Krise und Wandel als Thema, Newsroom als must-have: PRVA Kommunikationstag Austria 2016

Newsroom – das ist eines der Must-haves für Medienhäuser und Unternehmen, wenn sie integriert, schnell und aktuell kommunizieren wollen. datenwerkerin Julia (@jupe140) twitterte vom #ktag16 auch darüber. Und über komplexes Chaos von Vogelschwärmen, Teenage Sex, summende Menschen und fünf launige FreundInnen. Also: Krise und Wandel. Natürlich.

Twitter als „second screen“

Viele Teilnehmende und Vortragende nutzten Twitter, um die Vorträge zu kommentieren, Zitate zu verbreiten und sich zu vernetzen. Ganz normal heutzutage. Twitterwall gab es leider trotzdem keine. Und auch der Start des Kommunikationstag-Austria zum Thema „Krise und Wandel“ war eher skeptisch den „neuen Medien“ gegenüber.

Screenshot von Tweet mit Text über Journalisten, PR-Menschen und Social Media

Newsroom als Infohub, Online first, Storytelling

Unabhängig von diesem zaghaften Start in den Tag zeigten ausgewählte Best Practices von großen Unternehmen mit großen Krisen ein anderes Verständnis von Social Media. Hier ein paar Learnings:

  • Die ÖBB richtete für die Zeit, als die flüchtenden Menschen in den Zügen und Bahnhöfen und rundherum zu versorgen waren, einen Newsroom als Infohub ein, und lernte wie ein Medienhaus zu kommunizieren. Social Media nutzen sie als Informationsquelle – in beiden Richtungen.

Screenshot von Tweet mit Text zu unternehmen lernen wie medien zu denken_newsroom

  • Die Deutsche Bahn setzt nicht nur in ihrer Kommunikation auf Social Media, bei ihnen gilt hier „Online first“, sondern hat auch für die interne Kommunikation ein soziales Intranet, um die MitarbeiterInnen zu Wort kommen zu lassen. Als Reaktion auf die veränderten Medienwelten kommuniziert das Team rund um die Uhr.

Screenshot von Tweet mit Text über Deutsche Bahn, Krisenkommunikation und Geschwindigkeit der Medienwelt

  • Der ADAC krempelte seine gesamte Kommunikationsstrategie nach der Mega-Krise 2014 um. Der Fokus liegt nun auf Themen, Storytelling steht im Vordergrund und vier ChefInnen vom Dienst sitzen im neu eingerichteten Newsroom. EineR davon ist für Social Media zuständig.

 

adac_integrierte kommunikation_strategie

Wandel statt Krise

Auffallend war, dass wenige über das Thema „Krise“ an sich sprechen wollten. Krise bedeutete für viele Schock, Stillstand und Bequemlichkeit. David Tomchak benannte seine Keynote überhaupt gleich um: statt „Digital Communications at 10 Downing Street“ stand da „Where is my team?“ – was schon alles aussagt. Christian Garrels (ADAC) nannte die „Krisenkommunikation“ lieber „Könnerkommunikation“ – auch sehr treffend. Peter Felsbach (voestalpine) war froh, dass er garnicht über Krise sprechen musste. Und Bernhard Kerres (Hello Stage) ließ das Publikum summen, bevor er sich auf den Wandel konzentrierte.

kerres_wandel_krise

Monitoring, Rückblick und Analyse

Es ist eigentlich klar – aber was ist schon klar in einer Krise? Wenn sie vorbei ist sollte man sie jedenfalls analysieren. Nach Themen, Tonalitäten, Personen. Monitoring war nicht nur beim Vortrag der APA Thema, wobei sich hier kaum jemand in die Karten blicken ließ. Niemand sprach so augenzwinkernd darüber wie David Tomchak:

big data teenage sex david tomchak

Einen Rückblick auf das Medienjahr lieferten zum Abschluss des Tages ein paar Granden der Österreichschen Medienszene.

fuenf-launige-freundinnen

Lustig, kurzweilig und doch – wer was zu sagen hat, kann halt auch was sagen.

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