Gedanken eines Praktikanten – Jannik erzählt über den Politbarometer

Jannik war drei Monate Praktikant im datenwerk. Hier erzählt er darüber: „Als Psychologiestudent rechnete ich zu Beginn meines Praktikums nicht damit, dass mein Studium mir bei einem Praktikum im datenwerk wirklich weiterhilft. Damit lag ich ziemlich richtig – und gleichzeitig weit daneben.

But let’s start from the beginning

Die meiste Zeit beschäftigte mich während des Praktikums im datenwerk der Politbarometer. Dieses Social Media Monitoring Tool analysiert, was über österreichische PolitikerInnen im Netz so geredet wird. Dafür durchleuchtet er eine große Menge an Informationen: Von Tweets über den Bundeskanzler bis hin zu Lokalnachrichten über PolitikerInnen im burgenländischen Landtag. Meine Gefühle beim Durchklicken der Ergebnisse schwankten dabei sehr stark zwischen Interesse, Zustimmung, Belustigung, Erstaunen und Ungläubigkeit, Wiederstreben, Entsetzen. Alles war dabei. Manchmal ertappte ich mich bei dem Gedanken daran, gerade einem riesigen Polit-Skandal auf der Spur zu sein.

Mit einer Lupe wird ein Buch untersucht.

Wäre der Politbarometer nicht ein Online-Tool, sähe meine Tätigkeit wohl so aus

Gehen wir mal ins Detail

Das klingt jetzt nicht gerade nach dem Job für eine/n PsychologIn – eher für eine/n JournalistIn oder PolitikwissenschaftlerIn. Also warum einen Psychologen mit der Arbeit an einem solchen Tool beauftragen?

Ganz einfach! Ein Tool wie der Politbarometer braucht einen hohen Grad an Standardisierung und Validierung. Suchbegriffe müssen systematisiert und nach genau definierten Standards erstellt werden. Gleichzeitig müssen die Ergebnisse den eigenen Anforderungen entsprechen. Und wer wäre dafür besser geeignet als ein Psychologe, der mit den Begriffen „Standardisierung“ und „Validierung“ seit der ersten Vorlesung als wichtigste Gütekriterien zu tun hat? Eben!

Einer Person sieht sich Statistiken an einem Laptop an.

Ich fand es toll, diese Kompetenzen endlich außerhalb des Studiums einsetzen zu können – wenn auch anders als gedacht. Dies beschränkte sich auch nicht nur auf den Politbarometer: Mein Wissen in der KonsumentInnenpsychologie half mir bei Marketingaufgaben weiter und meine Erfahrung in der Datenauswertung bei der Erstellung von Berichten mit dem Opinion Tracker.

Und was habe ich davon?

Ich lernte im datenwerk neue Methoden kennen, die direkt an mein Studium anknüpfen: Zum Beispiel ist Usability-Testing letztendlich wie eine wissenschaftliche Studie auf einer anderen Ebene. Und in Design Sprint-Workshops konnte ich mein Wissen über Trainings mit Anwendung verknüpfen. Die unglaubliche Vielfalt an Aufgaben und Persönlichkeiten im datenwerk weckten dabei mein Interesse für Neues.

Eine Wand mit Post-Its. Auf einem Zettel in der Hand einer Person steth "Run a Usability Test".

Noch Fragen?

„Muss ich Kaffee kochen?“

Ja. In etwa zwei pro Tag – für den Eigenbedarf.

„Sind die KollegInnen nett?“

Auf jeden Fall. Und nicht nur das. Sie sind äußerst hilfsbereit, lustig und zudem auch wirklich gute Kuchenbäcker.

„Werde ich mich im Nachhinein fragen, wie die drei Monate so schnell umgehen konnten?“

Gerade stand ich noch in der Sommerhitze auf dem Balkon und plötzlich schneit es und mein Praktikum ist vorbei. Danke für den tollen Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche und spannende Projekte. Ich habe wirklich viel gelernt und die Zeit hier sehr genossen!“

 

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