgfältige Auswahl und Platzierung von Verlinkungen ein wichtiger Faktor in der SEO-Strategie.

Fazit & CTA

Fasse die Ergebnisse und die Take-Home-Message aus deinem Artikel noch einmal zusammen. Hier ist auch der richtige Platz für einen Call to Action (CTA). Fordere deine Leser:innen auf, etwas zu tun. Hier ein Beispiel:

Meta-Titel und Meta-Beschreibung

Fülle nun auch noch die Metabeschreibung und den Metatitel aus. Nimm als Meta-Titel deinen SEO optimierten Titel.

Als Metabeschreibung schreibst du am besten einen ganz kurzen Teaser, welchen Mehrwert dein Artikel vermittelt. Die Länge der Metabeschreibung sollte zwischen 55 und 300 Buchstaben betragen. Auch in der Meta-Beschreibung sollte deine Keyphrase vorkommen.

Nachbearbeitung

Deine Seiten sollten alle regelmäßig (mindestens jährlich) auf ihre Aktualität überprüft werden, nicht mehr relevante Seiten solltest du aussortieren.

Seiten, die eine hohe Click-Through-Rate (CTR) haben, also z. B. über Google Search häufig gefunden werden, solltest du unbedingt regelmäßig aktualisieren und weiter optimieren.

Seiten mit wenig Traffic, die dennoch relevant sind, was das Suchvolumen angeht, solltest du noch einmal neu evaluieren – vielleicht hast du die Keyphrase schlecht gewählt und ein anderes SEO Targeting bringt mehr Erfolg.

SEO Checkliste zum Anhaken

Illustratn einer SEO Checkliste

Super, du kennst dich jetzt bei den wichtigsten SEO Prinzipien aus. Damit du nichts vergisst, haben wir hier eine kurze SEO-Checkliste für dich zusammengestellt, anhand der du die einzelnen Punkte abhaken kannst.

Tools, für das SEO Monitoring

Neben unserer SEO-Checkliste gibt es natürlich auch Tools, die dich bei der SEO-Optimierung unterstützen. Einige davon haben wir oben schon kurz erwähnt, hier stellen wir dir aber unsere absoluten Favoriten noch einmal genauer vor.

Yoast SEO Plugin für WordPress

Yoast SEO ist ein WordPress-Plugin, das direkt im Gutenberg Editor mitliest und dir mittels glücklichen und traurigen Smileys (und natürlich auch detaillierten Fehlermeldungen) Feedback dazu gibt, wie es um deine SEO-Optimierung und die Lesbarkeit deines Textes steht.

Auch Meta-Titel und Meta-Beschreibung werden dort überprüft und für WordPress-Seiten ist dieses Tool derzeit, unserer Meinung nach, einfach unschlagbar.

SurferSEO – Keyword Research & Content Editor Tool

SurferSEO ist ein Tool mit mehreren Funktionen. Einerseits gibt es die Keyword Research, also Keyword-Recherche. Diese ist kostenlos und mitunter eines der besten und detailliertesten Tools für die Keyword-Recherche.

SurferSEO Ergebnisse einer Keyword Recherche.

Nicht nur Vorschläge zu deinem eingegebenen Begriff, sondern auch Vorschläge zu anderen passenden Begriffen, dem MSV also „Monthly Search Volume“ und der KD also „Keyword Difficulty“ werden dir von SurferSEO ausgespuckt.

Auch beim Schreiben ist dieses Tool nützlich. Denn SurferSEO bietet dir anhand deiner Keyphrase eine Analyse darüber, wie lang dein Artikel sein sollte, wie er strukturiert sein sollte und welche Keywords wie oft eingebaut sein sollten.

SurferSEO Content Score und Keyword Tracker, zeigen wie ugt ein Artikel aktuell optimiert ist.

Besonders für Redakteur:innen, deren Seite nicht mit WordPress aufgesetzt ist, ist SurferSEO ein tolles Tool.

