Chantal und Kevin im Web noch immer vorn dabei

Heute am 12. August feiert Chantal Namenstag. Wir gratulieren allen Chantals herzlich und feiern mit ihnen! Außerdem nehmen wir den heutigen Tag zum Anlass, hinter die Begriffe „Chantalismus“ und „Kevinismus“ zu blicken.

Chantalismus? Kevinismus?

Nur 3 Mal haben die österreichischen StaatsbürgerInnen 2012 den Namen Chantal an Neugeborene vergeben haben, Kevin hingegen hält sich mit 64 Mal unter den Top 100 den 2012-er Babynamen. Das war nicht immer so, wie die Verlaufsstatistik für die Namen Kevin und Chantal aus Deutschland zeigt. Warum die beiden Namen trotzdem zu geflügelten Worten wurden?

Verlauf des Namens "Kevin". Quelle: beliebte-vornamen.de

Verlauf des Namens "Chantal". Quelle: beliebte-vornamen.de

 

 

 

 

 

 

Die Begriffe „Chantalismus“ bzw. „Kevinismus“ stehen für das Phänomen Kindern ausgefallene Namen zu geben. Die NamensträgerInnen müssen womöglich jedesmal auch ihren Vornamen buchstabieren. Schließlich sind Grytt, Peyton, Indigo, Giulia, Anakin, Haydon, Hayley, Precious, Melody, Natassja, Catrice und Wolvey nicht so einfach zu schreiben. Wer sich jetzt wundert, wessen Namen das sind … die datenwerkerInnen haben zu Ehren von Chantal heute ihre Namen mit dem Chantalisator chantalisiert.

Als Kevin hat man’s nicht leicht

Dass es Kinder mit ausgefallenen Namen in der Schule nicht leicht haben, beweist eine deutsche Studie, in der GrundschullehrerInnen nach ihren beliebtestens und unbeliebtestens Vornamen gefragt wurden. Wenig überraschend sind auch LehrerInnen nicht vorurteilsfrei. Eltern sollten daher auf folgende Namen verzichten: „Auffällig schlecht bewerten die Lehrer die Namen Chantal, Justin, Dennis, Marvin und Jaquelin. Doch die Höchststrafe für Kinder lautet nach Ansicht der Grundschulpädagogen Kevin. Er führt die Rangliste der unbeliebten Namen an, gilt als verhaltensauffällig und leistungsschwach.“ (Quelle: spiegel.de)

Auch wenn beide Namen in der Babystatistik rückläufig sind, die Begriff Chantalismus liefert auf Google über 39.000 Treffer und in eigenen Blogs werden besonders kreative Namensgebungen gesammelt. Der bekannteste dieser Art ist chantalismus.tumblr.com. Wer gern auf Facebook am Laufenden bleiben will, kann das mit der Chantalismus-Fanpage tun.

Was ihr jetzt tun könnt? Euren Namen in der Babystatistik 2012 suchen und/oder euren Namen im Chantalisator chantalisieren.

Petra Permesser

Petra Permesser

Petra weiß, was das Netz spricht. Die Kommunikationswissenschafterin und angehende Soziologin kümmert sich im datenwerk um alles, was mit Daten zu tun hat: Suchmaschinenoptimierung, Algorithmen, Ads und das Social Media Monitoring Tool "Opinion Tracker" sind Petras Metier. Außerdem tüftelt sie häufig an Story Maps und weiß, wie komplexe Software-Projekte mittels User Stories strukturiert werden können.

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