Influencer, überall sind Influencer!

Influencer Marketing

Aus der altbekannten Mundpropaganda wurde über die Jahre das viel aufregender klingende „WoM – Word of Mouth“. Mittlerweile sprechen jedoch alle nur noch von „Influencer Marketing“. Dabei geht es darum, mit BloggerInnen und anderen potenziellen MeinungsbildnerInnen aus dem Ziegruppenumfeld Kooperationen einzugehen und als Unternehmen auf den verschiedensten Ebenen mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Dieser Trend bringt einiges mit sich: Budgets werden umgestaltet, Kampagnen neu aufgesetzt und Zielgruppen viel näher analysiert. Doch um was geht es Unternehmen und KonsumentInnen wirklich? Authentizität!

Authentizität…

… wird immer wichtiger und ist aus einer klassischen 360 Grad Kampagne nicht mehr weg zu denken. Das klassische Kampagnen-Setup befindet sich in einem ständigen Wandel, dem sich nicht nur Unternehmen, sondern auch Agenturen und die viel besprochenen Influencer anpassen. Denn die mündigen KonsumentInnen von heute hinterfragen „klassische“ bzw. oberflächliche Werbebotschaften. Und das zu Recht!

 

Trotz allem sollte man – v.A. als Unternehmen – vorab einmal tief durchatmen, Ruhe bewahren und nichts überstürzen, bevor das gesamte Budget für MultiplikatorInnen, „Ista-Stars“, BloggerInnen und Seeding-Tools ausgegeben wird.

Beim diesjährigen Werbeplanung Summit bringt Marion Payr alias @ladyvenom sehr gut auf den Punkt, nach welchen Kriterien Influencer strukturiert und kategorisiert werden können:

  • Reichweite
  • Engagement
  • Medienpräsenz
  • Qualität der Inhalte

Wobei sie deutlich unterstreicht, dass ausschließlich letzteres als Maßstab und echter KPI herangezogen werden kann. Das ultimative Influencer – Essential: „How to spot Authentizität“, so Payr. Und damit legt sie ganz deutlich offen: Reichweite, Engagement und Medienpräsenz lassen sich sehr leicht fälschen (Bots, Follow/Unfollow, etc.) und sogenannte „Faker“ lassen sich nur sehr schwer bzw. mit einem sehr hohen Zeitaufwand herausfiltern.

Reality Check Social Media

Dieses Zitat wurde von Marion Payr in ihrer Präsentation auf der Werbeplanung Summit verwendet.

Qualität vor Quantität

Die Qualität bleibt somit die einzig wahre Währung am Influencer Markt: relevante Likes, inhaltlicher Themenfokus, Vielfältigkeit, Kreativität bei der Aufbereitung der Inhalte, usw.

Influencer Marketing ist paid media. Wie für alles im Leben, muss man für Qualität bezahlen. Wobei Qualität in diesem Fall sehr eng mit Authentizität gekoppelt ist. Wichtig ist hier vor allem, dass man sich miteinander „wohl fühlt“, dass Marke und Influencer (Stil, Werte, etc.) einfach zu einander passen.

 

Was bringt die Zukunft?
Wie kann sich der Influencer Markt entwickeln?

  • BloggerInnen bzw. Influencer sind als Fixbestandteil in einer 360 Grad-Kommunikation nicht mehr wegzudenken.
  • Der Beruf „BloggerIn“ wird sich immer mehr spezialisieren, Nischenwissen wird mehr und mehr gefragt.
  • Die Rolle der Agenturen im Zusammenhang mit Influencer/BloggerInnen wird sich verändern: Agenturen werden mehr und mehr den organisatorischen Lead übernehmen während Influencer selbst mehr und mehr in die Konzeption mit einbezogen werden.
  • Langfristige Unternehmer-Influencer-Beziehungen sollten angestrebt werden. Dennoch gilt: sobald die Beziehung nicht mehr passt, ist eine Trennung notwendig. Ein Mittelweg ist nicht zielführend.
  • Wir müssen uns von den klassische KPIs verabschieden und neue, auf Unternehmen und Influencer abgestimmte Erfolgskennzahlen, festlegen.

 

 

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