MOZ – SEO Reporting

MOZ ist ein Tool, dass besonders für das Tracking von Ranking, Issues auf deiner Seite und Vergleiche mit der Konkurrenz gut ist. Es tracked die Performance von Seiten nach der Veröffentlichung und gibt noch einmal Feedback zur SEO Optimierung. Außerdem informiert es dich, ob deine Seite insgesamt Probleme hat wie z. B.: Error-404 Seiten oder Ähnliches.

Fazit

Letztlich ist es klar: ohne gute SEO wird deine Website auf Google Search oder anderen Suchmaschinen nicht gefunden werden. Wir hoffen, dass unsere SEO Checkliste ein guter erster Ansatzpunkt für dich ist, die SEO deiner Website selbst in die Hand zu nehmen. Natürlich kann eine SEO Checkliste nur einen ersten Anhaltspunkt geben. SEO ist ein sehr komplexes Thema und es gibt viele kleine Details, in die man sich in mit der Zeit einarbeiten kann. Wie bei allen Dingen ist es aber wichtig, einmal anzufangen. Und dafür hast du mit unserer SEO Checkliste jetzt das nötige Werkzeug in der Hand.

Solltest du doch noch Fragen haben, unsicher sein oder erkannt haben, dass du einfach nicht genug Zeit hast, dich um die SEO deiner eigenen Seite zu kümmern – melde dich bei uns. Wir sind immer für dich da.

Kommentare

  1. Hallo,
    danke für diesen klasse und ausführlichen Artikel! Arbeit nach dem EAT Prinzip wird auch aus meiner Sicht immer wichtiger. Doch wie sieht es aus eurer Sicht in Sachen KI, Chat Gpt und Co aus? Wie seht ihr dein Einfluss von KI in Sachen SEO? Und nutzt ihr hier bereits Tools für gewisse Maßnahmen?

    LG
    Noah

  2. Hallo Noah,

    wir nutzen KI bereits und sind beim Ausprobieren neuer Tools an vorderster Front mit dabei. Noch haben wir aber kein Tool gefunden, dass eine SEO Optimierung wirklich übernehmen kann. Dafür gibt es zu viele Parameter, auf die man achten muss. Und nach dem EEAT-Prinzip ist der vermittelte Mehrwert das wichtigste. Hier kann noch keine KI mithalten.

    Ein Tool, das wir gerade testen und bislang als hilfreich erachten, ist SurferSEO – da verwenden wir aber nicht das KI-Feature, sondern nur die SEO Unterstützung im Editor.

    Liebe Grüße
    Alexandra

  3. Hallo Alexandra,
    Ein wirklich sehr ausführlicher Artikel!
    Hut ab!
    Surfer SEO benutze ich auch andauernd. 🙂
    Ist ein wirklicher Game Changer!
    Was halten Sie eigentlich davon ChatGPT zu verwenden, um Artikel-Ideen generieren zu lassen?
    Ich hörte, es gibt Add-Ons, die es ermöglichen, dass ChatGPT auf das Internet zugreifen kann und aktuelle Artikel sehen kann!
    Eventuell könnte man so dank ChatGPT herausfinden, für welche Suchbegriffe es noch keine geeigneten Artikel gibt.
    Was halten Sie davon?
    LG
    Arthur

  4. Hallo Arthur,
    vielen Dank für dein positives Feedback!

    Ich denke ChatGPT und auch andere KI-Modelle sind absolut interessant, wenn es um SEO geht. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es dabei hilft Ideen für Artikel zu generieren, bin jedoch davon überzeugt, dass man einen Artikel lieber nur dann schreiben sollte, wenn man sich wirklich auskennt in dem Bereich und einen Mehrwert liefern kann und nicht nur, weil ihn eine KI empfohlen hat.

    Um zu sehen, welche aktuellen Artikel es zu einem Keyword gibt, kannst du z.B. einfach einen Google Alert erstellen (kostenlos), dann bekommst du regelmäßig aktuelle Beiträge zu deinen Keywords in die Inbox gesandt.

    Liebe Grüße
    Alexandra

  5. Hallo Viktor,

    vielen Dank für dein Feedback. Wir freuen uns immer, wenn wir jemandem weiterhelfen können.

    Liebe Grüße
    Alexandra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert