Verstoße ich gegen das Wettbewerbsrecht? 4 Fragen, die wir uns bei Online-Werbung stellen müssen.

Nein DankeWolfgang hat bereits zum schmalen Grat zwischen Irreführung und Dialog gebloggt und angekündigt, dass ich Schmankerl aus meiner Master Thesis veröffentlichen werde. Diese hat zum Thema „Online Spezifika im Wettbewerbsrecht“ und damit verbunden zum „Umgang mit Schleichwerbung im Internet“. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet irreführende oder aggressive Geschäftspraxen. Die so genannten „Jubelpostings“ fallen hier meiner (Rechts-)Meinung nach ohne Frage mit hinein. Verstöße nach UWG sind kein Witz und kein Kavaliersdelikt. Aber dazu ein ander Mal mehr hier und noch genauer in unserem Workshop am 10.12.2014.

Gratwanderung mit rechtlichem Absturzpotential

Letzte Woche war das Thema „brandheiß“ – Fake Postings im Internet zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Die Debatte beschäftigte sich stark mit dem – keine Frage, sehr wichtigen – moralischen Aspekt bei der Thematik. Doch nicht nur die Moral ist hier Thema, der rechtliche Aspekt ist vor allem aus Unternehmenssicht weit spannender.

Die Liste

Ergebnis meiner Arbeit war unter anderem eine Fragenliste, die bei der Betrachtung von Online-Aussagen nach UWG helfen soll. Vier einfache Fragen helfen dabei, Aussagen im Netz auf einen etwaigen Verstoß nach UWG zu betrachten.

Und so geht’s:

  1. Handelt es sich um eine Aussage/Handlung zu Werbezwecken bzw. zu Zwecken der Verkaufsförderung?
  2. Wird diese Aussage von einer Person/Unternehmen getätigt, die sich im geschäftlichen Verkehr befindet?
  3. Ist die Aussage nicht als Werbebotschaft gekennzeichnet?
  4. Ist die Maßnahme dazu geeignet den Wettbewerb zum Nachteil von Unternehmen nicht nur unerheblich zu beeinflussen?

Bei 4 mal Ja – Surprise, Suprise – liegt jedenfalls eine Verletzung des UWG vor. Die spannende Frage ist natürlich: Was ist der geschäftliche Verkehr? Und was ist eigentlich Werbung? Das verrate ich an dieser Stelle (noch) nicht. Denn:

Der Workshop

Ein Blogbeitrag reicht natürlich nie zur genaueren Erklärung der Thematik. Und auch 10 Blogbeiträge werden eine persönliche Auseinandersetzung nicht ersetzen. Zudem ist das Spannungsfeld Social Media und Recht total komplex und zugleich unglaublich spannend!
Deswegen: Kommt zu unserem Workshop „Social Media und Recht“ am 10. Dezember 2014! Genau dort gibt es die Möglichkeit konkretere Nachfragen und persönliche Beispiele im Detail zu behandeln.

Hier die Facts:

Wann: 10. Dezember 15:00­-19:00 (danach gemütlicher Ausklang bei Buffet und Getränken)
Wo: datenwerk innovationsagentur, Magdalenenstraße 33, 1060 Wien
Themen:

  • Urheberrecht
  • Kooperationen zwischen BloggerInnen und UnternehmerInnen
  • Werbeaussagen im Internet
  • Schleichwerbung und Wettbewerbsrecht
  • Rechtliches zu Gewinnspielen und Direktmarketing

Die Anmeldung ist ganz easy: Einfach ein Mail an socialmedia@datenwerk.at schreiben und die Anzahl der Personen und Rechnungsadresse bekannt geben. Kosten für den Workshop betragen € 50,- (exkl. USt.) pro Person. Bei Anmeldung von 4 Personen ist die 5. Person frei 🙂
Limitierte TeilnehmerInnenzahl.

Wir freuen uns auf euch!

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